Wie der US-Sender CNN berichtet, wollte Russland Armin Papperger, Chef des deutschen Waffenherstellers Rheinmetall, ermorden lassen. Dies, weil das Unternehmen die Ukraine mit der Lieferung von Artilleriegeschossen und Militärfahrzeugen unterstützt. Dabei beruft sich CNN auf fünf amerikanische und westliche Insider, die mit dem Fall vertraut seien.
Wie es im Bericht weiter heisst, sollen die USA von den Plänen erfahren und Deutschland darüber informiert haben. Dadurch konnte der Anschlag vereitelt werden. Ein hochrangiger deutscher Regierungsbeamter soll CNN bestätigt haben, dass die deutsche Regierung von den USA vor dem Anschlag gewarnt worden sei.
Laut der deutschen «Bild»-Zeitung wird Papperger nun bereits seit Monaten bewacht. So soll vor der Rheinmetall-Zentrale in Düsseldorf täglich ein Streifenwagen mit mehreren Polizisten stehen, die sichtbar Maschinenpistolen tragen. Zudem soll der 61-Jährige offiziell Personenschutz haben. So wird er bei grösseren Veranstaltungen jeweils von der Polizei von Nordrhein-Westfalen bewacht.
Laut CNN soll Russland Anschläge gegen Ukraine-Unterstützer in ganz Europa geplant haben. Die Pläne zur Ermordung von Papperger sollen aber besonders ausgereift gewesen sein.
Auch beim NATO-Gipfel in Washington sorgte der Bericht für Aufruhr. «Russland führt einen hybriden Angriffskrieg», sagte die deutsche Aussenministerin Annalena Baerbock. «Wir als Europäer müssen uns bestmöglich schützen und dürfen nicht naiv sein.»
Reaktion von Außenministerin #Baerbock auf den Bericht, dass Russland ein Attentat auf #Rheinmetall-Chef #Papperger plante: „Russland führt einen hybriden Angriffskrieg. Wir als Europäer müssen uns bestmöglich schützen und dürfen nicht naiv sein.“ #Nato @tonline pic.twitter.com/p7d6Cx9Sxs
— Florian Harms (@FAHarms) July 11, 2024
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg äusserte sich ähnlich. Seinen Angaben zufolge versuchen russische Dienste mit einer Kampagne von feindlichen Handlungen, die NATO-Verbündeten von einer weiteren Unterstützung der Ukraine abzuhalten. Man habe aber in den vergangenen Monaten gesehen, dass sich Bündnismitglieder nicht einschüchtern liessen, sagte Stoltenberg.
Rheinmetall spielt im Ukraine-Krieg eine wichtige Rolle. Das deutsche Unternehmen rüstet die ukrainische Armee mit diversen Waffen aus – etwa «Leopard 1»-Kampfpanzer oder «Marder»-Schützenpanzer. In den kommenden Wochen will Rheinmetall zudem eine Fabrik für Panzerfahrzeuge in der Ukraine eröffnen. Dies soll Russland «zutiefst beunruhigen», so eine informierte Quelle gegenüber CNN.
(dab)