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Russland startet neue Angriffe gegen Rebellen in Syrien



Syrische Bodentruppen haben mit Unterstützung der russischen Luftwaffe weitere Rebellenstellungen im Westen Syriens unter Beschuss genommen. Die schweren Angriffe am Donnerstag hätten Aufständischen im strategisch wichtigen Ghab-Ebene gegolten.

Dies teilte die der Opposition nahestehende Syrische Beobachterstelle für Menschenrechte (SOHR) mit. Unklar war zunächst, ob es sich bei den Angegriffenen um Extremisten des Islamischen Staats (IS) oder um andere Gruppen handelte.

epa04966898 A handout picture dated 03 October 2015 made available on the official website of the Russian Defence Ministry on 06 October 2015 shows Russian pilots of  SU-34 bomber checking their plane before the flight at the Syrian Hmeymim airbase, outside Latakia, Syria. Russian warplanes involved in carrying out airstrikes against what Russia says terrorist Islamic State (ISIS or IS) facilities is deployed at the Hmeymim airbase.  EPA/RUSSIAN DEFENCE MINISTRY PRESS SERVICE/HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Der Pilot checkt seine mit Bomben beladene Su-34 vor dem Start.
Bild: EPA/RUSSIAN DEFENCE MINISTRY

Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, russische Kriegsschiffe hätten am Mittwochabend vom Kaspischen Meer aus Ausbildungs- und Munitionslager sowie Kommando-Zentren des IS in Syrien angegriffen. An diesem Tag hatte Syrien erstmals gemeinsam mit Russland eine grosse Offensive gegen Aufständische eingeleitet. Bei den Angriffen in der Provinz Hama seien keine strategischen Erfolge erzielt worden, gab die SOHR bekannt.

Ein russisches Kriegsschiff im Kaspischen Meer schiesst Marschflugkörper ab.
Bild: EPA/RUSSIAN DEFENCE MINISTRY

In den Gefechten seien mindestens 13 syrische Soldaten und sieben Rebellen getötet worden. Seit Beginn seiner Angriffe vor einer Woche wird Russland vorgeworfen, gegen alle Gegner von Präsident Baschar al-Assad im Bürgerkrieg vorzugehen, darunter auch gemässigte Rebellen. Das russische Vorgehen sorgte auch für Spannungen mit Syriens nördlichem Nachbar, dem NATO-Land Türkei. Die NATO erwägt angesichts des Konflikts eine Aufrüstung im Süden.

A still image taken from a October 6, 2015 footage shows a Russian air force helicopter on the tarmac of Heymim air base near the Syrian port town of Latakia. The Syrian army and allied militia carried out ground attacks on insurgent positions in Syria on Wednesday backed by Russian air strikes, in what appeared to be their first major coordinated assault since Moscow intervened last week, a monitor said. REUTERS/RURTR via Reuters TV ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. NO SALES. NO ARCHIVES. RUSSIA OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN RUSSIA

Russische Kampfhubschrauber unterstützen die Boden-Offensive.
Bild: REUTERS TV/REUTERS

«Unsere militärischen Befehlshaber haben bestätigt, dass wir bereits jetzt die nötigen Fähigkeiten und die Infrastruktur haben, um die schnelle Eingreiftruppe (NRF) in den Süden zu schicken», sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg zum Auftakt eines Treffens mit den Verteidigungsministern der Bündnisstaaten in Brüssel. Denkbar sei zum Beispiel eine Stationierung von Truppen auf türkischem Territorium.

(sda/reu/dpa)

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