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Armin Papperger: Russland wollte den Rheinmetall-Chef ermorden lassen

Russland wollte Rheinmetall-Chef ermorden lassen – Anschlag vereitelt

12.07.2024, 11:2112.07.2024, 11:21

Wie der US-Sender CNN berichtet, wollte Russland Armin Papperger, Chef des deutschen Waffenherstellers Rheinmetall, ermorden lassen. Dies, weil das Unternehmen die Ukraine mit der Lieferung von Artilleriegeschossen und Militärfahrzeugen unterstützt. Dabei beruft sich CNN auf fünf amerikanische und westliche Insider, die mit dem Fall vertraut seien.

epa11147680 Chief Executive Officer (CEO) of German Rheinmetall AG Armin Papperger attends the ground-breaking ceremony of a new Rheinmetall ammunition plant in Unterluess, Germany, 12 February 2024.  ...
Armin Papperger, Chef des Rüstungskonzerns Rheinmetall, der zu grossen Ukraine-Unterstützern zählt. Bild: keystone

Wie es im Bericht weiter heisst, sollen die USA von den Plänen erfahren und Deutschland darüber informiert haben. Dadurch konnte der Anschlag vereitelt werden. Ein hochrangiger deutscher Regierungsbeamter soll CNN bestätigt haben, dass die deutsche Regierung von den USA vor dem Anschlag gewarnt worden sei.

Papperger von den Behörden geschützt

Laut der deutschen «Bild»-Zeitung wird Papperger nun bereits seit Monaten bewacht. So soll vor der Rheinmetall-Zentrale in Düsseldorf täglich ein Streifenwagen mit mehreren Polizisten stehen, die sichtbar Maschinenpistolen tragen. Zudem soll der 61-Jährige offiziell Personenschutz haben. So wird er bei grösseren Veranstaltungen jeweils von der Polizei von Nordrhein-Westfalen bewacht.

epa10676433 A German main battle tank Leopard drives around the factory site of Rheinmetall AG in Unterluess, Germany, 06 June 2023. Rheinmetall produces large-caliber weapons and ammunition for tanks ...
Ein Leopard-Panzer auf dem Rheinmetall-Firmengelände.Bild: keystone

Laut CNN soll Russland Anschläge gegen Ukraine-Unterstützer in ganz Europa geplant haben. Die Pläne zur Ermordung von Papperger sollen aber besonders ausgereift gewesen sein.

Das sagen Baerbock und Stoltenberg

Auch beim NATO-Gipfel in Washington sorgte der Bericht für Aufruhr. «Russland führt einen hybriden Angriffskrieg», sagte die deutsche Aussenministerin Annalena Baerbock. «Wir als Europäer müssen uns bestmöglich schützen und dürfen nicht naiv sein.»

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg äusserte sich ähnlich. Seinen Angaben zufolge versuchen russische Dienste mit einer Kampagne von feindlichen Handlungen, die NATO-Verbündeten von einer weiteren Unterstützung der Ukraine abzuhalten. Man habe aber in den vergangenen Monaten gesehen, dass sich Bündnismitglieder nicht einschüchtern liessen, sagte Stoltenberg.

Rheinmetall spielt im Ukraine-Krieg eine wichtige Rolle. Das deutsche Unternehmen rüstet die ukrainische Armee mit diversen Waffen aus – etwa «Leopard 1»-Kampfpanzer oder «Marder»-Schützenpanzer. In den kommenden Wochen will Rheinmetall zudem eine Fabrik für Panzerfahrzeuge in der Ukraine eröffnen. Dies soll Russland «zutiefst beunruhigen», so eine informierte Quelle gegenüber CNN.

(dab)

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