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Schlimmste Dürre in Spanien und Portugal seit Jahrzehnten

05.07.2022, 15:0205.07.2022, 16:47

Eine seit Monaten anhaltende schwere Dürre macht Spanien und Portugal immer mehr zu schaffen.

In Spanien seien die Pegel der Stauseen aufgrund der Trockenheit und der Hitze inzwischen mit einem Schnitt von 46 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Erfassung vor 17 Jahren gesunken, berichtete am Dienstag die Zeitung «La Vanguardia» unter Berufung auf das Ministerium für ökologischen Wandel in Madrid.

Anhaltende Dürre macht Spanien und Portugal zu schaffen, aufgenommen am 16. Juni 2022.
Anhaltende Dürre macht Spanien und Portugal zu schaffen, aufgenommen am 16. Juni 2022.Bild: keystone

Erholung erst im Herbst

Man rechne damit, dass das Niveau bis September weiter zurückgehe. Erst im Herbst sei eine Erholung zu erwarten. Es gebe allerdings zum Teil grosse regionale Unterschiede. In einigen Regionen lägen die Pegelstände sogar über dem langjährigen Schnitt. Schlimm sei die Lage aber derzeit im Guadalquivir-Becken im Süden sowie im Guadiana-Becken im Zentrum und Südwesten Spaniens, hiess es.

Trinkwasserrationierungen, wie es sie derzeit in Italien gibt und wie sie in Spanien zuletzt in den 1990er Jahren häufiger waren, würden vorerst allerdings nicht erwogen, schrieb «La Vanguardia» unter Berufung auf die Behörden.

Folgen der Hitze im Guadalanquivire-Becken, aufgenommen am 15. Juni 2022.
Folgen der Hitze im Guadalanquivire-Becken, aufgenommen am 15. Juni 2022.Bild: keystone

Wassermangel breitet sich aus

Der Wassermangel ziehe aber bereits die Land- und Viehwirtschaft, die Flussschifffahrt und den Tourismus in Mitleidenschaft, berichtete der staatliche spanische Fernsehsender RTVE. Einige Kommunen und Ferienhausbesitzer hätten ihre Schwimmbecken bisher nicht gefüllt, um freiwillig Wasser zu sparen.

In Portugal spricht man unterdessen von der schlimmsten Dürre der vergangenen 20 Jahre. Nach dem heissesten Mai seit 1931 leidet nach jüngsten Angaben des portugiesischen Instituts für Meer und Atmosphäre (IPMA) derzeit über 97 Prozent des Territoriums unter schwerer Trockenheit. Die Regierung in Lissabon führt deshalb Kampagnen zur effizienteren Nutzung von Wasser durch. (lab/sda/dpa)

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Winterchaos in Spanien

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Winterchaos in Spanien
quelle: keystone / andrea comas
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Wegen Dürre – 300 Jahre alte Stadt aufgetaucht

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30 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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El_Chorche
05.07.2022 15:37registriert März 2021
Tja, halt blöd das es fast kein Grundwasser mehr hat, weil man alles für exotische Monokulturen verschwendet... Avodados, Mandeln, etc etc... aber ein Umdenken würde ja Arbeitsplätze kosten.
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Gandalf-der-Blaue
05.07.2022 15:28registriert Januar 2014
Habek hat es schon richtig gesagt: Wir Menschen ziehen eine Spur der Verwüstung duch unseren Planeten. Der Klimawandel ist real und betrifft Menschen. Lasst uns deshalb im Kleinen sparen und achtsam sein. Auch bei uns ist die nächste Dürre eine Frage der Zeit.
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Marjorie
05.07.2022 17:27registriert Mai 2021
Ich hoffe einfach, dass sie jetzt daraus lernen und diese intensive Landwirtschaft, die zu viel Wasser verbraucht, welches nicht vorhanden ist überdenken/ zurück fahren.
Auch wir sollten uns überlegen, ob wir es mit unserem Konsumverhalten noch unterstützen, aber konsequent, es sind nicht nur die Erdbeeren, die vor unserer Saison die Läden fluten, müssen wir wirklich im Winter frische Tomaten oder Himbeeren haben?
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