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Russland soll weitere Söldnertruppe haben

«Convoy»: Russland soll weitere Söldnertruppe haben

Der von Russland eingesetzte Gouverneur soll sich eine eigene Söldnertruppe engagiert haben. Zur bekannten Wagner-Gruppe gibt es Verbindungen.
27.03.2023, 22:0027.03.2023, 22:00
Ein Artikel von
t-online

Russland soll eine neue Söldnertruppe haben, das berichtet unter anderem das russische Medium «Important Stories». Sergej Aksjonow, Statthalter der von Russland annektierten Halbinsel Krim, soll die private Militäreinheit «Convoy» demnach angeheuert haben.

A man walks by a drawn again mural depicting the logo of Russia's Wagner Group on a wall in Belgrade, Serbia, Thursday, Jan. 19, 2023. A friendly, fellow-Slavic nation, Serbia has welcomed the fl ...
Russische Söldner: Die Wagner-Gruppe ist nicht allein.Bild: keystone

Die Gruppe befinde sich aktuell in der Region Cherson und habe zum Zeitpunkt der Gründung aus etwa 300 Personen bestanden, so «Important Stories». Konstantin Pikalow, ehemaliger Anführer der Söldnergruppe Wagner und Vertrauter von dessen Chef Jewgeni Prigoschin, soll die Gruppe anführen.

Pikalow ist laut «Important Stories» schon für die Wagner-Gruppe in Madagaskar und der Zentralafrikanischen Republik gewesen. Das internationale Recherchekollektiv «Bellingcat», sowie Journalisten der russischsprachigen Internetzeitung «The Insider» und des «Spiegel» bezeichneten ihn auch als Schlüsselfigur von Prigoschins «Afrika-Projekt». Pikalow soll der einzige des Teams in der Zentralafrikanischen Republik gewesen sein, der mit Prigoschin auf Augenhöhe sprach. Die Vertrautheit dürfte also enger sein. Öffentlich trete Pikalow nicht unter seinem echten Namen, sondern als «Mazai» auf.

«Convoy» sei formell eine Kampfreserve der Armee, deren Mitglieder sowohl einen Vertrag mit der privaten Militärfirma unterzeichnen als auch einen mit dem russischen Verteidigungsministerium, schreibt die Nachrichtenseite «Meduza».

Das Übungsgelände der «Convoy»-Gruppe befinde sich im Dorf Perevalne auf der Krim, berichtet «Important Stories» unter Berufung auf Chats der Mitglieder. In dem Dorf gebe es ein Zentrum für die Ausbildung von Scharfschützen auf der Krim. Auch «Convoy» soll dem Bericht zufolge eine Scharfschützeneinheit haben. Über Telegram teile Convoy zudem Posts über das «starke orthodoxe Russland», die «siegreiche Nation» sowie Verschwörungstheorien.

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