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Killerwale und der Schmuggel von Haschisch – wenn Drogenhändler kreativ werden

Eine Drogenbande simulierte in der Nähe der südspanischen Küste eine Bootspanne, um Haschisch im Schlepptau unauffällig und in aller Ruhe an Land zu schmuggeln.
11.02.2022, 18:3416.02.2022, 11:30

Killerwale und Haschisch? Jap, du hast richtig gelesen. Die Pflanzenteile und die Schwertwale haben im echten Leben zwar nicht viel gemein – im Gegenteil. Sie könnten nicht unterschiedlich sein. Während Haschisch in der Regel beruhigend und entspannend wirkt, lösen Killerwale eher Panik aus. Zumindest bei gewissen Tieren. Und bei Kapitänen von Segelbooten. Doch genau das machten sich Drogenschmuggler zu Nutzen. Aber der Reihe nach.

bild: keystone

Die andalusische Stadt Cádiz zählt zu Europas grössten Ein-fallstoren für den Schmuggel von Haschisch. Marokko, der weltweit grösste Produzent von Cannabis, liegt auf dem Schiffsweg nur wenige Kilometer von der spanischen Hafenstadt entfernt. Man schätzt, dass bis zu zehn Schnellboote mit Drogen pro Nacht das Land erreichen. Entsprechend finden in regelmässigen Abständen Razzien statt.

Glück oder eine raffinierte Idee

Um erfolgreich Drogen ins Land zu bringen, braucht man entweder viel Glück – oder eine ausgeklügelte Idee. Und hier kommen die Killerwale ins Spiel. Die Schwertwale können bis zu sechs Tonnen wiegen und sind fast 10 Meter lang – also etwa so gross wie ein Bus. Als Killerwale sind sie nicht bekannt, weil sie Menschen attackieren, sondern aufgrund ihrer Jagdmethoden.

Ein Orca-Weibchen springt aus dem Wasser.
Ein Orca-Weibchen springt aus dem Wasser.bild: keystone

Im Jahr 2020 kam es an den spanischen Küstenregionen jedoch auch zu zahlreichen Killerwal-Angriffen auf Segelboote. Dabei haben die Orcas die Boote so stark beschädigt, dass die Besatzungen Hilfe von der Küstenwache anfordern mussten.

Bande simulierte Killerwalangriff

Auf die Angriffe ist wohl auch eine Drogenbande aufmerksam geworden. Unter Vortäuschung eines Killerwalangriffs riefen die Schmuggler die Seenotrettung, um im Schlepptau in den Hafen einzulaufen. Der Plan ging auf. In aller Ruhe konnte die Bande ihre Pakete ausschiffen und in einen Lagerraum transportieren, bis sie ausser Landes gebracht werden konnten.

Nun hat ein Ermittlungsteam das Versteck nahe dem Hafen sichergestellt. Über 170 Kilogramm Haschisch wurden beschlagnahmt, teilt die Polizei in einer Pressemitteilung mit. Ausserdem fanden die Ermittler Bargeld im Wert von über 60'000 Euro sowie Dokumente, welche die Einschleusung von Betäubungsmitteln mithilfe von Segelbooten bestätigen. Und auch die Vortäuschung des Orca-Angriffs hatte die Bande schriftlich festgehalten.

Ein Teil des Drogenfundes der spanische Polizeieinheit Guardia Civil.
Ein Teil des Drogenfundes der spanische Polizeieinheit Guardia Civil.bild: guadia civil

Die Aktivitäten der Schmuggler gehen bis ins Jahr 2016 zurück. Im Rahmen der Ermittlungen wurden zwei Personen festgenommen. Die Strategie dieser Bande sei nicht alltäglich, obwohl es relativ häufig vorkommt, dass Boote von Schmugglern von echten Pannen betroffen sind, teilt die Polizei der spanischen Zeitung «El Mundo» mit.

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16 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Chancho
12.02.2022 10:38registriert Februar 2020
Dies waren keine Killerwale, sondern Potwale.
Aber echt jetzt, 170 Kilogramm Haschisch und über 60'000 Euro wurden beschlagnahmt?
Den Rest haben sie wohl selber geraucht.
Legalisieren das Zeugs, dann können sich die Bullen vielleicht wieder einmal auf wichtigeres konzentrieren.
Killerwale und der Schmuggel von Haschisch – wenn Drogenhändler kreativ werden \nDies waren keine Killerwale, sondern Potwale.
Aber echt jetzt, 170 Kilogramm Haschisch und über 60'000 Euro wurden beschlagnahmt?
Den Rest haben sie wohl selber geraucht.
Legalisieren das Zeugs, dann können sich die Bullen vielleicht wieder einmal auf wichtigeres konzentrieren.
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baBIELon
11.02.2022 19:32registriert August 2016
Nach dem lesen des Titels, dachte ich die lassen die Killerwale riesengrosse Pakete Hasch transportieren😂
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olmabrotwurschtmitbürli #wurstkäseszenario
11.02.2022 20:17registriert Juni 2017
Die Frage, was die geraucht haben, erübrigt sich 👌
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