International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa08069275 People attend a march organized by the Fridays for Future international movement of school students during the UN Climate Change Conference COP25 held in Madrid, Spain, 13 December 2019.

Demonstranten am Freitag an der UNO-Klimakonferenz in Madrid, Spanien. Bild: EPA

Darum geht der UNO-Klimagipfel in Madrid in Verlängerung



Dringende Appelle und Proteste für mehr Klimaschutz haben die Schlussphase der Weltklimakonferenz in Madrid begleitet - aber eine Einigung der fast 200 Staaten war am Freitag noch nicht absehbar. Nach knapp zweiwöchigen Verhandlungen war klar, dass der Gipfel sich in den Samstag hinein ziehen würde.

Am Freitag um 18.00 Uhr, dem Zeitpunkt, zu dem die Konferenz nach fast zwei Wochen hätte enden sollen, war die Abschlusssitzung im Plenum für 21.00 Uhr angesetzt. Sie könnte aber noch mehrmals verschoben werden.

Umweltschützer und mehrere Staaten riefen zum Handeln auf und prangerten Blockaden einiger Länder an. Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future hat den Klimagipfel aber schon vor seinem Ende abgeschrieben. Die Gründerin, die Schwedin Greta Thunberg, sagte, politische Entscheidungsträger versuchten immer noch, vor ihrer Verantwortung davonzulaufen. «Wir müssen dafür sorgen, dass sie das nicht tun können.»

Thunberg rief dazu auf, das Jahr 2020 zu einem «Jahr des Handelns» gegen den Klimawandel zu machen. Vor den vorwiegend jungen Teilnehmern einer «Fridays for Future»-Demonstration im italienischen Turin sagte Thunberg am Freitag, das neue Jahrzehnt werde «unsere Zukunft definieren». Den bei der Uno-Klimakonferenz in Madrid versammelten politischen Entscheidungsträgern warf die 16-Jährige vor, «vor ihrer Verantwortung davonzulaufen».

Es sei nicht gerecht, dass «die alten Generationen die Verantwortung für die Lösung» der Klimakrise den jungen Menschen übertrügen, «die diese Krise nicht ausgelöst haben», sagte Thunberg.

Verhandelt wurde am Freitag noch über alle wichtigen Punkte: Die Abschlusserklärung, Geld für Klimaschäden in ärmeren Ländern und Regeln für den Handel mit Klimaschutz-Gutschriften. Am Nachmittag wurde in einer Plenarsitzung deutlich, dass die Forderungen der Staaten noch weit auseinander lagen. Konferenzpräsidentin Carolina Schmidt, die chilenische Umweltministerin, mahnte: «Die Welt schaut auf uns.» Einige Verhandler hofften, dass die Einigung der EU-Staaten auf das Ziel, 2050 klimaneutral zu sein, neuen Schwung bringt.

Desaster erwartet

Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan zeigte sich entsetzt über die Entwürfe für Beschlüsse, die in der Nacht erarbeitet worden waren. Es werde sich zeigen, «ob die Klimakonferenz ein komplettes Desaster wird», sagte sie. Ein Vertreter Costa Ricas benannte Brasilien, Australien und die USA als Staaten, die in den Verhandlungen bremsten. Auch Saudi-Arabien wurde häufig genannt.

Ein Staatenbündnis für ehrgeizigen Klimaschutz prangerte die Blockadehaltung an. «Wir wissen, was getan werden muss», sagte Simon Stiell, ein Vertreter der Regierung der Karibikinsel Grenada. «Aber es gibt einige wenige Stimmen, die die Agenda der vielen diktieren.»

Auch bei der Klimaschutzbewegung Fridays for Future war die Enttäuschung schon vor dem offiziellen Ende gross. Der Gipfel habe nichts anderes erreicht, «als nach Schlupflöchern zu suchen», teilten die jungen Aktivisten in Madrid mit. Mehr als 150 demonstrierten tanzend und singend im Konferenzzentrum, bevor sie sich aus Protest für ein Sit-in auf den Boden setzten.

Grundsätzlich geht es bei den Uno-Verhandlungen um die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens von 2015, in dem sich fast 200 Staaten das Ziel gesetzt haben, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen, möglichst sogar auf 1.5 Grad.

Dazu ist es Wissenschaftlern zufolge notwendig, dass der Ausstoss von Treibhausgasen - vor allem Kohlendioxid (CO2) aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Erdgas - schnell und deutlich zurückgeht. Bisher steigen die Emissionen weltweit aber, auch für 2019 wird wieder ein Plus vorausgesagt. (sda/dpa/afp)

16 unbekannte Highlights der Schweiz

Ueli Maurer fordert «weniger Ideologie» am Klimagipfel

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Siehst du öfters diesen Vogel? Das hat einen bestimmten Grund

Link zum Artikel

Teenie-Idol Billie Eilish (18!) macht Bond-Song. And WHY NOT? Könnte geil werden

Link zum Artikel

Weshalb sich Experten nach dem Freispruch der Klimaaktivisten an den Kopf fassen

Link zum Artikel

Der lange Weg des Daniele Sette zu seinen ersten Weltcup-Punkten – mit 27 Jahren

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Kreditkarten – so schützen uns die Karten-Detektive

Link zum Artikel

5 idiotische Menschentypen, die es im Leben einfacher haben als du

Link zum Artikel

Das Wahljahr hat begonnen und Donald Trump steht ziemlich gut da

Link zum Artikel

«Warum können viele Männer nicht mit einem Korb umgehen?»

Link zum Artikel

Grün wie die Hoffnung – hier kommt das erste Quizz den Huber im 2020!

Link zum Artikel

Déjà-vu für die Queen: Als eine geschiedene Amerikanerin den Briten ihren König stahl

Link zum Artikel

So viele Ordnungsbussen werden in Basel verteilt – und das sind die häufigsten Vergehen

Link zum Artikel

Demo gegen Hass in Zürich

Link zum Artikel

«Habe versucht, so cool wie möglich zu tun» – die Stimmen zu Rinnes rarem Goalie-Goal

Link zum Artikel

Sie war Junkie, Kult und Bitch – jetzt ist Elizabeth Wurtzel gestorben

Link zum Artikel

Ulrich Tilgner: «Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor»

Link zum Artikel

Ein Shitstorm entlädt sich über Roger Federer – und Greta Thunberg ist mitschuldig

Link zum Artikel

Besser extra zu spät als nie: PICDUMP!

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Siehst du öfters diesen Vogel? Das hat einen bestimmten Grund

75
Link zum Artikel

Teenie-Idol Billie Eilish (18!) macht Bond-Song. And WHY NOT? Könnte geil werden

73
Link zum Artikel

Weshalb sich Experten nach dem Freispruch der Klimaaktivisten an den Kopf fassen

470
Link zum Artikel

Der lange Weg des Daniele Sette zu seinen ersten Weltcup-Punkten – mit 27 Jahren

3
Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Kreditkarten – so schützen uns die Karten-Detektive

30
Link zum Artikel

5 idiotische Menschentypen, die es im Leben einfacher haben als du

60
Link zum Artikel

Das Wahljahr hat begonnen und Donald Trump steht ziemlich gut da

91
Link zum Artikel

«Warum können viele Männer nicht mit einem Korb umgehen?»

326
Link zum Artikel

Grün wie die Hoffnung – hier kommt das erste Quizz den Huber im 2020!

71
Link zum Artikel

Déjà-vu für die Queen: Als eine geschiedene Amerikanerin den Briten ihren König stahl

28
Link zum Artikel

So viele Ordnungsbussen werden in Basel verteilt – und das sind die häufigsten Vergehen

171
Link zum Artikel

Demo gegen Hass in Zürich

20
Link zum Artikel

«Habe versucht, so cool wie möglich zu tun» – die Stimmen zu Rinnes rarem Goalie-Goal

7
Link zum Artikel

Sie war Junkie, Kult und Bitch – jetzt ist Elizabeth Wurtzel gestorben

9
Link zum Artikel

Ulrich Tilgner: «Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor»

102
Link zum Artikel

Ein Shitstorm entlädt sich über Roger Federer – und Greta Thunberg ist mitschuldig

363
Link zum Artikel

Besser extra zu spät als nie: PICDUMP!

131
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Siehst du öfters diesen Vogel? Das hat einen bestimmten Grund

75
Link zum Artikel

Teenie-Idol Billie Eilish (18!) macht Bond-Song. And WHY NOT? Könnte geil werden

73
Link zum Artikel

Weshalb sich Experten nach dem Freispruch der Klimaaktivisten an den Kopf fassen

470
Link zum Artikel

Der lange Weg des Daniele Sette zu seinen ersten Weltcup-Punkten – mit 27 Jahren

3
Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Kreditkarten – so schützen uns die Karten-Detektive

30
Link zum Artikel

5 idiotische Menschentypen, die es im Leben einfacher haben als du

60
Link zum Artikel

Das Wahljahr hat begonnen und Donald Trump steht ziemlich gut da

91
Link zum Artikel

«Warum können viele Männer nicht mit einem Korb umgehen?»

326
Link zum Artikel

Grün wie die Hoffnung – hier kommt das erste Quizz den Huber im 2020!

71
Link zum Artikel

Déjà-vu für die Queen: Als eine geschiedene Amerikanerin den Briten ihren König stahl

28
Link zum Artikel

So viele Ordnungsbussen werden in Basel verteilt – und das sind die häufigsten Vergehen

171
Link zum Artikel

Demo gegen Hass in Zürich

20
Link zum Artikel

«Habe versucht, so cool wie möglich zu tun» – die Stimmen zu Rinnes rarem Goalie-Goal

7
Link zum Artikel

Sie war Junkie, Kult und Bitch – jetzt ist Elizabeth Wurtzel gestorben

9
Link zum Artikel

Ulrich Tilgner: «Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor»

102
Link zum Artikel

Ein Shitstorm entlädt sich über Roger Federer – und Greta Thunberg ist mitschuldig

363
Link zum Artikel

Besser extra zu spät als nie: PICDUMP!

131
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

4
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • jackhammer 14.12.2019 13:14
    Highlight Highlight
    Play Icon
  • Neruda 14.12.2019 00:52
    Highlight Highlight Diese 25'000 Teilnehmer verursachen mehr Emissionen als sie je einsparen werden. Ein Witz.
  • Andre Buchheim 13.12.2019 19:42
    Highlight Highlight Es IST ein Desaster. Die ältere Generation stellt sich bockbeinig und wälzt die Verantwortung auf die junge Generation ab, die keine politische Macht hat. Ein Trauerspiel. Und wenn die jungen dereinst alt genug sein werden, um die Alten zu beerben und die Macht zu übernehmen, wird es zu spät sein.
    Wir bräuchten eine breite Einigkeit über die Altersgrenzen hinweg und den unbedingten Willen, gemeinschaftlich zu handeln. Sonst wird das nie was...
    • S.Potter 13.12.2019 21:42
      Highlight Highlight Mit ihrer billigen Polemik am Bevölkerungsteil, der für unseren Wohlstand gesorgt hat, können sie gerne aufhören. Stimmungsmache unterste Schublade..

Die Klima-Besessenen

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle, 100'000 Demonstrierende und ein Beinahe-Zusammenbruch: Unzählige Jugendliche der Klimastreik-Bewegung sind 2019 weit über ihre persönlichen Grenzen hinausgegangen. watson lässt gemeinsam mit zwei Protagonisten das Klima-Jahr Revue passieren.

300 WhatsApp-Nachrichten in 30 Minuten, Sitzungen bis tief in die Nacht: Die intensiven Monate haben den Klimastreikenden alles abverlangt. So auch der inzwischen 18-jährigen Zürcherin Fanny Wissler und dem 24-jährigen Ostschweizer Jann Kessler.

Seit ihrem Auftritt in der SRF-Talksendung «Schawinski» Ende Februar gehören sie zu den Aushängeschildern der Klimastreik-Bewegung. watson blickt mit den beiden zum Jahresende auf die wohl aufreibendsten Monate ihres Lebens zurück.

Wie aus dem Nichts …

Artikel lesen
Link zum Artikel