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Russland

Jingle Bells etc.: Belarus verbietet «westliche» Feiertraditionen

Diana, 22 months old, reaches for her mother's hand as she poses with a man wearing a Santa Claus outfit at Christmas fair in Bucharest, Romania, Saturday, Dec. 14, 2024. (AP Photo/Vadim Ghirda)
Er darf in belarussischen Schulen nicht mehr gezeigt werden: ein Weihnachtsmann in der rumänischen Hauptstadt Bukarest.Bild: keystone

«Jingle Bells» und Santa Claus: Belarus verbietet «westliche» Feiermotive und Lieder

Die belarussischen Behörden haben mehrere Weihnachtsmotive, Lieder und Neujahrstraditionen aus Schulen verbannt. Stattdessen solle man sich auf russische Feiertraditionen besinnen.
31.12.2024, 05:3731.12.2024, 14:08

Der belarussischen Weihnachtsdoktrin fällt beispielsweise der Weihnachtsmann zum Opfer, wie unter anderem der polnische Radiosender Polskie Radio und die ukrainische Onlinezeitung Ukrajinska Prawda berichten.

So sind Motive, die dem Heiligen Nikolaus nachempfunden sind, in den Schulen im Land nicht mehr erlaubt. Auch mehrere bekannte englischsprachige Weihnachtslieder dürfen von Lehrerinnen und Lehrern mit den Kindern nicht mehr gesungen werden, so zum Beispiel «Jingle Bells». Das Singverbot gilt den Berichten zufolge nicht nur für die englischen Texte, sondern auch als Abspielverbot für die Melodien der Lieder.

Ebenfalls nicht mehr sehen wollen die Behörden im vom russlandnahen Diktator Alexander Lukaschenko regierten Land die Dekoration von Christbäumen. Auch das gilt als westliche Tradition. Anstelle von solchen Feiertätigkeiten sollen die Schulen auf «russische Weise» Weihnachten und Neujahr zelebrieren.

Belarus hat schon in den vergangenen Jahren mit seinem Kulturkampf gegen Traditionen aus Europa und den USA für Aufsehen gesorgt. So wurde beispielsweise das Feiern des Valentinstags oder von Halloween verboten.

Auch der grosse Bruder Russland macht Stimmung gegen westliche Traditionen. Vor einigen Tagen kursierte ein Kriegspropaganda-Video, in welchem der Weihnachtsmann am Himmel von der russischen Luftabwehr abgeschossen wird.

Das Video wurde zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt veröffentlicht: Im selben Zeitraum schoss die russische Luftabwehr mutmasslich auf ein aserbaidschanisches Passagierflugzeug, welches dadurch abstürzte. 38 Menschen kamen ums Leben.

Der Umgang Russlands mit dem groben Missgeschick sorgte für überraschend harsche Kritik von Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew am Kreml. Alijew warf den Russen Vertuschung und Lügen vor. (con)

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