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Nach Gerichtsentscheid: Türkei hebt Sperrung von Wikipedia auf



Nach fast drei Jahren hat ein Gericht in Ankara am Mittwoch die Sperrung des Onlinelexikons Wikipedia in der Türkei aufgehoben. Die türkischen Behörden hatten die Online-Enzyklopädie im April 2017 wegen Artikeln blockiert, welche die Regierung in Verbindung mit Extremistengruppen brachten.

Vergangenen Monat urteilte das türkische Verfassungsgericht jedoch, dass das Verbot gegen das Recht auf freie Meinungsäusserung verstosse.

epa08127106 A handout photo made available by the Turkish President Press office shows Turkish President Recep Tayyip Erdogan addressing members of the ruling Justice and Development Party (AKP) at their group meeting at the parliament in Ankara, Turkey, 14 January 2020.  EPA/TURKISH PRESIDENT OFFICE HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Erdogan schränkt die Meinungsfreiheit in der Türkei stark ein. Bild: EPA

Das Gericht in Ankara ordnete am Mittwoch die Aufhebung der Sperre an. Nutzern zufolge war die Website immer noch nicht zugänglich. Es wurde jedoch damit gerechnet, dass sie nach und nach landesweit freigegeben wird. Die Türkei war neben China das einzige Land weltweit, das Wikipedia komplett gesperrt hatte.

Menschenrechtsorganisationen haben mehrfach eine Aushöhlung der Meinungsfreiheit in der Türkei unter Präsident Recep Tayyip Erdogan kritisiert. Seit einem misslungenen Putschversuch 2016 gehen die Behörden massiv gegen Regierungskritiker in der Presse und anderen Bereichen der Gesellschaft vor. (sda/afp)

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