International
Italien

Italiens Regierung will Dürre-Notstand beschliessen

Italiens Regierung will Dürre-Notstand beschliessen – Städte schränken Wassernutzung ein

04.07.2022, 13:3204.07.2022, 14:42

Italiens Regierung will wegen der gravierenden Trockenheit in Teilen des Landes den Notstand beschliessen. Am Montagabend sei dazu ein Treffen des Ministerrates geplant, teilte der Amtssitz von Ministerpräsident Mario Draghi mit.

FILE - Dry cracked land is visible under a bridge in Boretto on the bed of the Po river, Italy, Wednesday, June 15, 2022. The mayor of Milan signed an ordinance Saturday, June 25, 2022, turning off pu ...
Unter dieser Brücke in Boretto verläuft normalerweise der Fluss Po. Bild: keystone

Die Regierung will demnach den Notstand für die Gegenden ausrufen, die am stärksten von der Dürre betroffen sind. Vor allem Norditalien erlebt derzeit heftige Trockenheit. Grosse Seen wie etwa der Gardasee führen deutlich weniger Wasser als normalerweise zu dieser Jahreszeit.

Der Wasserstand im Fluss Po – der längste Strom Italiens – ging so weit zurück, dass an der Meermündung Salzwasser kilometerweit in das Flussbett drang. Der Pegel ist an manchen Stellen so niedrig wie seit 70 Jahren nicht mehr. Städte wie Pisa und Verona schränkten unlängst die Wassernutzung ein. Venedig und Mailand drehten einen Teil der Brunnen ab.

Die Schwere und Wahrscheinlichkeit von Dürren haben durch den Klimawandel mit hoher Gewissheit im Mittelmeerraum und auch in anderen Weltregionen zugenommen. (saw/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Italien: lustige Bilder von unserem südlichen Nachbarn
1 / 24
Italien: Entspannte Bilder von unseren südlichen Nachbarn
Na ja, Alternativen gäbe es ja nicht gerade en masse.
quelle: imgur
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Das könnte dich auch noch interessieren:
Zugunglück in Spanien: Opferzahl nach Beendigung der Suche weiter offen
Zwei Tage nach der Zugkatastrophe in Spanien ist die Suche nach Opfern an der Unglücksstelle rund 130 Kilometer südlich von Madrid beendet.
Dennoch könne man nicht ausschliessen, dass die derzeitige Zahl von 69 Todesopfern noch steige, sagte der Regierungschef der Region Kastilien-La Mancha, Emiliano García-Page, vor Journalisten.
Zur Story