DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Uber-CEO Dara Khosrowshahi.
Uber-CEO Dara Khosrowshahi.
screenshot: youtube/axios

Uber-Chef setzt sich mit Aussage über Saudi-Arabien in die Nesseln

11.11.2019, 16:5411.11.2019, 17:54

Uber-CEO Dara Khosrowshahi ist wegen eines Interviews unter Beschuss geraten. Im Gespräch mit dem Portal Axios sagte Khosrowshahi, dass die Ermordung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi ein «gravierender Fehler» gewesen sei.

Nur um später anzufügen: «Wir haben auch Fehler gemacht mit den selbstfahrenden Autos. Doch wir haben uns von diesen Fehlern erholt. Menschen machen Fehler, das bedeutet nicht, dass ihnen nie vergeben werden kann.»

Der Journalist entgegnete, die CIA habe deutlich gemacht, dass es kein Fehler, sondern ein Auftragsmord gewesen sei. «Das ist doch etwas anderes, ihr habt doch nicht jemanden willentlich umgebracht.»

Khosrowshahi krebst zurück

Nach dem Interview krebste Khosrowshahi zurück. Er meinte gegenüber Axios: Ich habe etwas gesagt, das ich nicht glaube. «Was Jamal Khashoggi betrifft, so war sein Mord verwerflich und sollte nicht vergessen oder entschuldigt werden.»

Der Uber-CEO wurde im Interview über die anhaltenden geschäftlichen Beziehungen mit Saudi-Arabien ausgefragt. Der saudische Wohlstandsfonds ist der fünftgrösste Aktionär des Unternehmens. Der Chef des Fonds, Yasir Al-Rumayyan, ist Mitglied des Uber-Verwaltungsrates. Khosrowshahi lobte ihn im Interview als «sehr konstruktives Verwaltungsrats-Mitglied.»

Die Saudis seien einfach ein Aktionär, so Khosrowshahi. «Wir sind ein offenes Unternehmen. Jeder kann in unser Unternehmen investieren.»

Keine Teilnahme an Konferenz

Nach der Ermordung von Khashoggi im Jahr 2018 nahm Uber aus Protest nicht an der jährlichen Investoren-Konferenz in Saudi-Arabien teil. Am Persischen Golf löste dieser Schritt Empörung aus, es wurden Boykott-Rufe laut.

Auch dieses Jahr nahm Khosrowshahi nicht an der Investoren-Konferenz in Saudi-Arabien teil. Im Interview mit Axios meinte er jedoch, dass er eine Terminkollision gehabt habe. Denn zeitgleich zur Konferenz hätte eine Verwaltungsratssitzung stattgefunden.

Als Khosrowshahi gefragt wurde, ob er sonst gegangen wäre, wich er der Frage aus und antwortete: «Ich weiss es nicht.» (cma)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die Chronologie des Falls Khashoggi

1 / 14
Die Chronologie des Falls Khashoggi
quelle: ap/trt world
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Eine Automesse für Frauen in Saudi-Arabien

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Bemerkenswerte Aussage: Bush distanziert sich deutlich vom Trump-Mob

Die USA gedachten am Samstag den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Zur Trauerfeier an der heutigen Gedenkstätte in New York kamen neben Präsident Biden und First Lady Jill Biden auch zahlreiche Angehörige von Opfern sowie Überlebende. Auch die ehemaligen Präsidenten Barack Obama und Bill Clinton waren mit ihren Ehefrauen anwesend.

Die nationale Einheit sei die grösste Stärke der Vereinigten Staaten, hatte der US-Präsident anlässlich des Gedenkens bereits im Vorfeld per Videobotschaft …

Artikel lesen
Link zum Artikel