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Moskau: Selenskyj provoziert Atomkrieg, EU wird erstes Opfer

Russische Aussen-Sprecherin: Selenskyj provoziert Atomkrieg, EU erstes Opfer

29.04.2026, 17:0829.04.2026, 18:03
Russia's Foreign Ministry Spokeswoman Maria Zakharova gestures as she attends Russian Foreign Minister Sergey Lavrov's annual news conference, in Moscow, on Tuesday, Jan. 20, 2026. (AP Photo ...
Russlands Aussenamtssprecherin Maria Sacharowa. (Archivbild, Januar 2026)Bild: keystone

Das russische Aussenministerium hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj das Heraufbeschwören eines Atomkriegs vorgeworfen und Europa mit den Konsequenzen gedroht. Die Ukraine beschiesse das Atomkraftwerk Saporischschja, und Selenskyj fordere neben dem Nato-Status auch noch Atomwaffen für seine Sicherheit, sagte Russlands Aussenamtssprecherin Maria Sacharowa.

«Er provoziert mit solchen Äusserungen weiterhin einen atomaren Konflikt.»

Westeuropa laufe Gefahr, erstes Opfer der Folgen dieser «atomaren Erpressung» zu werden, sagte sie.

Die Europäer müssten den ukrainischen Staatschef aufhalten, statt weiter die Kriegsanstrengungen Kiews zu finanzieren, forderte Sacharowa. «Selenskyj will keinen Frieden, das ist offensichtlich», sagte sie. Selenskyj hatte zuletzt mehrfach Russland zu neuen Verhandlungen über einen Waffenstillstand und einen anschliessenden Frieden aufgerufen. Der Kreml lehnt eine Feuerpause ohne Vorbedingungen wie die Übergabe weiterer ukrainischer Territorien ab.

Moskau: Merz' Äusserungen sind bedeutungslos

Sacharowa nahm auch zu Äusserungen von Bundeskanzler Friedrich Merz Stellung, wonach die Ukraine für einen Frieden womöglich Gebiete an Russland abtreten müsse. Weder Deutschland noch die EU seien am Verhandlungsprozess beteiligt. «Alle Äusserungen ihrer Führung zu dem Thema sind für uns bedeutungslos», so Sacharowa. Es mache keinen Sinn, auf Aussagen europäischer Politiker zu reagieren, solange der Kontinent weiterhin die Ukraine finanziere.

Eine rhetorische Breitseite bekamen auch Bulgarien und die Türkei ab. Und das, obwohl in Bulgarien vor kurzem der als prorussisch geltende Rumen Radew die vorgezogene Parlamentswahl gewonnen hat und Kremlchef Wladimir Putin zum türkischen Präsidenten Recep Erdogan freundschaftliche Beziehungen unterhält. Beide Schwarzmeerländer trügen als Nato-Mitglieder eine Mitschuld an den Umweltfolgen, die durch die Angriffe Kiews auf den Ölhafen Tuapse entstanden seien, sagte Sacharowa. Mehrere ukrainische Drohnenattacken auf ein Terminal der Stadt haben zu schweren Bränden und einem Auslaufen von Öl ins Schwarze Meer geführt. (sda/dpa)

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