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Spanien

Zwackende Fische an spanischem Strand nerven Touristen

Benidorm Spanien Poniente Beach
Die schöne Ferienidylle der spanischen Costa Blanca.Bild: Shutterstock

«Piranha»-Attacken an spanischem Strand? Nicht ganz, knabbern tun sie aber trotzdem

In dem beliebten spanischen Urlaubsort Benidorm an der Costa Blanca nerven derzeit wieder zwackende Fische die Badegäste.
06.09.2023, 16:0206.09.2023, 16:02

«‹Piranhas› am Strand von Benidorm», titelten einige spanische Medien humorvoll. Alarmistischer tönte es in den britischen Revolverblättern: «Express» sprach von «Benidorm Horror» und «piranha-artigen Fisch-Attacken». Illustriert wurde es dann etwa so:

Tatsächlich handelt es sich natürlich nicht um die berüchtigten südamerikanischen Flussfische, sondern um Bandbrassen. Die sehen so aus:

Die Bandbrasse, auch Oblada genannt, ist ein Speisefisch.
Bild: Shutterstock

Die 15 bis 25 Zentimeter langen Fische knabbern gerne an allem, was essbar ist, so auch an Warzen, Leberflecken oder verletzten Hautstellen. Bisweilen kann es sogar zu kleinen blutigen Verletzungen durch die scharfen Zähne der Fische kommen.

Diesen Sommer hätten sich in Benidorm an manchen Tagen bis zu 15 Schwimmer mit solchen kleinen Verletzungen gemeldet, schrieb die Zeitung «La Opinión de Murcia».

Wärmeres Wasser erhöht Stoffwechsel

Ein Grund für den gesteigerten Appetit der Fische sei nach Einschätzung von Wissenschaftlern die im Zuge des Klimawandels höhere Wassertemperatur. Das beschleunige den Stoffwechsel der Fische, die deshalb auch mehr Nahrung benötigen, zitierte die Zeitung Alfonso Ramos, Forscher am Fachbereich Meereswissenschaften und Angewandte Biologie.

Das Mittelmeer erwärmt sich in den vergangenen Jahren besonders schnell. Für Benidorm werden derzeit noch bis zu 27 Grad gemessen, im August waren es teilweise 30 Grad. (sda/dpa/jaw)

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