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Die «Nowaja Gaseta» wird wohl bald nicht mehr gedruckt

Der gedruckten Ausgabe der regierungskritischen russischen Zeitung «Nowaja Gaseta» droht das Aus - aus finanziellen Gründen. Chefredaktor Dmitri Muratow sagte am Donnerstag im TV-Sender Doschd, es sei sehr wahrscheinlich, dass die Papierausgabe im Mai eingestellt werde.



Die Sprecherin der Zeitung, Nadeschda Prussenkowa, sagte der Nachrichtenagentur AFP, auch wenn die «Nowaja Gaseta» womöglich nicht mehr in Papierform erscheine, werde ihre Website weiter betrieben. Die Zeitung habe schwere finanzielle Probleme, der Hauptaktionär habe seine Zahlungen eingestellt und es gebe praktisch keine Anzeigenkunden.

Muratow hatte im oppositionellen Fernsehsender zuvor gesagt, die «Nowaja Gaseta» könne nicht mit «vom Staat subventionierten» Medien konkurrieren. «In unserem Land sind wirtschaftliche Fragen nicht von politischen Fragen zu trennen», fügte der Chefredaktor hinzu.

Die «Nowaja Gaseta» gehört zu den wichtigsten unabhängigen Medien Russlands. Offenbar im Zusammenhang mit ihren Recherchen wurden seit ihrer Gründung 1993 sechs ihrer Mitarbeiter getötet, darunter die Journalistin Anna Politkowskaja.

Gefährlicher Arbeitgeber: Ermordete «Nowaja Gazeta»-Mitarbeiter

Dem oppositionellen Geschäftsmann Alexander Lebedew und dem früheren sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow gehören zusammen 49 Prozent der Zeitung. (kad/sda/afp)

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