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Norwegischer Moschee-Angreifer zu 21 Jahren Verwahrung verurteilt



epa08478638 Defendant Philip Manshaus during his sentencing at Asker and B

Bild: keystone

Zehn Monate nach dem Angriff auf eine Moschee in Norwegen ist der Täter zu 21 Jahren Sicherheitsverwahrung verurteilt worden. Ein Gericht im norwegischen Sandvika bei Oslo sprach den 22 Jahre alten Angeklagten am Donnerstag wegen Terrorismus und Mordes schuldig.

Damit folgte es dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigerin des jungen Mannes hatte dagegen auf Freispruch plädiert, weil ihrer Ansicht nach Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit ihres Mandanten bestehen.

Der Norweger hatte am 10. August 2019, am Vorabend des islamischen Opferfestes, eine Moschee in Bærum rund 20 Kilometer westlich von Oslo angegriffen. Er war dabei mit mehreren Schusswaffen bewaffnet, konnte aber von Gläubigen überwältigt und festgenommen werden, ohne dass jemand in dem Gotteshaus schwerer verletzt worden war.

In seiner Wohnung fand die Polizei später die Leiche seiner 17 Jahre alten Stiefschwester, die der Mann mit vier Schüssen aus einem Jagdgewehr getötet hatte. Der Angeklagte hat die Taten eingeräumt, eine Schuld im strafrechtlichen Sinne aber von sich gewiesen. Vor Gericht äusserte er mehrmals rechtsradikale und islamfeindliche Ansichten. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Magnum 11.06.2020 12:53
    Highlight Highlight On en redemande: Ein Rechtsterrorist und selbsterklärter Kreuzritter verschwindet für über 21 Jahre hinter Gitter. Gut so.

    Auch wenn er sein geplantes Blutbad in einer Moschee nicht auf die Reihe gekriegt hat: Seine (Adoptiv-)Schwester hat er umgebracht, aus rassistischen Motiven. Und da er auf unschuldig plädiert, ist auch keinerlei Einsicht erkennbar. Diese vergifteten Seelen werden in Echokammern im Netz heran gezüchtet. Ihr Duktus und ihr Selbstverständnis zeigen, wie eng vernetzt diese Rechtsterroristen über das Netz sind. Der Staatsschutz sollte sich ihrer dringend annehmen.
  • code-e 11.06.2020 11:11
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