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8000 Gebäude evakuiert: Serie von Bombendrohungen hält russische Behörden in Atem



FILE - In this Wednesday, Sept. 13, 2017 file photo, a police car is parked in front of the GUM, State Shop, at Red square in Moscow, Russia. Moscow is grappling with a slew of fake bomb calls that have prompted the evacuation of shopping malls, schools, railway stations and administrative buildings. The Tass news agency says there were over 100 anonymous bomb warnings in Moscow on Friday, Oct. 6, 2017. No explosives have been found.(AP Photo/Pavel Golovkin, File)

Bild: AP/AP

Eine Serie mysteriöser Bombendrohungen hält derzeit die Behörden der beiden grössten russischen Städte in Atem. Allein am Montag mussten dutzende Gerichte, Kindergärten, Einkaufszentren und Geburtskliniken in Moskau und Sankt Petersburg aufgrund der anonymen Drohungen evakuiert werden.

Das berichteten die russischen Nachrichtenagenturen. Nach ihren Angaben besteht offenbar ein Zusammenhang mit der Schliessung einer Handelsplattform für Kryptowährungen im Jahr 2017.

Der Nachrichtenagentur Interfax zufolge gehen derartige Drohungen seit November fast täglich bei Gerichten in den beiden Städten ein. Gedroht wurde demnach auch mit Bomben in der U-Bahn, Spitälern und Schulen. Allein in Moskau seien bislang insgesamt 8000 Gebäude evakuiert worden, davon betroffen seien 770'000 Menschen gewesen. Noch jedes Mal habe sich die Drohung aber als falscher Alarm erwiesen.

Begleitschreiben zu den anonymen Drohungen werfen dem russischen Geschäftsmann Konstantin Malofejew massiven Betrug mit der Kryptowährung Bitcoin im Wert von umgerechnet 885'000 Franken vor und fordern von ihm die Rückzahlung. Demnach soll er das Geld über die inzwischen eingestellte Plattform Wex gestohlen haben, einer Tochter der zuvor bereits von den US-Behörden wegen Geldwäscheverdachts geschlossenen Kryptowährung-Börse BTC-e.

Malofejew, der neben einem Investitionsfonds auch den konservativen christlich-orthodoxen Fernsehkanal Zargrad besitzt, steht als mutmasslicher Geldgeber der pro-russischen Separatisten in der Ostukraine auf den Sanktionslisten von EU und USA. Er weist jede Verbindung zu Wex von sich. Detaillierte Fragen im Rahmen eines Rechercheprojekts des russischsprachigen BBC-Programms liess er aber unbeantwortet. (aeg/sda/afp)

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