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Polizei führt Hausdurchsuchungen bei der Jungen Tat durch

Ein Demonstrant traegt ein Halstuch der rechtsextremen Gruppierung "Junge Tat", an einer Kundgebung gegen die Massnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus, am Samstag, 22. Januar 2022, in  ...
Demonstrant mit einem Halstuch der «Jungen Tat».Bild: keystone

Polizei führt Hausdurchsuchungen bei der Jungen Tat durch

01.09.2023, 11:35
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Nach einem Vorfall in Bayern hat die Polizei Hausdurchsuchungen bei Schweizer Rechtsextremisten durchgeführt. Die Junge Tat machte dies auf Telegram selber bekannt. Die bayrische Polizei schrieb von einer Aktion gegen «identitäre Bewegungen»

Die Durchsuchungen fanden am Donnerstagmorgen in den Kantonen Zürich, Thurgau und Bern statt, wie die Staatsanwaltschaft Ingolstadt gegenüber Keystone-SDA bestätigte. Weiter gab es Razzien in den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern. Angaben zum Hintergrund der Beschuldigten macht die Staatsanwaltschaft nicht.

Grund für die Polizeiaktion ist ein Vorfall vor einer Asylunterkunft im bayrischen Peutenhausen. Laut einer Mitteilung der Polizei hätten sechs vermummte Personen ein Transparent ausgerollt und Rauchfackeln gezündet. Der Vorfall ereignete sich bereits im Februar 2023.

Vorwurf Volksverhetzung

Sieben Tatverdächtige und einen Zeugen hat die Polizei nun identifiziert, sieben Männer und eine Frau zwischen 20 und 33 Jahren. Ihnen werden unter anderem Volksverhetzung und Nötigung zur Last gelegt, wie es in einer Mitteilung der bayrischen Polizei heisst.

Bei den Durchsuchungen sei umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden, etwa Speichermedien, tatrelevante Kleider oder politische Schriftstücke.

Wie die Junge Tat auf Telegram schreibt, sind drei Gruppierungen betroffen. Diese rufen dort auch zu Spenden auf, um die Rechtskosten zu decken.

(yam/sda)

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26 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Magnum
01.09.2023 13:54registriert Februar 2015
Spenden?
Paar at Ohre, verdammenswertes Neonazi-Pack.
Aber gut, dass die endlich mal Besuch von der Polizei bekommen. Bitte diesen Druck aufrecht erhalten, unrechtmässige Waffen einziehen und die Heinis auch für Schmierereien und wild plakatierte Propaganda haftbar machen.
Es gibt keinen rechtsfreien Raum für Neonazis!
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Tokyo
01.09.2023 12:33registriert Juni 2021
interessanterweise muss die bayerische Justiz handeln, wenn die Schweizer Justiz wegschaut.
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Lai Nair
01.09.2023 12:04registriert Dezember 2016
und dann haben sie auch noch die "Idee" zu Spenden für das zu erwartende Strafverfahren aufzurufen. Offenbar sind diese Leute nicht mit der nötigen Bildung ausgestattet , um die gegen sie erhobenen Vorwürfe auch nur einigermassen entkräften zu können
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