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Warum es keine gute Idee ist, Oprah Winfrey zur US-Präsidentin zu machen
Oprah / Weinstein 2020 🤔

Oprah Winfrey herzt Harvey Weinstein Bild: twitter

Weinstein-Anwalt findet Sex zugunsten der Karriere «keine Vergewaltigung»



Harvey Weinsteins Anwalt versucht, die Vorwürfe gegen diesen zu entkräften. «Wenn eine Frau beschliesst, sie muss mit einem Hollywood-Produzenten Sex haben, um ihre Karriere voranzubringen, es dann auch tut und es widerwärtig findet, dann ist das keine Vergewaltigung.»

Vielmehr sei es eine «bewusste Entscheidung», sich zugunsten der Karriere darauf einzulassen, sagte Benjamin Brafman der Londoner Zeitung «The Times» vom Samstag.

Mehr als hundert Frauen, darunter zahlreiche Stars, werfen dem ehemals mächtigen Filmproduzenten vor, sie sexuell belästigt oder vergewaltigt zu haben. Der 65-Jährige unterzieht sich Medienberichten zufolge derzeit einer Therapie gegen Sexsucht, beteuert aber bis heute, gegenüber Frauen sexuell nicht gewalttätig gewesen zu sein.

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Nach der Einleitung strafrechtlicher Ermittlungen in Grossbritannien und den USA hatte Weinstein den prominenten US-Strafverteidiger Brafman angeheuert. Dieser wurde als Verteidiger des damaligen Chefs des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss Kahn, in der Zimmermädchen-Affäre international bekannt.

In dem Interview mit «The Times» wies Brafman weiter darauf hin, dass das Verhalten seines Mandanten typisch für die jahrelangen Gepflogenheiten der Filmbranche gewesen sei: «Harvey Weinstein hat die Casting-Couch nicht erfunden», sagte der Anwalt.

NEW YORK, NY - OCTOBER 06: Sanford Rubenstein's attorney Benjamin Brafman gives a statement in front of attorney Sanford Rubenstein's apartment building on October 6, 2014 in New York City. Rubenstein is accused of raping a woman following Al Sharpton's 60th birthday party on October 1, 2014.   Cindy Ord/Getty Images/AFP
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Benjamin Brafman, der Anwalt von Weinstein. Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

Auch wenn Weinstein an der Oscar-Verleihung am Sonntag nicht teilnimmt, erinnert eine kürzlich errichtete Skulptur mit dem Titel «Casting-Couch» ganz in der Nähe des Veranstaltungsortes an den Skandal, der inzwischen eine breite Debatte um sexuelle Übergriffe im Filmgeschäft und anderen Bereichen des Berufslebens losgetreten hat.

Die von den beiden Künstlern Plastic Jesus und Joshua Monroe geschaffene Skulptur zeigt einen im Bademantel auf einer Couch sitzenden Weinstein, der eine Oscar-Statue in der Hand hält. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 03.03.2018 23:37
    Highlight Highlight Da hat der Anwalt schon recht, nur leider hat seine Aussage nichts mit seindem Mandanten zu tun. Wenn man Sex erzwingt verlässt man den legalen Rahmen.
  • DerTaran 03.03.2018 21:29
    Highlight Highlight Wenn er sagt, ich helfe dir, wenn wir Sex haben, ist es Prostitution. Wenn er sagt, ich vernichte dich wenn wir keinen Sex haben, dann ist es eine Vergewaltigung.
  • Sebastian Wendelspiess 03.03.2018 20:31
    Highlight Highlight Das Bild sagt alles über die Heuchelei von Oprah...
  • TodosSomosSecondos 03.03.2018 20:19
    Highlight Highlight ja Herr Anwalt.. vielleicht nicht Vergewaltigung.. sexuelle Belästigung bzw. Nötigung ist es trotzdem und in den meisten Fällen diskussionslos.. ich bezweifle, dass der Herr sein Honorar wert ist..
    • Max Cherry 04.03.2018 00:18
      Highlight Highlight Herr Weinstein ist schon ein Trottel, einen der bestbezahlten Staranwälte Amerikas zu engagieren, wenn er einfach todosomossecondos auf watson.ch fragen könnte.
  • Florian Harold 03.03.2018 19:55
    Highlight Highlight Die Interpretation von Belästigung und Sexuellen Übergriffen eines Anwalts lässt zu wünschen Übrig und ist eigenwillig, d.h. dies ist rechtlich nicht haltbar. Wer ist Opfer wer Täter? Ein Rechtsanwalt sollte dies wissen. Das Arbeitsrecht regelt die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers und das Strafrecht regelt den Straftatbestand der Vergewältigung. Wer kann was beweisen, dies ist entscheidend. vgl. http://www.wittib-law.ch/dienstleistungen/strafrecht-strassenverkehrsrecht/#content-content-inner und http://www.anwalt-zuerich.attorney
    • Crymeariver 04.03.2018 00:44
      Highlight Highlight Gut dass du Schweizerrecht zitierst... ist bestimmt hilfsreich für diesen Fall.
  • jen23 03.03.2018 19:29
    Highlight Highlight Es gibt Menschen, die sehr manipulativ sein können und ihre Macht skrupellos zu ihren eigenen Gunsten ausnützen. Hinzu kommt, dass in diesem Fall zahlreiche Komplizen dabei waren. AssitentInnen, die die Schauspielerinnen zu einer "Party" oder einem "Meeting" schickten....
    Ja, es ist ziemlich schwach, auf Weinsteins Avancen einzugehen, aber viele waren sicher extrem eingeschüchtert und wussten nicht wie reagieren. Dass so viele Frauen sagen, es sei ein ungwollter Übergriff gewesen, sollte meiner Meinung nach reichen. Welche Frau würde schon mit so einem Typen schlafen wollen?
  • reich&schön 03.03.2018 18:36
    Highlight Highlight «Wenn eine Frau beschliesst, sie muss mit einem Hollywood-Produzenten Sex haben, um ihre Karriere voranzubringen, es dann auch tut und es widerwärtig findet, dann ist das keine Vergewaltigung.»

    Natürlich ist das keine Vergewaltigung.
    Vergewaltigung ist, wenn sie Nein sagt und er es trotzdem macht.
    Je nach Umständen könnte es allerdings Erpressung oder Nötigung sein.
  • Mrlukluk 03.03.2018 18:22
    Highlight Highlight Ich hätte gesagt, das es einen sehr fliessenden Übergang gibt zwischen eklig finden, sich gezwungen fühlen und Vergewaltigung. Und es wird extrem schwierig, eine Schuldsprechung zu fällen.
  • Wolf2000 03.03.2018 18:22
    Highlight Highlight Was für eine kranke Einstellung!

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