Auf Rhodos spielen sich Szenen wie in einer Apokalypse ab. Tausende Menschen fliehen mit ihren vollgepackten Koffern aus den Hotels der vom Feuer betroffenen Regionen.
Nachdem am Samstagmorgen ein Waldbrand ausgebrochen war, erreichten die Flammen am Nachmittag die Küste südlich der beliebten archäologischen Stätte von Lindos. Dort gibt es Dutzende Hotels, die in dieser Jahreszeit voll ausgebucht sind.
Viele der evakuierten Touristen wurden in die Kleinstadt Gennadi gebracht, wo auch watson-Userin Naomi war. Sie hat den Ort aber bereits verlassen, weil ihr die Flammen zu nahe waren.
Ebenfalls in Gennadi in einem Hotel ist der Sohn von Irene Müller*. «Unser 19-jähriger Sohn ist zum ersten Mal mit seiner Freundin allein in den Ferien. Als die Evakuierung losging, war er aber auf einem Rollerausflug», schreibt die besorgte Mutter per Mail an watson. Sie mache sich grosse Sorgen um ihn.
«Seit Stunden können wir unseren Sohn nicht erreichen, wir sind selbst in den Ferien auf Teneriffa und fix und fertig deswegen», schreibt Müller. Die Polizei auf Rhodos könne ihr nicht weiterhelfen, da niemand Englisch spreche. Und: «Auch bei der Schweizer Botschaft geht niemand ans Telefon, das ist fürchterlich!»
Update 22.40 Uhr: Mutter hatte Kontakt mit Sohn.
«Unser Sohn hat sich gemeldet, er befindet sich mit mehreren anderen Touristen an einem Strand und das Militär versucht allen zu helfen. Mehr wissen wir aktuell nicht», schreibt die betroffene Mutter am Samstagabend per Mail an watson.
Auf Anfrage von watson beim Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) teilt dieses mit, dass man die Situation aufmerksam verfolge.
«Die Schweizer Botschaft in Athen steht in Kontakt mit den zuständigen Behörden vor Ort. Schweizer Staatsangehörige und Touristen vor Ort werden angehalten, alle Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen. Schweizer Staatsangehörige können im Bedarfsfall die Helpline EDA kontaktieren unter +41 800 24 7 365 oder via E-Mail helpline@eda.admin.ch. Die Helpline ist 24/7 erreichbar.»
*Name von der Redaktion geändert.
Ich versteh nicht was es da zu kritisieren gibt.
Es gibt eine Hotline, an die soll sie sich wenden.
Ein Umdenken wird es aber wohl bei niemandem bewirken.