So würde der Kremel eine Niederlage Orbans verkaufen
Die russische Führung bereitet sich gemäss einem Bericht des unabhängigen Portals Meduza auf ein Szenario vor, in dem die ungarische Regierungspartei Fidesz Wahlen verliert. Das schreibt das Medium unter Berufung auf kremlnahe Quellen. Zuerst aufgegriffen wurde die Recherche vom ungarischen Portal HVG.
Demnach würde ein Machtverlust Orbáns in russischen Medien als von der Europäischen Union ausgelöste «Revolution» dargestellt. Intern sollen jedoch auch kritische Töne gegenüber Orbán zu hören sein. «Selbst mit unserer Hilfe konnten sie nichts erreichen», wird eine Quelle zitiert.
Erwartungen in Moskau gesunken
Laut dem Bericht hatte der Kreml lange gehofft, Fidesz könne die politische Lage noch drehen oder zumindest in einzelnen Wahlkreisen gewinnen. Inzwischen habe sich jedoch die Einschätzung durchgesetzt, dass dies nicht mehr realistisch sei.
Die zitierten Quellen bestreiten zudem nicht, dass Russland Fidesz unterstützt haben soll – etwa im Wahlkampf in sozialen Medien. Offizielle Stellungnahmen aus Moskau oder Budapest liegen nicht vor. (mke)
