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Erneut russischer Öltanker mit Problemen

Erneut russischer Öltanker mit Problemen – auf Sandbank aufgelaufen

09.02.2025, 20:5409.02.2025, 20:54
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FILE - An oil tanker is moored at the Sheskharis complex, part of Chernomortransneft JSC, a subsidiary of Transneft PJSC, in Novorossiysk, Russia, on Oct. 11, 2022. Prices for Russian oil have risen w ...
Die «Koala» ist bereits der dritte russische Tanker, der innerhalb zweier Monate mit Problemen zu kämpfen hat. (Symbolbild)Bild: keystone

Am Morgen ist in der Ostsee ein russischer Öltanker in Seenot geraten. Das Schiff mit dem Namen «Koala» habe 130'000 Tonnen Heizöl an Bord, berichtete der Telegramkanal «Baza». «Nach den Worten unserer Informanten gab es im Maschinenraum mehrere Explosionen, wonach sich das Schiff mit Wasser füllte», berichtete das den russischen Sicherheitsorganen nahestehende Medium.

Später bestätigte der Gouverneur des «Leningrader Gebiets» (Umland von St. Petersburg), Alexander Drosdenko, einen Unfall. Seinen Angaben nach wurde der Maschinenraum beim Anlassen der Motoren beschädigt. Der Unfall ereignete sich demnach im nahe dem westlich von St. Petersburg gelegenen Hafen Ust-Luga. Alle 24 Besatzungsmitglieder hätten sich an Land retten können, heisst es.

Während «Baza» berichtete, das Heck des Öltankers sei schliesslich auf eine Sandbank aufgelaufen, konnte der Tanker laut Drosdenko am Anleger festgemacht werden. Öl soll nicht ausgelaufen sein. Das Schiff läuft offiziell unter der Flagge des Karibikstaats Antigua und Barbuda. Es ist unklar, ob es auch zur russischen Schattenflotte gehört, mit der das Land sein Öl teilweise exportiert.

Die finnische Grenzschutzbehörde hatte Überwachungsflugzeuge ausgesandt, teilte aber am Abend mit, bislang seien im finnischen Meerbusen keine Ölverschmutzungen feststellt worden

Derweil ist auch im Fernen Osten Russlands ein Tanker in Seenot geraten. Dort sei ein chinesisches Schiff nahe der Insel Sachalin im Sturm auf Grund gelaufen, berichtete die Nachrichtenagentur Interfax. Der Tanker habe Kohle und Schweröl geladen. Die Behörden bereiten sich auf ein eventuelles Abpumpen vor.

Mitte Dezember waren im Schwarzen Meer gleich zwei russische Öltanker gesunken. Beide Schiffe hatten Tausende Tonnen Heizöl geladen, das zu einem beträchtlichen Teil ins Meer gelaufen ist. Die Umweltschäden werden nach Einschätzung von Ökologen noch jahrelang anhalten. (sda/dpa)

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22 Kommentare
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versy
10.02.2025 00:28registriert Januar 2017
Das Öl beschlagnahmen und für Europa verwenden, das Schiff je nach Zustand ebenfalls beschlagnahmen und abwracken oder einer Überholung zuweisen und an eine europäische Reederei verkaufen.
Wenn man so gegen jegliche Schiffe der Russen vorgehen würde, hätte er in und um Europa bald keine Tanker mehr zur Verfügung.
Das schöne an der Ostsee ist ja, dass all die Schiffe das Kattegat passieren müssen.
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