International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Johann Strauss und die kleine Meerjungfrau mit Schutzmaske

Der österreichische Komponist Johann Strauss wurde von Wienern mit einer Schutzmaske ausgerüstet – bei der kleinen Meerjungfrau in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen haben wir bezüglich Corona-Look mit Photoshop nachgeholfen. Bild: watson/keystone/shutterstock

Sie sind uns mit Lockerungen einen Schritt voraus: So läuft's in Österreich und Dänemark

Die ersten Lockdown-Lockerungen in der Schweiz sind vollzogen. Österreich und Dänemark haben diesen Schritt schon länger hinter sich. Wie hat sich die Situation entwickelt? Und was können wir erwarten? Ein Vergleich.



Am Montag hat die Schweiz den allerersten Schritt in Richtung Normalität gemacht: Gartencenter, Blumenläden, Coiffeure und einige andere Geschäfte und Dienstleister öffneten ihre Türen.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Der Bundesrat konnte sich zu dieser Lockerung durchringen, weil die täglichen Neuinfektionen in den letzten Wochen deutlich abnahmen. Ob dieser Trend trotz der heutigen Lockerung bestehen bleibt, wird sich erst mit bis zu zwei Wochen Verzögerung zeigen. Und das ist auch der Grund, warum die zweite Etappe – die Öffnung der öffentlichen Schulen – erst Mitte Mai erfolgt. Würden die Fallzahlen nämlich entgegen der Erwartungen wieder ansteigen, könnte der Bundesrat die Notbremse ziehen.

Andere europäische Länder haben ihre Lockdowns schon vor zwei Wochen gelockert. Werfen wir einen Blick auf die beiden europäischen Vorzeigeländer Österreich und Dänemark. In Bezug auf die Fläche und vor allem auch auf die Einwohnerzahl sind sie vergleichbar mit unserer Situation in der Schweiz.

Bild

Bild: watson

Allerdings wurden beide Länder deutlich weniger stark heimgesucht vom Coronavirus – die Schweiz hat trotz ähnlicher Bevölkerungsgrösse rund doppelt so viele positiv Getestete wie Österreich, das allerdings auch sehr schnell reagiert und Lockdown-Massnahmen umgesetzt hat.

Bei den Toten ist der Unterschied noch deutlicher zu sehen: Die Schweiz hat mit über 1300 Toten eine klar höhere Sterblichkeit zu verzeichnen als die beiden Vergleichsländer.

Chronologie der Lockdowns

Vergleicht man die Chronologie der Corona-Verbreitung in den drei Ländern, sieht man deutliche Unterschiede. Dänemark hat fast eine Woche schneller reagiert, nämlich am 12. März. Und dies, obwohl der Lockdown in Dänemark vergleichsweise schwach war – dazu später mehr.

Österreich hat am 10. März bereits Einreisebeschränkungen verhängt, grössere Veranstaltungen verboten und Social-Distancing-Regeln eingeführt. Ab dem 16. März galten in Österreich zudem Quarantäne und Ausgangsbeschränkungen, zusätzlich wurden dann alle Geschäfte geschlossen.

In der Schweiz verhängte der Bundesrat am 17. März den Lockdown. Die Zahlen aller drei Länder bewegten sich zu dieser Zeit noch in einem ähnlichen Rahmen.

Nur schon eine Woche später verzeichnete die Schweiz deutlich mehr Neuinfizierte pro Tag. Es verwundert daher auch nicht, dass bei uns die Lockerungen erst zwei Wochen später folgen.

Neuinfizierte in den drei Ländern im Vergleich

Chronologie Lockdown Schweiz Österreich Dänemark

Bild: watson

Österreich

Seit Mitte März läuft unser östlicher Nachbar auf Minimalbetrieb. Kanzler Sebastian Kurz hat damals mit Ausnahme von Lebensmittelläden und Drogerien den gesamten Einzelhandel geschlossen. Auch die Gastronomie ist seither zu. Ähnlich wie in der Schweiz gibt's Versammlungsverbote für grössere Gruppen und es gelten Ausgangsbeschränkungen.

Seit dem 14. April will man das Land jetzt schrittweise wieder öffnen. Geschäfte mit einer Fläche von 400 oder weniger Quadratmetern sowie Bau- und Gartenmärkte wurden zunächst geöffnet – wenn auch mit Limitierungen, was die Anzahl Kunden angeht. Ausserdem herrscht eine Maskenpflicht.

epa08379983 The Johann Strauss Monument is adorned with a protective face mask, during the ongoing pandemic of the COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus, at the Stadtpark (City Park) in Vienna, Austria, 23 April 2020.  EPA/CHRISTIAN BRUNA

Ist das Kunst? Der Komponist Johann Strauss geht – als Statue in Wien – mit gutem Beispiel voraus. Bild: EPA

Und mit diesen Massnahmen scheinen die Österreicher Corona unter Kontrolle zu haben. Die Zahl der täglich Neuinfizierten sank seit der ersten Lockerung nochmals deutlich und bewegte sich in den letzten Tagen unter 100 Personen.

Über diesen Meilenstein zeigte sich Bundeskanzler Sebastian Kurz auch sehr stolz. In seiner Rede am Montag zum 75. Jahrestag der Gründung der Zweiten Republik betonte er, dass man dankbar sein sollte für die aktuelle Situation – man vergleiche nur die Entwicklungen in Italien oder Spanien. Er machte Österreich Mut für die kommenden Schritte, mahnte allerdings auch: «Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass von heute auf morgen alles so sein wird, wie es mal war.»

«Der Wiederaufbau hat gerade erst begonnen.»

Sebastian Kurz über die Coronakrise in Österreich

Aber Österreich macht weiter vorwärts. Ab Freitag hebt das Land seine Ausgangsbeschränkungen auf. Nach fast sieben Wochen sei lediglich ein Mindestabstand von einem Meter zu anderen Menschen einzuhalten. Anfang Mai dürfen laut Exit-Fahrplan alle Geschäfte sowie viele Dienstleister wie Friseure wieder öffnen. Lokale und Restaurants sollen Mitte Mai folgen. Unklar ist noch, wann der für Österreich so wichtige Tourismus wieder beginnen kann. Grossveranstaltungen sind bis Ende August abgesagt.

Dänemark

Auch Dänemarks Regierung scheint vieles richtig zu machen: Es verzeichnete bisher «nur» rund 400 Tote im Zusammenhang mit COVID-19. Und das, obwohl die dänische Regierung einen vergleichsweise laschen Lockdown verhängte. Viele Geschäfte blieben geöffnet, von der Schliessung betroffen waren beispielsweise Gastronomie, Fitnesscenter und Coiffeure. Anders als in der Schweiz wurde den Dänen auch nicht explizit empfohlen, zu Hause zu bleiben.

Doch den Peak hatte Dänemark Mitte April hinter sich und Premierministerin Mette Frederiksen wollte die dänische Wirtschaft demnach auch «nicht länger ausbremsen als nötig».

Seit knapp zwei Wochen sind also beispielsweise die Schulen für Kinder bis zu 11 Jahren wieder geöffnet, damit deren Eltern sich auf ihre Arbeit konzentrieren können. Der Unterricht findet nach Möglichkeit draussen statt und der Abstand soll so konsequent wie möglich eingehalten werden.

Rebekka Hjorth holds an outdoor music lesson at the Korshoejskolen in Randers, Denmark, Wednesday, April 15, 2020. Denmark is beginning to relax its strict coronavirus lockdown measures by allowing some classes to return nationwide Wednesday to school. (Bo Amstrup/Ritzau Scanpix via AP)

Alles, was möglich ist, wird in Dänemark draussen unterrichtet: so auch diese Musik-Lektion. Bild: AP

Obwohl inzwischen viele Experten der Meinung sind, dass Kinder keine Vektoren sind und das Coronavirus kaum an andere Personen weitergeben, ist die Schulöffnung nicht überall gut angekommen. Dänische Eltern organisieren sich in einer Facebook-Gruppe mit dem Namen «Mein Kind soll kein Versuchskaninchen für COVID-19 sein», sie hat inzwischen über 40'000 Mitglieder.

Der Grossteil der Bevölkerung scheint aber hinter dem Entscheid der Regierung zu stehen und die Empfehlungen weiterhin zu befolgen. Die Zahl der Neuinfizierten blieb seit der ersten Lockerung vor zwei Wochen einigermassen stabil. Mit der tiefen Kurve von Österreich können die Dänen nicht mithalten – aber mit um die 200 Neuinfizierten pro Tag bewegen sie sich etwa im Rahmen der Schweizer Zahlen.

Die nächste Lockerungs-Etappe in Dänemark ist für den 10. Mai angedacht. Restaurants und Cafés sollen wieder aufgehen und Menschenansammlungen mit über 10 Personen sollen wieder erlaubt sein. Grossveranstaltungen bleiben bis August verboten.

Datenquelle

Die Fallzahlen stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Schau mal: Dänemark hat die coolsten Spielplätze der Welt

So freuen sich die ersten Kunden der Gartencenter

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

87
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
87Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Jeremias_ZH 28.04.2020 20:30
    Highlight Highlight Diese Vergleiche sind schräg. Man kann Dänemark und Österreich nicht mit der Schweiz vergleichen. DK ist ca. gleich gross wie die CH, hat aber viel weniger Einwohner auf viel mehr besiedelbaren Land. In der CH ist rund ein Viertel nicht besiedelbar wegen Bergen, Seen etc. Die Fläche der CH, auf der die Menschen leben können, ist viel kleiner, enger als in DK und A. Österreich ist flächenmässig grösser, mit ca. gleicher Zahl Einwohner wie die Schweiz. Also bitte Äpfel nicht mit Birnen vergleichen. Die Schweiz ist viel dichter besiedelt (alles strömt ja in unser Land). Sie macht vieles richtig.
  • arty the pug 28.04.2020 18:52
    Highlight Highlight Schönes Diagram. Liegt sicher an unterschiedlichen Erhebungsmethoden 🙃
  • jazzie 28.04.2020 18:11
    Highlight Highlight watson, ständig sehe ich die spendenaufforderung. warum nicht per twint? wenn man auf dem smartphone watson liest, wäre das sooooo viel einfacher als kreditkarte! und apple pay will nicht jeder machen.... ich ämel nicht! sorry, hat nichts mit dem thema zu tun.
  • SeineEminenz 28.04.2020 16:53
    Highlight Highlight Fun Fact wir sind den Italienern und Franzosen diesbezüglich auch vorraus!
  • Flavio O. 28.04.2020 16:51
    Highlight Highlight Grünen-Politiker aus D:

    "Ich sage es mal ganz brutal: Wir retten in D möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären aufgrund ihres Alters und ihrer Vorerkrankungen. Die wirtschaftlichen Konsequenzen sind dagegen dramatischer und könnten das Leben armutsbedrohter Kinder kosten. Ein Shutdown ist eine Medizin mit bitteren Nebenwirkungen."

    Ich stimme den Grünen diesbezüglich für einmal 100% zu.
    • Varanasi 28.04.2020 17:23
      Highlight Highlight Das hat Boris Palmer gesagt und ja er bei den Grünen (mal gucken wie lange noch). Diese Aussage ist absolut zynisch.
      Er ist übrigens schon öfters mit populistischen und rassistischen Sprüchen aufgefallen.
      In Gross Britannien haben sie in einer Studie herausgefunden, dass dort den Menschen im Durchschnitt 10 Jahre Leben gestohlen wird. Es sterben auch viele unter 60, vor allem Ärzte und Pfleger.
      Ich habe im Bekanntenkreis einen Mann Mitte 60 und einen mit 59, die an Corona gestorben sind.
      Solche Aussagen machen mich sehr wütend.
    • Mutzli 28.04.2020 17:46
      Highlight Highlight @Flavio O.

      Mal abgesehen davon, dass bei weitem nicht nur alte, schwerkranke Menschen an Covid-19 sterben (von Langzeitfolgen wie Lungenschwäche auch bei vielen Jungen ganz zu schweigen): Sollen wir in dem Fall dann gleich konsequenterweise ein Maximalalter einführen?

      "Sorry Grosi, aber jetzt heissts hops gehen, sonst kostest du viel zu viel. Möge dein Opfer die geheilligte Wirtschaft gnädig stimmen und uns eine reiche Dividendenernte bescheren!"

      Und was gegen Überlastung Spitäler tun? Türen zuschweissen?
      Kann keine Intensivfälle ohne Intensivstation geben.../i
    • Garp 28.04.2020 18:23
      Highlight Highlight Wenn Menschen sozial nicht mehr abgesichert sind, ist das nicht die Schuld von Corona.
      Kinder gegen Alte auszuspielen ist unterste Schublade!
    Weitere Antworten anzeigen
  • landre 28.04.2020 15:06
    Highlight Highlight In der Zeitskala mögen so manche Entitäten "uns" einen gar mehrere Schritte voraus zu sein.
    (Mit "Corona"-Zahlen und/ oder Statistiken, Massnahmen usw jonglierend hin oder her...)

    Offensichtlich rational festzustellen ist dass die Schweiz keinen schlechten oder minderwertigen Job leistet.

    Sars-CoV-2 Virus/ Covid-19 Krankheit sind ein neuer Lernprozess historischen Ausmassens für alle und alles.

    Dies bezüglich ist dieser Artikel hier oben wirklich interessant.
  • Locutus70 28.04.2020 14:04
    Highlight Highlight Solche Vergleiche bringen wenig. Es wird da immer pauschal von Lockdown bzw. dessen Lockerung geschrieben - das ist aber doch in den Ländern sehr unterschiedlich.

    Und ein ganz wichtiger Faktor, der aktuell aus der Diskussion komplett verschwunden ist: Das Hygieneregime bzw. der Zustand im Bereich Pflege (gerade in Alten- und Pflegeheimen).

    Im Tessin kommen 50 % der Todesfälle aus Alten- und Pflegeheimen - da wird es noch unangenehme Fragen zu klären geben.
    • Vecchia 28.04.2020 14:31
      Highlight Highlight "Im Tessin kommen 50 % der Todesfälle aus Alten- und Pflegeheimen - da wird es noch unangenehme Fragen zu klären geben."

      ?
      Der Tessin grenzt an Norditalien. Die norditalienische Textilindustrie ist voll von chinesischen Firmen, die u.a. auch Billigstarbeitskräfte aus China nach Italien importieren.

      Aber klar, in wirtschaftlichen Belangen gibt es keine unangenehmen Fragen zu klären...

      Korrekterweise könnte man die Zahlen zu chinesischen Firmen und Tourismus unter den Ländern vergleichen. Das ist kein Vorwurf an China, aber der Virus ist mitgereist, bevor er bekannt wurde.
    • Locutus70 28.04.2020 15:12
      Highlight Highlight @Vecchia - Das was du schreibst mag alles richtig sein, ändert aber nix an der katastrophalen Lage der Alten- und Pflegeheime in Bezug auf Personalmangel und Hygieneregime. Übrigens nicht erst seit Covid19 - das ist hier "nur" eine Art Brandbeschleuniger.
    • Zat 28.04.2020 15:43
      Highlight Highlight Locutus, das mit den "50% der Toten stammen aus den Alter- und Pflegeheimen" war doch im Kanton Zürich, nicht Tessin? Oder evt in beiden Kantonen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hakuna!Matata 28.04.2020 13:33
    Highlight Highlight Es braucht im Anschluss an die Pandemie eine schonungslose Untersuchung, warum die Schweizer Führung so langsam und spät entschieden hat. Sei es bezüglich Grenzschliessungen, Lockdown, etc. Und das obwohl wir der am härtesten betroffenen Region sehr nahe waren. Ich kann mich erinnern dass das Tessin nur so um Grenzschliessungen und Lockdown gefleht hat, die Führung allerdings meinte dies sei nicht nötig. Dieses Zögern hat Menschenleben gekostet und gehört untersucht. Was nicht heisst jemand trägt Schuld. Es kann sein dass aufgrund der vorliegenden Daten alles richtig entschieden wurde.
    • michiOW 28.04.2020 17:44
      Highlight Highlight Nach dem Krieg ist jeder Soldat ein General.
    • Burkis 28.04.2020 20:04
      Highlight Highlight Letzten Sonntag auf SRF eine Dok über den Krisenstab im Kanton Graubünden. Wären die Grenzen geschlossen worden, hätten den Spitälern und Pflegeheimen bis zu 50% des Personals gefehlt. Putzfrau, Pfleger, Ärzte, usw. Zudem hatte die Grenzwache viel zu wenig Personal um alle Übergänge zu bewachen. Der Einsatz des Militärs musste zuerst bewilligt, koordiniert und geschult werden.
    • Hakuna!Matata 29.04.2020 01:23
      Highlight Highlight Ich sage ja nicht eine komplette Grenzschliessung. Wie du sagst sind bestimmte Arbeitnehmer systemkritisch. Zudem muss man Schweizer weiterhin einreisen lassen. Dies aber alles mit einem Konzept. Z.B. Testing, Fieber messen, zwingende Quarantäne für Touristen (so wie es Australien mit Heimkehrern gemacht hat)

      Man hat aber einfach gar nichts gemacht.

      Das kann richtig gewesen sein. Es kann ein Fehler gewesen sein. Deshalb muss man es zwingend analysieren um allfällige Fehler in Zukunft zu vermeiden. Man muss daraus lernen, die nächste Pandemie kommt bestimmt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ostpol76 28.04.2020 13:02
    Highlight Highlight Wäre schön wenn wir dem Beispiel von Österreich folgen würden und den Zirkus endlich beenden.
    • Varanasi 28.04.2020 13:16
      Highlight Highlight Welchen Zirkus?
      Österreich hatte sogar strengere Massnahmen als wir, ganze Gebiete abgeriegelt.
      Also welchen Zirkus meinst du?
    • SeboZh 28.04.2020 13:29
      Highlight Highlight Und sie haben früher Massnahmen ergriffen...
    • Varanasi 28.04.2020 14:16
      Highlight Highlight @Sebo
      Ja, aber erst nachdem sie in Ischgl geschlafen und für viele Infizierte in ganz Europa gesorgt haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Goldjunge Krater 28.04.2020 13:00
    Highlight Highlight Wir müssen nur auf uns schauen, Vergleiche sind sehr schwierig.

    Da offensichtlich das Virus in der Schweiz fast weg ist, sollte der Bundesrat die Lockerungen massiv beschleunigen! Alles andere ist Raub an der Steuerzahlern!
    • Militia 28.04.2020 13:16
      Highlight Highlight Da du von der Sache offensichtlich so wenig verstehst wie ich, sollten wir solche Abwägungen den Leuten mit dem nötigen Wissen und Zahlen überlassen.
    • Lukaz84 28.04.2020 13:20
      Highlight Highlight "Ich bin ja schon fast an Land, dann kann ich ja aufhören zu schwimmen."
    • Firefly 28.04.2020 13:27
      Highlight Highlight Nein
      Ja
      Kommt drauf an
    Weitere Antworten anzeigen
  • DrDeath 28.04.2020 12:50
    Highlight Highlight Ich glaube kaum, dass der BR es wagen könnte, bei der Lockerung rechtzeitig zurück zu rudern. Nein, dieser Dschinn ist aus der Lampe, und die Stalltür wird erst wieder zu gemacht, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist... Hoffen wir dass es gut geht!
    • Zat 28.04.2020 15:47
      Highlight Highlight Du sprichst in so plastischen Bildern, dass man gar nicht mehr versteht, in welche Richtung Deine Meinung geht. Kannst Du ein wenig konkreter werden?
  • Kloddz 28.04.2020 12:37
    Highlight Highlight Wie wäre es, wenn man in den Kurven anstatt dieser grösstenteils zufallsbedingten Sprünge in den Einzeltageszahlen (1'200 Fälle an einem Tag, dann 600, dann wieder 1'100 etc.) einen gleitenden Mittelwert über z.B. 3 oder 5 Tage darstellen würde?

    Dadurch würden die Kurven nicht nur schöner aussehen, sondern auch aussagekräftiger werden.
  • Baumi72 28.04.2020 12:36
    Highlight Highlight Gute Grundidee für diesen Beitrag.

    Leider bringt er nichts weil die erhobenen Zahlen extreme unklarheiten beinhalten.

    1.
    Jedes Land testet unterschiedlich häufig (wer mehr testet findet auch mehr positive Fälle).

    2.
    Jedes Land stuft die Todesfälle anders ein. Wann ist ein Sterbefall AM und wann MIT dem Virus gestorben.

    Diese Zahlen zu vergleichen bringt uns somit nicht weiter.

    • Hakuna!Matata 28.04.2020 14:07
      Highlight Highlight Die Test-Raten dieser drei Länder ist sehr sehr ähnlich. Das ist also kein Argument.

      Die Einstufung der Todesfälle natürlich schon, da hast du Recht.
  • P. Meier 28.04.2020 12:36
    Highlight Highlight Ich hätte gerne mal den Vergleich mit allen Massnahmen. Die Teilnahmebeschränkung an Anlässen gehört da auch dazu. Ebenso muss die Art der Massnahme genau erklärt sein. Unseren "Lockdown" mit anderen Ländern gleich zu setzen, ist falsch. In der Schweiz durfte man immer und ohne Bewilligungen das Haus verlassen!
    • COVID-19 ist Evolution 28.04.2020 13:47
      Highlight Highlight Es gibt eine aktuelle Studie zur Effektivität der verschiedenen Massnahmen in den einzelnen Ländern.

      Schulschliessungen und Lockdown stehen ganz hinten an.

      https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.04.16.20062141v2
    • P. Meier 28.04.2020 14:15
      Highlight Highlight @Covid-19; sicher interessanter Link. Nur wünschte ich mir das so aufbereitet, dass es auch ohne Studium verständluch ist. Bei den Ländervergleichen werden meistens die "richtigen" Zahlen genommen, was dann auch die "richtige" Geafik zum Text ergibt. Als die Basler Fasnacht abgesagt wurde, feierten viele Deutschland, die nicht so panisch reagierten und Karneval noch durchführten. Das Gleiche beim Fussball, da war Spanien "vernünftiger" als unser "unwissender" BR.
  • Markus97 28.04.2020 12:23
    Highlight Highlight Was ist eigentlich daraus geworden? :

    Benutzer Bild
    • Bee89 28.04.2020 13:14
      Highlight Highlight Was soll damit sein? Also ich bin froh, dass sich das nicht bewahrheitet hat!
      Aber hätten wir keine Massnahmen übernommen, wäre es definitiv dazu gekommen. Die Intensivstationen waren auch so am Anschlag, das kannst du überall nachlesen.
    • Markus97 28.04.2020 13:33
      Highlight Highlight Die Aussage des Artikels war, dass man WEISS das es auf jeden Fall innerhalb von neun Tagen passieren soll. Auch mit Massnahmen. Die genannte Prognosse war aber völlig falsch. Einem Politiker würde man eine dermassen falsche Einschätzung vorhalten, aber Watson veröffentlicht momentan ständig Kommentare und "Analysen" von Leuten die keinen blassen haben. Ich sage nicht, man soll keine Massnahmen haben, aber sich bitte ein wenig zurückhalten mit Kritik am Bundesrat. Ganz besonders unter anbetracht dessen, das man in den letzten Wochen so dermassen viele falsche Prognosen veröffentlicht hat.
    • Markus97 28.04.2020 13:42
      Highlight Highlight Und übrigens Nein, die Intensivstationen waren definitiv nicht am Anschlag:

      https://www.google.com/amp/s/www.nzz.ch/amp/schweiz/coronavirus-wenig-patienten-auf-schweizer-intensivstationen-ld.1551758
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 28.04.2020 12:08
    Highlight Highlight Die Länder sind schwer zu vergleichen, weil es verschiedene Teststrategien und Zählweisen bei den Todesfällen gibt.

    Zudem kann man auch die Massnahmen nicht einfach auf den Zeitpunkt des Lockdowns reduzieren. Die Schweiz hatte bereits zwei Wochen zuvor ein Veranstaltungsverbot.

    Ebenso ist es falsch anzunehmen, dass der 11. Mai für weitere Öffnungen gewählt wurde, um die Auswirkungen der aktuellen Lockerungen abzuwarten. Dazu ist die Zeitspannen zu kurz.

    Der Abstand wurde gewählt um zu sehen, ob die Leute diszipliniert bleiben und um Zeit für die Ausarbeitung der Massnahmen zu geben.
  • Sarkasmusdetektor 28.04.2020 11:58
    Highlight Highlight "Einen Schritt voraus" ist in diesem Zusammenhang kein Vorteil. In unbekanntem Gelände lasse ich gern andere vorausgehen.
    • murrayB 28.04.2020 12:39
      Highlight Highlight Mit ihrer Einstellung wären wir immer noch bei der Frage, ob es einen Lockdown benötigt...

      Denn nach wie vor sind fast alle Fragen zum Virus noch offen... Beispiel wie es sich verbreitet, wer Träger sein kann, wer welche und ob überhaupt Symptome hat, usw.

      Ein völlig unbekanntes Gelände...
    • Zat 28.04.2020 17:06
      Highlight Highlight Nein, falscher Umkehrschluss. In unbekanntem Gelände wäre er früher stehengeblieben.
  • Fairness 28.04.2020 11:46
    Highlight Highlight Die jeweilige Anzahl Tests wäre interessant zu wissen.
    • lilie 28.04.2020 13:03
      Highlight Highlight @Fairness: Ich höre das immer wieder, dass die Anzahl Tests relevant seien.

      Wichtiger ist jedoch die Teststratefie. In Ghana etwa wurden bereits 60'000 Tests gemacht - eine beachtliche Zahl für ein westafrikanisches Land mit auch nicht mehr als 20 Millionen EW.

      Davon sind aber nur 1.6% positiv. Diese Probability Rate ist bei uns in der Schweiz bei 15%!

      Das bedeutet, es kommt nicht drauf an, wieviel man testet, sondern wie gezielt.

      Einfach mal einen Haufen Tests durchführen gibt nicht mehr Positivergebnisse.
  • Gorgol 28.04.2020 11:37
    Highlight Highlight Habe ein wenig Mühe mit den Vergleichen die immer wieder angestellt werden. Einerseits teilt sich die Schweiz Grenzen mit anderen stark betroffenen Ländern. Andererseits wird selten aufgegriffen wie häufig in einem Land getestet wurde. Und zu guter letzt, haben wir eine höhere Bevölkerungsdichte und bewegen uns ziemlich häufig mit ÖV.
    • adi37 28.04.2020 15:45
      Highlight Highlight Gorgol: Die Dichte sagt etwas über die masslose Zuwanderung in den letzten 10 Jahren aus. Auch Viren kommunizieren intensiver, wenn sich viele Menschen näher sind. Das ist eine Tatsache!
  • IMaki 28.04.2020 11:30
    Highlight Highlight Was man als entscheidendes Indiz vergleichen sollte, ist die Reproduktionszahl. In Oesterreich liegt sie derzeit bei 0,6 oder sogar noch tiefer. In der Schweiz? Immerhin sind die neuen veröffentlichten Statistiken der Schweiz, wie auf Watson präsentiert, wesentlich nützlicher als das bisherige Zusammenzählen ohne jeden Bezug zu Testzahlen usw.
  • Garp 28.04.2020 11:26
    Highlight Highlight Nein, sie sind nicht vergleichbar. Man bräuchte einen Vergleich mit Einwohnerzahlen in bezug auf bewohnbare Fläche und die Bevölkerungsdichte, dieser Flächen. Dänemark hat zudem nur eine Landgrenze zu Deutschland.
    • CalibriLight 28.04.2020 12:30
      Highlight Highlight Nein, das sind wirklich keine vergleichbaren Werte. Nur schon was die Fläche vs Einwohnerzahl angeht.

      Dänemark vs CH: ca. doppelt so viel besiedelbare Fläche, weniger Einwohner.
      Oesterreich vs CH: ca. doppelt so viel totale Fläche.
    • Dadaist 28.04.2020 17:11
      Highlight Highlight Dänemark hat rein theoretisch nur eine Landgrenze nach Deutschland, aber in normalen Zeiten einen regen Austausch vor allem mit Schweden komme aus Skåne Lan und wir gingen sicher 10x pro Jahr nach Dänemark. Ob das einen Einfluss auf die Fallzahlen in den jeweiligen Ländern hat weiss ich nicht.
  • Lotta_80 28.04.2020 11:18
    Highlight Highlight Darum wirds wohl nix mit Urlaub in Österreich....weil die CH hinterher hinkt. Ich würde verstehen, wenn Leute aus DE etc in Österreich Ferien machen können, bei den CH wird Österreich wohl abwinken. Bei uns geht alles einfach zu zögerlich...egal ob bei Prozess Lockdown oder Öffnung. Schade schade
    • evalina 28.04.2020 12:01
      Highlight Highlight Ja, und mein Mann muss weiterhin schrecklich Heimweh haben - wir waren seit fast einem Jahr nicht mehr in seiner Heimat Österreich, üblicherweise drei- bis fünfmal pro Jahr. Nun heisst es halt einfach weiter Geduld haben.
    • Lotta_80 28.04.2020 17:13
      Highlight Highlight All die Blitzer werden sich dann so oder so selber nerven oder die reiseanbieter mit kritik überhäufen
  • koalabear 28.04.2020 11:16
    Highlight Highlight Eine Frage: wie sieht es aus mit der Anzahl durchgeführter Tests pro Million Einwohner? Gibt es da genaue Zahlen?
    • Rainbow Pony 28.04.2020 11:51
      Highlight Highlight Vermutlich würden die Zahlen in Bezug auf die Tests exakt korrelieren.
    • Dave1974 28.04.2020 12:53
      Highlight Highlight Schweiz: 256 500
      Österreich: 239.578
      Dänemark: 166,846

      Alle Stand heute Morgen. Leider ist nicht ganz genau ersichtlich, ob in Österreich und in Dänemark auch die Antikörpertests dazugenommen wurden, denn beide haben damit schon gearbeitet.
    • Hakuna!Matata 28.04.2020 13:33
      Highlight Highlight Sind vergleichbar in diesen drei Ländern, zwischen 26'000-29'000 pro 1M Einwohner. Quelle: https://www.worldometers.info/coronavirus/
    Weitere Antworten anzeigen
  • gondwana 28.04.2020 11:11
    Highlight Highlight diese ewigen Vergleiche welches Land wann wie schnell und wie konsequent den Lockdown beendet ist ein bisschen gaga.
    Nur weil die Ösis es so machen heist das noch lange nicht dass es auch gut ist. Das ist kein Skirennen, und in jedem Land sind die Voraussetzungen unterschiedlich. Lasst euch von den grossen Ohren von Kanzler Kurz doch nicht so beeindrucken um Gottes Willen.
    • murrayB 28.04.2020 12:34
      Highlight Highlight Nur wie wir es in der Schweiz so gemacht haben, heisst es noch lange nicht, dass es auch gut ist.

      Lasst euch von nicht so beeindrucken vom Bundesrat.

      Es ist bei allen Länder noch zu früh, die Vollkostenrechnung zu machen - Wirtschaftlicher Impact und Neuverschuldung, Anstieg Arbeitslosigkeit muss auch mitberücksichtigt werden...
    • Varanasi 28.04.2020 13:20
      Highlight Highlight Murray
      Nur interessehalber:
      Wie hättest du es denn gemacht?
  • Hillman 28.04.2020 11:08
    Highlight Highlight Ich glaube die Zahl "Tote pro Million Einwohner" ist für alle Länder falsch berechnet. Ausserdem ist die Frage ob diese Zahl überhaupt interessant ist. Vielmehr würde man doch wissen wollen wie viele Tote es gibt pro Tausend Infizierten....
    • Hillman 28.04.2020 11:15
      Highlight Highlight Edit: Wurde jetzt offensichtlich korrigiert. Die Frage nach der Sinnhaftigkeit bleibt. Zumal die Zahlen aufgrund unterschiedlicher Anzahl tests sowieoso nicht vergleichbar sind.
    • Cpt. Jeppesen 28.04.2020 11:28
      Highlight Highlight Einfach die wirklichen Zahlen der Gestorbenen gegen die erwarteten Zahlen stellen, unabhängig vom Todesgrund, dann hast du die Info die du brauchst:
      https://www.economist.com/graphic-detail/2020/04/16/tracking-covid-19-excess-deaths-across-countries
      Benutzer Bild
    • bernd 28.04.2020 11:28
      Highlight Highlight Genau wegen der unterschiedlichen Anzahl Tests wird ja die Anzahl von Toten ins Verhältnis zur Bevölkerung gesetzt und nicht zu den positiv getesteten. Bei den Toten wird davon ausgegangen, dass die Zahlen deutlich genauer sind als bei der Anzahl der Infizierten, wo die Dunkelziffer enorm sein muss. Die Toten im Verhältnis zu den Infizierten würde in der Praxis ja Tote im Verhältnis zu positiv getesteten bedeuten und diese Zahl wäre wirklich überhaupt nicht vergleichbar aufgrund unterschiedlicher Teststrategien.
    Weitere Antworten anzeigen
  • hotsock 28.04.2020 11:05
    Highlight Highlight und wir warten mit der Lockerung bis gewisse Schweizer einen Grund angeben weshalb sie in Österreich Ferien machen.
  • murrayB 28.04.2020 11:04
    Highlight Highlight Bitte auch den wirtschaftlichen Schaden und die Neuverschuldung erwähnen (Stand heute).

    Schlussrechnung folgt noch...

Ein Intensivmediziner zieht Bilanz: «Eine Patientin ist schon seit 77 Tagen bei uns»

Peter Steiger, stellvertretender Institutsdirektor Intensivmedizin am Unispital Zürich, hat noch keine Monate wie die letzten beiden erlebt.

«Wir sahen die Welle kommen von China via Italien. In die Intensivstationen im Tessin, im Welschland und auch besonders Zürich kamen immer mehr Covid-­19-Patienten. Wir fürchteten die Überlastung.

Am Unispital Zürich schufen wir zwei separate Corona-Intensiv­stationen. Wir konnten schliesslich genug Beatmungsgeräte beschaffen, aber der Knackpunkt blieb gut ­geschultes Personal. Wir waren erleichtert, als das Operationsprogramm eingeschränkt wurde, sodass wir weniger Patienten als sonst auf …

Artikel lesen
Link zum Artikel