International
Syrien

Gegenschlag: Syrische Armee und Hisbollah starten Offensive gegen Rebellen

Gegenschlag: Syrische Armee und Hisbollah starten Offensive gegen Rebellen

04.07.2015, 12:2204.07.2015, 14:28

Im syrischen Bürgerkrieg haben Armee und die verbündete Hisbollah-Miliz nach eigenen Angaben eine Offensive gegen sunnitische Rebellen gestartet. Ziel sei die von Aufständischen gehaltene Stadt Sabadani nahe der Grenze zu Libanon.

Die libanesische Miliz und die Streitkräfte des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad hätten dazu schwere Artillerie und Kampfflugzeuge in die Region verlegt, teilte die Hisbollah am Samstag mit.

Hohe strategische Wichtigkeit

Die Stadt ist wegen ihrer Nähe zur Schnellstrasse zwischen Beirut und Damaskus von strategischer Bedeutung. Die Armee hatte ihre Luftangriffe zuletzt verstärkt. Die meisten Einwohner haben Sabadani verlassen.

In dem vierjährigen Bürgerkrieg kämpfen zahlreiche Rebellengruppen gegen Assad. Sie bekriegen sich aber auch gegenseitig. Am Freitag wurden bei einer Explosion in einer Moschee in der Provinz Idlib im Nordwesten mindestens 25 Mitglieder des Al-Kaida-Ablegers Nusra-Front getötet.

Anhänger der Nusra-Front machten die Terrormiliz Islamischer Staat dafür verantwortlich. Der IS kämpft gegen die Assad-Truppen aber auch an mehreren Fronten in Syrien gegen die Nusra-Front, die zusammen mit anderen Rebellengruppen den grössten Teil der Provinz Idlib kontrolliert. (sda/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
UN-Expertin: Zunehmende Macht grosser Tech-Konzerne «zutiefst besorgniserregend»
Eine Expertin der Vereinten Nationen (UNO) hat angesichts des wachsenden Einflusses von Tech-Konzernen vor einem «gefährlich schrumpfendem» Spielraum für die Meinungsfreiheit in zahlreichen Ländern gewarnt.
Das «unveräusserliche Menschenrecht» der freien Meinungsäusserung werde privatisiert, monetarisiert, manipuliert und unrechtmässig eingeschränkt, erklärte die UN-Sonderbeauftragte für Meinungsfreiheit, Irene Kahn, am Mittwochabend in Genf. Insbesondere die fortschreitende Verflechtung von staatlichen und unternehmerischen Interessen, etwa in den USA, bedrohe dabei das Recht auf freie Meinungsäusserung. «Der Schutz der Meinungsfreiheit erfordert, dass Staaten die Menschenrechte wahren», erklärte Kahn bei der Vorstellung ihres Abschlussberichts.
Zur Story