Drohne mit Sprengkopf in Finnland abgestürzt
Im Wald bei Iitti hat die finnische Polizei am Samstag eine abgestürzte Drohne samt nicht explodiertem Sprengkopf gefunden. Verletzt wurde niemand. Die Armee soll den Sprengkopf nun entschärfen.
Zur Herkunft des Flugobjekts und zum genauen Absturzdatum machten die Behörden keine Angaben. Die Polizei erklärte jedoch, das Gerät ähnle jenen Drohnen, die Ende März in Südostfinnland entdeckt worden seien.
Bedrohung an Nato-Aussengrenze
Ende März waren bereits drei Drohnen in Finnland abgestürzt – zwei davon wurden als ukrainisch identifiziert. Kiew entschuldigte sich und erklärte, die Drohnen seien vermutlich durch russische Störsender von ihren Flugrouten abgekommen. Finnland grenzt im Osten über etwa 1'340 Kilometer an Russland.
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sind mehrfach ukrainische Drohnen, die offenbar vom Kurs abgekommen waren, in die Lufträume der an Russland grenzenden baltischen Staaten eingedrungen.
Die Vorfälle beschäftigen regelmässig die dortigen Sicherheitsbehörden. Die Zwischenfälle unterstreichen jedoch vor allem, wie nah der Krieg an die Nato-Aussengrenze heranreicht. Insbesondere die baltischen Staaten warnen regelmässig vor der Bedrohung durch den Kreml.
Verwendete Quellen:
- Nachrichtenagentur AFP
- Eigene Recherche

