Wissen
Schweiz

WHO warnt vor Affenpocken-Ausbreitung bei Feiern und Festivals

WHO warnt vor Affenpocken-Ausbreitung im Sommer: «Potenzial ist hoch»

01.06.2022, 05:3701.06.2022, 05:37

Das Regionalbüro Europa der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht die Gefahr einer weiteren Verbreitung der Affenpocken bei bevorstehenden Festivals und grossen Partys.

«Das Potenzial für eine weitere Übertragung in Europa und anderswo im Sommer ist hoch», heisst es in einer Erklärung des WHO-Regionaldirektors für Europa, Hans Henri Kluge.

FILE - This 2003 electron microscope image made available by the Centers for Disease Control and Prevention shows mature, oval-shaped monkeypox virions, left, and spherical immature virions, right, ob ...
Die WHO erwartet, dass die Affenpocken-Zahlen im Sommer ansteigen könnten.Bild: keystone

Festivals und Feiern in den kommenden Monaten böten aber auch die Möglichkeit, um bei jungen, sexuell aktiven und mobilen Menschen das Bewusstsein für die Krankheit zu steigern und das Schutzverhalten zu stärken.

Untersuchungen zu den bisherigen Fällen lassen laut Kluge darauf schliessen, dass der Ausbruch in Europa bereits Mitte April erfolgt sei. Es handle sich um den grössten und geografisch am weitesten verbreiteten Affenpocken-Ausbruch, über den jemals ausserhalb der Endemiegebiete in West- und Zentralafrika berichtet worden sei.

Im Zusammenhang mit der Aufhebung von Corona-Massnahmen, die Reisen und Grossveranstaltungen eingeschränkt hatten, sei es zu einer schnellen, verstärkten Übertragung gekommen. Auch wenn viele bisherige Fälle mit sexuellen Aktivitäten in Verbindungen stünden, dürfe man nicht vergessen, dass das Virus jeden treffen könne. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Wie gesund oder ungesund ist dein Essen? Alles relativ.
1 / 29
Wie gesund oder ungesund ist dein Essen? Alles relativ.
quelle: instagram/thefitnesschef / instagram/thefitnesschef
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Dieser «Schleimroboter» könnte bald Leben retten
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Warum wir uns ziemlich bald Gedanken zur «Feuchtkugeltemperatur» machen sollten
Die Schweiz erlebt einen extrem heissen Sommer. Am Donnerstag wurden während des Höhepunktes der aktuellen Hitzewelle diverse neue Temperatur-Allzeitrekorde registriert. In der Regel halten gesunde Körper solche Temperaturen zwar aus – allerdings nicht unter allen Umständen, und wohl auch nicht mehr für lange.
Die Schweiz steckt gerade in der vierten diesjährigen Hitzewelle. Diese ist in vielerlei Hinsicht rekordverdächtig, trotzdem kommen die Rekordtemperaturen nicht von ungefähr. Schafft die Menschheit nicht sehr bald eine drastische Reduktion des Ausstosses von Treibhausgasen, sehen wir uns bis Ende des Jahrhunderts mit einer durchschnittlichen Erderwärmung von 2,7 Grad konfrontiert. Diese hätte fatale Folgen für die Natur, für unsere Wirtschaft, aber auch für den Menschen als Lebewesen.
Zur Story