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Gegner machen gegen Geothermie-Projekt im Jura mobil

Des ouvriers travaillent autour de la foreuse du projet de geothermie "EnergeO" lors de sa mise en fonctionnement, ce lundi 21 novembre 2022 a Vinzel. Le forage qui devra atteindre 2300 metr ...
Bild: keystone

Gegner machen gegen Geothermie-Projekt im Jura mobil

18.04.2023, 14:0418.04.2023, 14:04

Die Gegnerschaft des Geothermie-Projekts in Haute-Sorne JU lässt nicht locker. Die Vereinigung «Citoyens Responsables Jura» verlangte die sofortige Einstellung des Pilotprojekts. Dieses sei eine angekündigte Katastrophe für die Bevölkerung und kommende Generationen.

Der Region drohe ein Desaster, machte die Vereinigung am Dienstag in Bassecourt JU vor den Medien geltend. Die geplanten Tiefenbohrungen gefährdeten das Grundwasser und die Wasserversorgung, könnten Erdbeben verursachen und radioaktive Gefahren bergen. Zudem sei das Projekt nicht nachhaltig.

Das sei nicht übertrieben, sagte Jack Aubry seitens der Vereinigung. Die Bohrungen seien sinnlos und ein Täuschungsmanöver für eine Erforschung des Untergrunds. Es sei bereits eine Minute nach Mitternacht, die Bohrer stünden bereit, hiess es bei der seit einem Jahrzehnt gegen das Projekt opponierenden Organisation weiter.

Im Pilotprojekt Haute-Sorne wollen der Kanton Jura, Geo-Energie Suisse (GES) und Geo-Energie Jura mit Hilfe von stimulierten geothermischen Systemen Erdwärme zur Produktion von Strom und Heizenergie für rund 6000 Haushalte nutzen.

Die Kantonsregierung versicherte im vergangenen Jahr, die Sicherheit der Bevölkerung habe dabei Priorität. So gebe es zusätzliche Sicherheitsauflagen, eine verschärfte seismische Überwachung und eine Projektbegleitung durch unabhängige Experten. Probebohrungen bis in eine Tiefe von fünf Kilometern sollen 2024 starten.

(yam/sda)

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