meist klar-2°
DE | FR
89
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
International
Russland

«Operation Arche Noah» – So soll Putins geheimer Fluchtplan aussehen

«Operation Arche Noah» – so soll Putins geheimer Fluchtplan aussehen

Wie und wann der Ukraine-Krieg endet, weiss niemand. Doch für den Fall einer Niederlage Russlands ist vorgesorgt: Ein anonymer Kreml-Vertrauter weiss von einem Geheimplan, der Putin ausser Landes bringen soll.
08.12.2022, 19:5508.12.2022, 21:48
Anna Aridzanjan
epa10354888 Russian President Vladimir Putin attends a ceremony to award Golden Star medals to Heroes of Russia in the St. George's Hall of the Grand Kremlin Palace in the Kremlin in Moscow, Russia, 0 ...
Hat einen Escape-Plan: Wladimir Putin.Bild: keystone

«Normalerweise verrate ich keine Insidergeschichten, aber heute mache ich eine Ausnahme. Erstens will ich sagen, dass ich der Quelle absolut vertraue. Und zweitens: Diese Information ist ganz schön pikant», erzählt Putins ehemaliger Redenschreiber und Politik-Experte Abbas Gallyamov auf seinem Telegram-Kanal. Gallyamov lebt seit 2018 in Israel im Exil.

Er gibt an, von seiner zuverlässigen Quelle, einem Kreml-Insider, von einem Notfall-Plan zu wissen. Dieser Plan solle in die Tat umgesetzt werden, falls Russland den Krieg gegen die Ukraine verliert. Die Geheimoperation werde bereits seit dem Frühjahr geplant und sehe vor, Putin und seine Elite im Ausland in Sicherheit zu bringen.

«Operation Arche Noah»

Inoffiziell soll die Operation «Noah's Ark» heissen, also «Arche Noah». Laut Gallyamov sind Argentinien oder Venezuela die Länder, in denen Putin im Falle einer Kriegsniederlage untertauchen soll. Zunächst sei auch China als mögliches Ziel in Frage gekommen.

«Wie der Name der Operation schon vermuten lässt, geht es darum, ein neues Land zu finden, wohin man gehen kann, wenn es komplett ungemütlich im eigenen Land wird», schreibt Gallyamov und führt weiter aus: «Die russische Führungsriege schliesst nicht aus, dass Putin den Krieg verlieren könnte, und damit auch die Macht. In diesem Fall müsste er unverzüglich evakuiert werden.»

Rosneft-Vize ist mutmasslicher Helfer

Gallyamovs Quelle habe ihm zudem verraten, wer für die Organisation des Fluchtplans zuständig sei: Juri Kurilin, Vizepräsident des russischen Mineralölkonzerns Rosneft. Er sei der richtige «Mann vor Ort», der alle nötigen Schritte arrangieren kann, um Wladimir Putin und seiner Entourage eine Flucht nach Südamerika zu ermöglichen.

Kurilin habe laut Gallyamov die amerikanische Staatsbürgerschaft und gute internationale Verbindungen. Er habe einen Abschluss der Hayward Universität in Kalifornien und sei unter anderem für den Energiekonzern BP in leitenden Positionen tätig gewesen.

«Welcher Plan ist gemeint?»

Gallyamov behauptet, dass der Rosneft-Vize bereits im Sommer offiziell von seinem Posten zurückgetreten sei, um sich im Verborgenen voll und ganz der «Operation Arche Noah» zu widmen. Das Nachrichtenmagazin Newsweek schreibt jedoch, dass Kurilin weiterhin offiziell seinen Rosneft-Posten innehat.

«Leider hat meine Quelle keine weiteren Details zu dieser Operation. Trotzdem reicht das, was wir wissen, um zu verstehen: Wenn sie [die russische Führung] sagen, dass alles nach Plan verläuft, muss man sich fragen, welcher Plan gemeint ist. Offensichtlich gibt es nämlich mehr als einen», beendet Gallyamov seine Telegram-Nachricht.

Dem Nachrichtenmagazin Newsweek gegenüber haben sich weder Rosneft noch das russische Aussenministerium zu diesen Behauptungen geäussert.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Ukraine veranstaltet «Militärparade» und trollt Putin

1 / 14
Ukraine veranstaltet «Militärparade» und trollt Putin
quelle: keystone / roman pilipey
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

«Wir wurden verarscht!» – Russische Rekruten bekommen versprochenes Geld nicht

Video: watson

Das könnte dich auch noch interessieren:

89 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Kaffeesüchtig
08.12.2022 20:27registriert November 2021
Da sieht man den Unterschied zwischen Selenski und Putin.
Ersterer verzichtet auf ein Taxi, als es ungemütlich wurde. Letzterer plant die Flucht schon im Voraus.
Einer von denen ist ein Staatsmann im Format von Churchill, der andere ein Krimineller im Format von Trump.
15810
Melden
Zum Kommentar
avatar
Pi ist genau Drei!
08.12.2022 20:25registriert Februar 2017
In anbetracht der vielen Tode, der Folterei und Vergewaltigungen der dieser Mann über die Ukraine gebracht hat hoffe ich, dass dieser Plan fehlschlägt und ihm ein ähnliches schicksal blüht wie vielen bereits vor ihm gescheiterten Diktatoren.
933
Melden
Zum Kommentar
avatar
mrmikech
08.12.2022 20:14registriert Juni 2016
«Die russische Führungsriege schliesst nicht aus, dass Putin den Krieg verlieren könnte, und damit auch die Macht. In diesem Fall müsste er unverzüglich evakuiert werden.»

Sagt viel über ein Land, und über sich und seine Kumpels aus, wenn man nach einem Machtwechsel fliehen muss... Was für ein Mafia-Land.
846
Melden
Zum Kommentar
89
Grossbritannien überlegt digitales Pfund einzuführen
Grossbritannien erwägt die Einführung eines digitalen Pfunds. Gemeinsam mit der Zentralbank würden derzeit entsprechende Pläne diskutiert, teilte das Finanzministerium in London in der Nacht zum Dienstag mit.

Ein digitales Pfund würde im Gegensatz zu volatilen Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether, die von Unternehmen hergestellt werden, von der Bank of England herausgegeben und könnte von Privatverbrauchern und Firmen für alltägliche Zahlungen sowohl im stationären Handel als auch online genutzt werden. Die Digitalwährung würde frühestens in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts eingeführt und solle Bargeld nicht ersetzen, sondern ergänzen.

Zur Story