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epa03524650 A handout image provided by Kim Foale on 05 January 2013 shows bushfire smoke covering the sun in Tasmania's Southern Midlands, looking west towards Lake Repulse, Australia, 04 January 2013. Tasmanian police say they are not able to confirm reports of a death in a huge bushfire in Dunalley near Forcett that has already destroyed homes, a school and an RSL club. Thousands of people had to flee from wildfires on the normaly cool Australian island of Tasmania after a heatwave pushed temperatures over 40 degrees Celsius. EPA/KIM FOALE AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Ob Hitze, Dürre oder Meeresspiegel – in den letzten fünf Monaten wurden zahlreiche Klimarekorde gebrochen. Bild: EPA

Das war der wärmste Januar seit Messbeginn – und 9 weitere Rekorde, die gebrochen wurden

Der diesjährige Januar war der wärmste seit Beginn der Messung. In den letzten Monaten jagte ein Klima-Rekord den nächsten. Eine Übersicht.



Im letzten Monat konnte die dicke Winterjacke getrost im Schrank gelassen werden. Im Januar 2020 war es in Europa um 3,1 Grad Celsius wärmer als die durchschnittliche Januartemperatur der Referenzperiode von 1981 bis 2010. Die Durchschnittstemperatur lag demnach um etwa 0,2 Grad über dem bisherigen Rekordhalter, dem Januar 2007, wie der europäische Klimawandeldienst Copernicus (Copernicus Climate Change Service) mitteilte. Auch weltweit war es zusammen mit dem Januar 2016 der wärmste erste Monat im Jahr. Ein Sprecher sagte zudem, der vergangene Januar sei mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch der wärmste Januar seit Ende des 19. Jahrhunderts. Dieser Klima-Rekord ist einer von vielen: In den letzten Monaten jagte ein Höchstwert den anderen. Eine Auswahl im Überblick:

Die weltweiten Durchschnittstemperaturen haben im September 2019 einen Rekordwert erreicht

Der vergangene September war nach Messungen der US-Klimabehörde NOAA global der wärmste September seit Beginn der Messung im Jahr 1880 – gemeinsam mit dem September 2015. Die Temperatur lag um 0,95 Grad Celsius über dem Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts von 15 Grad.

Im Oktober 2019 erreichte der globale Mittelwert des Meeresspiegels seinen höchsten Stand seit Beginn der Messung 1993

Ausserdem wurde kürzlich im Fachmagazin «Advances in Atmospheric Sciences» bekannt: Die Weltmeere waren 2019 so warm wie nie zuvor.

Ozean, Wasser, Land unter

Noch nie waren die Weltmeere so warm wie im 2019. Bild: Pexels

Der vergangene November war in Afrika, Südamerika, Neuseeland und auf den Hawaii-Inseln der heisseste November der Messgeschichte

Weltweit war der November 2019 der zweitwärmste seit 1880.

Mitte November wird Venedig von einer Rekord-Überschwemmung seit 50 Jahren heimgesucht

Das Hochwasser erreichte im November 2019 mit 187 Zentimeter über dem Meeresspiegel das erste Mal seit 50 Jahren einen ähnlich hohen Stand wie seit der verheerenden Überschwemmung 1966, als 194 Zentimeter erreicht worden waren. Wissenschaftler vermuten, dass die vom Klimawandel veränderten kräftigen Luftströme, sogenannte Jetstreams, die Überschwemmungen im vergangenen Winter in Venedig verstärkt haben.

Hochwasser im Zentrum der italienischen Stadt Venedig.

Dass Venedig im November von Hochwasser heimgesucht wird, ist normal, im 2019 war der Wasserpegel aber so hoch wie seit 50 Jahren nicht mehr. Bild: AP ANSA

Bis zum 15. Dezember 2019 wurden in 21 Ländern weltweit Höchsttemperatur-Rekorde aufgestellt

In Perth wurde am 16. November mit 40.4 Grad der heisseste Tag im November seit 1897 gemessen

Es war ausserdem das einzige Mal seit 1933, als es im November vier Tage in Folge über 35 Grad heiss war. Die durchschnittliche Temperatur liegt in diesem Monat bei rund 20 Grad.

Der 17. Dezember war in Australien mit 40.9 Grad der heisseste Tag seit der Wetteraufzeichnung

Die Höchst-, Tiefst- und Durchschnittstemperaturen waren im Dezember in Australien alle auf Rekordniveau. Die nationale Durchschnittstemperatur im Dezember 2019 lag um 3,21 Grad über dem Durchschnitt und übertraf den bisherigen Rekord von 2018 um 1,08 Grad. Insgesamt lag die durchschnittliche Temperatur in Australien vergangenes Jahr 1,52 Grad Celsius über dem langjährigen Durchschnitt. Zudem soll es gemäss dem Bureau of Meteorology das trockenste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gewesen sein. Wegen dieser Trockenheit und Hitze verbreiten sich seit Juni 2019 Waldbrände in Teilen Australiens. Bis Ende Januar 2020 war es eine Fläche von 180'000 Quadratkilometern, die abgebrannt ist.

epa08115966 A handout photo made available by NASA Earth Observatory of a satellite image showing burned land and thick smoke over Kangaroo Island, Australia, 09 January 20202 (issued 10 January 2020). According to media reports, at least 156,000 hectares, nearly one-third of the land area, have burned and 50 homes have been destroyed on the island of 4,700 people. Kangaroo Island lies off the mainland of South Australia, southwest of Adelaide. About a third of the island is made up of protected nature reserves which are home to native wildlife which includes sea lions, koalas and diverse and endangered bird species, including glossy black-cockatoos which have been brought back from the brink of extinction over the last two decades. EPA/NASA EARTH OBSERVATORY HANDOUT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Wegen der Trockenheit und Hitze wurde Australien von grossflächigen Bränden heimgesucht. Über 180'000 Quadratkilometer brannten ab (Stand Januar 2020). Bild: EPA NASA EARTH OBSERVATORY

An 16 Orten der Schweiz wurde im Januar 2020 der Sonnenscheindauer-Rekord gebrochen

Der höchste Rekord wurde in Payerne (VD) mit 110 Sonnenstunden verzeichnet. Das entspricht einem Wert von 205 Prozent des üblichen Sonnenscheins. Am meisten Sonnenstunden wurden in Cimetta (TI) gemessen. Die Messstation registrierte rund 200 Stunden Sonnenschein und einen Überschuss von rund 25 Prozent gegenüber der Referenz.

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34 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Geff Joldblum
06.02.2020 13:20registriert August 2019
Schön (oder eben gar nicht schön) zu sehen, wie hier bei den Kommentaren die Herzen und Blitze verteilt werden. Es folgt daraus, dass eine doch beachtliche Anzahl an Menschen den gehörigen Warnschuss nach wie vor nicht gehört haben und den Klimawandel nicht wahrhaben wollen oder gar leugnen. 🤷🙈
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Quacksalber
06.02.2020 13:50registriert November 2016
Da steigt das Hochwasser und man kuckt nur obs schon bis zum Bauchnabel geht. Die Sache vom Frosch der nicht aus dem heiss werdenden Wasser springt hat schon seine Wahrheit.
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maricana
06.02.2020 16:41registriert March 2018
Bezüglich globalem Klimawandel relevant ist prioritär der kontinuierliche Anstieg der Temperatur in den Weltmeeren mit noch unabsehbar verheerenden Folgen.
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