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FILE - In this Jan. 29, 2011 file photo, Saudi journalist Jamal Khashoggi speaks on his cellphone at the World Economic Forum in Davos, Switzerland. Khashoggi was a Saudi insider. He rubbed shoulders with the Saudi royal family and supported its efforts to nudge the entrenched ultraconservative clerics to accept reforms. He was a close aide to the kingdom’s former spy chief and was a leading voice in the country’s prominent dailies. In a dramatic twist of fate, Khashoggi disappeared on Tuesday, Oct. 2, 2018, after visiting his country’s consulate in Istanbul and may have been killed there. (AP Photo/Virginia Mayo, File)

Der verschwundene saudische Journalist Jamal Khashoggi am WEF in Davos 2011. Bild: AP/AP

Apple-Watch soll Ermordung von Khashoggi aufgezeichnet haben



Der verschwundene saudische Regierungskritiker Jamal Khashoggi soll seine Ermordung mit einer Apple-Computer-Uhr aufgezeichnet haben. Das berichtete die grosse türkische Zeitung «Sabah» am Samstag.

Demnach hatte der Journalist noch vor Betreten des saudi-arabischen Konsulats eine Aufnahmefunktion an seiner Apple Watch eingeschaltet. Sein Handy, das er seiner vor dem Konsulat wartenden Verlobten gegeben habe, sei mit der Uhr an seinem Handgelenk synchronisiert gewesen. So seien die Geräusche während seiner Exekution gespeichert worden.

Der türkische Geheimdienst MIT und die Polizei hätten die Daten, die in den iCloud-Speicher übertragen wurden, dann ausgewertet, berichtete «Sabah» weiter. iCloud ist ein Dienst von Apple, mit dem Daten gespeichert und mit mehreren Geräten synchronisiert werden können.

Saudi-Arabien bestreitet Mitschuld

«Die Momente, in denen sich das Attentäter-Team ... mit Khashoggi beschäftigt hat, wurden Minute für Minute aufgezeichnet», schreiben die Autoren. Die Täter hätten aber versucht, einige Daten zu löschen. «Sabah» beruft sich auf «vertrauenswürdige Quellen».

FILE - In this April 12, 2016 photograph, Turkish President Recep Tayyip Erdogan, right, and Saudi Arabia's King Salman embrace each other during a medal ceremony in Ankara, Turkey. The disappearance of journalist Jamal Khashoggi from the Saudi Consulate in Istanbul is just the latest crisis to strain relations between the kingdom and Turkey in the wake of the 2011 Arab Spring. (AP Photo/Burhan Ozbilici, File)

Der saudische König Salman und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. Bild: AP/AP

Saudi-Arabien hatte vor Erscheinen des Berichts jegliche Mitschuld am Verschwinden des Regimekritikers bestritten. Das Königreich sieht sich nach Angaben des Innenministeriums durch falsche Anschuldigungen in ein schlechtes Licht gerückt.

Khashoggi hatte am 2. Oktober das saudi-arabische Konsulat in Istanbul betreten, um Papiere für seine Hochzeit mit einer Türkin abzuholen. Seither wird er vermisst.

«Washington Post» berichtet von Videoaufnahmen der Tat

Türkische Regierungskreise streuen seit Tagen über Medien die These, dass Khashoggi im Konsulat ermordet worden sei. Sie geben zunehmend grausige Details preis. Als Folge tauchte immer öfter die Frage auf, wie die Ermittler zu ihren Erkenntnissen kamen und ob sie die diplomatische Vertretung womöglich mit Abhörgeräten ausspioniert hatten.

In einem Bericht der «Washington Post» hatte es unter Berufung auf die türkische Regierung in der Nacht auf Freitag noch geheissen, es gebe nicht nur Audio-, sondern auch Videoaufnahmen. Diese bewiesen, dass Khashoggi im Konsulat ermordet worden sei. (leo/sda/dpa)

Türkei verhaftet Journalisten

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    Alle Leser-Kommentare
  • beaetel 14.10.2018 01:11
    Highlight Highlight Was gibt es da zu schmunzeln. Ein Mensch wurde ermordet. Einfach nur makaber.
  • James McNew 14.10.2018 00:43
    Highlight Highlight Es ist schon frustrierend. Egal was war, die Saudis werden einfach alles abstreiten. Und weil wegen dieser „Kleinigkeit“ niemand einen Krieg beginnen will, kommt das Regime auch mit Morden im Ausland durch (wie die Russen, und jaja, die Amis auch, eigentlich alle, die das wollen). Wer genug dreist ist, hebelt so die Diplomatie locker aus, Hauptsache, der Handel läuft und es gibt, nach Möglichkeit, nicht grad Krieg. Leiden tut, wie immer, die einfache Bevölkerung, die in Ruhe ihr Leben leben will, oder gegen ihr Leid kämpft. Aber eben, was will man machen...?
  • schwuppdiwupp 13.10.2018 15:40
    Highlight Highlight da muss ich doch ein bizzeli schmunzeln...da kommt extra ein spezielles Killerkommando angereist, erledigt den ihnen erteilten Auftrag und bemerken erst nach der Tat,dass ihr Opfer eines dieser modernen Dinger am Handgelenk und sie kommen wohl auch sonst nicht auf die Idee, ihr Opfer (notabene ein Journalist) auf etwaige Abhörgeräte zu durchsuchen. Da sind ja die Plots von "Barbara Salesch" besser durchgedacht
    • drjayvargas 13.10.2018 18:17
      Highlight Highlight Es muss ja auch nur eine halbewgs plausible Möglichkeit kommuniziert/erfunden werden.
      Ich wusste gar nicht, dass die Verbindung zwischen Uhr und Handy so grausam stabil ist 😲
    • James McNew 14.10.2018 00:28
      Highlight Highlight Die 4. Generation der Apple-Uhren hat Mobilfunk-Verbindung. Die Synchronisation über iCloud, auf die man dann per Handy zugreift, ist also durchaus plausibel. (Was natürlich nicht heisst, dass deshalb alles stimmt, aber eben auch nicht, dass die Geschichte an sich schon falsch wäre.)
    • G.Oreb 14.10.2018 02:18
      Highlight Highlight @drjayvargas Der Datenstream muss auch wenn es sich um eine Uhr der früheren Generationen handelt nicht notwendigerweise stabil sein. Die Uhr hat einen Arbeisspeicher und kann die Daten auch verzögert senden. Die Uhr hätte also noch solange die Daten weitersenden können, bis die Leiche abtransportiert wurde und die Uhr den Kontakt zum iPhone verliert... Audiodateien sind zudem nicht mehr sehr Datenintensiv mit den heutigen Geschwindigkeiten und kompressionsverfahren, wobei ich nicht weiss ob die Apple Watch bereits komprimiert, oder ob das nur auf dem iPhone möglich ist.

In Säure aufgelöst und in Kanalisation geschüttet – das geschah mit Khashoggis Leiche

Die Leiche des saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi ist einem türkischen Medienbericht zufolge in Säure aufgelöst und in die Kanalisation geschüttet worden. Wie die regierungsnahe Zeitung «Sabah» am Samstag berichtete, wurden in Proben aus der Abwasserleitung der Residenz des saudiarabischen Konsuls in Istanbul Spuren von Säure gefunden.

Die türkischen Ermittler vermuteten daher, dass die verflüssigte Leiche über die Kanalisation entsorgt wurde.

Der Kritiker des saudiarabischen Kronprinzen …

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