Xenia Tchoumi taucht in den Epstein-Files auf
Tagein, tagaus tauchen in den sogenannten «Epstein-Files» neue Namen auf. Regisseure, Kronprinzessinen, Handelsminister – und nun auch ein schweiz-russisches Model.
Wie 20minuten berichtet, findet sich in den neu veröffentlichten Dokumenten der Name Xenia Tchoumitcheva, hierzulande auch bekannt als Xenia Tchoumi. Die Unternehmerin komme dabei in 81 Dokumenten vor. Laut der Zeitung sei aus einigen veröffentlichten E-Mails zu entnehmen, dass die 39-Jährige in regem Kontakt mit Jeffrey Epstein gestanden sei.
Die ehemalige Vize-Miss-Schweiz erklärte im Anschluss an die Berichterstattung, dass der Kontakt zu Epstein kurz gewesen sei und sich auf E-Mails beschränkt habe. Anfang zwanzig seien ihr per Mail mehrere Personen vorgestellt worden, die ihr als potentielle Mentoren im Bereich Finanzen und Wirtschaft präsentiert wurden – einer davon sei Epstein gewesen.
«Ich suchte nach Investitions- und unternehmerischer Beratung», so Tchoumi gegenüber 20minuten. Sie habe sich aber sehr schnell mit der Dynamik unwohl gefühlt und den Kontakt abgebrochen: «Es gab keine fortlaufende Beziehung, keine Zusammenarbeit und keinerlei weitere Verbindung.»
Wie aus den E-Mails hervorgeht, war es der italienische Unternehmer und Financier Tancredi Salvatore Marchiolo, der den Kontakt zwischen Tchoumi und Epstein aufgegleist hatte.
Eine Antwort Epsteins auf Marchiolos Anfrage sei nicht zu finden, so 20minuten. Trotzdem habe seit Ende Dezember 2010 ein E-Mail-Austausch zwischen der jungen Unternehmerin und Epstein bestanden. Dabei soll Epstein teilweise die Rolle eines Mentors eingenommen haben. So antwortete Epstein auf Tchoumis Anfrage, dass er ihr beigbringen soll, Geld zu verdienen damit, dass er ihr auf Sykpe zwei «wichtige Lektionen» beibrigen werde.
Aus den E-Mails ist nicht ersichtlich, dass Xenia Tchoumi von Epsteins Straftaten wusste oder darin verwickelt war. (cpf)
