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FILE - In this Tuesday, March 19, 2019, file photo, a mourner prays near the Linwood mosque in Christchurch, New Zealand. New Zealand Prime Minister Jacinda Ardern was hailed around the world for her decisive response to the two mosque shootings by a white nationalist who killed 50 worshippers. For many Muslims, her most consequential move was immediately labeling the attack an act of terrorism. Community leaders and researchers say that for too long, terrorism was considered a

Ein Mann betet nach den Anschlägen in Christchurch. (Archivbild) Bild: AP/AP

Neuseeland kauft nach Christchurch-Anschlag Waffen zurück



Neuseeland hat nach dem rassistisch motivierten Anschlag auf zwei Moscheen mit 51 Todesopfern mit dem Rückkauf von sogenannten halbautomatischen Waffen begonnen. Der Pazifikstaat stellt dafür 208 Millionen Neuseeland-Dollar (etwa 121 Millionen Euro) zur Verfügung, wie Regierung und Polizei am Donnerstag mitteilten.

Das Geld ist für Leute gedacht, die ihre Waffen legal erworben hatten. Sie sollen zwischen 25 und 95 Prozent des Kaufpreises zurückerhalten. Für die Rückgabe ist bis zum 20. Dezember Zeit. Für Besitzer illegaler Waffen soll es eine Amnestie geben, wenn sie zur Polizei kommen.

Waffenrückkäufe gab es auch schon in Australien

Bei dem Anschlag auf die beiden Moscheen in Christchurch Mitte März hatte der Täter verschiedene Schusswaffen genutzt, auch halbautomatische. Diese gelten als besonders gefährlich, weil der Schütze zwar jedes Mal neu abdrücken muss, die nächste Patrone dann aber sofort und automatisch nachgeladen wird. Kurz nach dem Anschlag hatte Neuseeland ihren Verkauf bereits verboten. In Deutschland sind halbautomatische Waffen für Jagd und Sport erlaubt.

Als mutmasslicher Attentäter sitzt ein 28 Jahre alter Rassist und Rechtsextremist aus Australien in Untersuchungshaft. Dem ehemaligen Fitness-Trainer Brenton Tarrant droht lebenslanges Gefängnis. Der Mann hatte seit 2017 einen neuseeländischen Waffenschein. Zumindest einen Teil der Waffen kaufte er legal übers Internet. Der Prozess soll im Mai 2020 beginnen. (mim/sda/dpa)

Attacke auf zwei Moscheen in Neuseeland

Erste Opfer der Terror-Attacke von Christchurch beigesetzt

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schlingel 20.06.2019 16:00
    Highlight Highlight Ich bezweifle ja stark, dass Personen, welche zu so einer grausamen Tat bereit sind ihre Waffen dem Staat verkaufen werden...
  • D_M_C 20.06.2019 10:32
    Highlight Highlight gute Reaktion, starke Haltung
  • Aurum 20.06.2019 10:23
    Highlight Highlight Schön, dass das wirklich durchgezogen wird nach 1(!) Anschlag. Da kann sich die USA eine scheibe von abschneiden.
    • Count Suduku 20.06.2019 13:45
      Highlight Highlight Ich verstehe nicht, was daran schön sein soll, wenn gesetzestreue Bürger, Schützen, Sammler, Jäger ihren Besitz aufgeben müssen, weil 1 (!!!) Attentäter "ähnliche" Waffen benutzt hat. Die USA hat wenigstens das Rückgrat die Freiheit seiner Bürger im Bezug auf Waffenbesitz aufrecht zu erhalten. Und ob Sie wollen oder nicht, die Sicherheit in einem Staat und dessen Waffengesetze hängen nicht miteinander zusammen. Im Bezug auf die USA würde eine mögliche Enteignung zum Bürgerkrieg führen und/oder wäre absolut ineffektiv weil es so viele Waffen dort gibt.
    • just sayin' 20.06.2019 16:59
      Highlight Highlight @Aurum

      "Schön, dass das wirklich durchgezogen wird nach 1(!) Anschlag."

      wenn du mit "anschlag" ein "mass-shooting" (>3 tote bei 1 verbrechen) meinst - dann war es nicht das erste mal.

      aramoana massacre, 1990, 14 tote
      schläpfer family murders, 1992, 7 tote
      ratima family murders, 1992, 7 tote
      bain family murders, 1994, 5 tote
      new empire hotel arson, 1995, 6 tote
      raurimu massacre, 1997, 6 tote

      aber es passiert sehr selten!

      zu beachten ist auch, dass newseeland halb so viel einwohner wie die schweiz hat.
    • Aurum 20.06.2019 17:15
      Highlight Highlight Das schöne daran ist, dass man nun einen Grund braucht, weshalb man einen Gegenstand benötigt, der eigens zum töten geschaffen wurde.
  • just sayin' 20.06.2019 10:13
    Highlight Highlight der rückkauf wird so ablaufen, wie es bei ähnlichen aktionen in anderen ländern gelaufen ist:

    -gesetzestreue menschen werden ihr (von ur-opa geerbtes steinschloss-) gewehr abgeben und verschrotten lassen (ur-opa dreht sich im grab um)

    -der staat zeigt seinen bürgern, dass er ganz ganz viel gegen das gewaltproblem macht

    -verbrecher und psychopathen lachen sich einen ast

    -die zahl der schusswaffentoten sinkt (genau im gleichen masse wie vor dem rückkauf)

    -der staat deutet dies als ein super-klares indiz, dass der rückkauf super ist

    -der durchschnitts-bürger ist beruhigt
    • Snowy 20.06.2019 11:55
      Highlight Highlight Red keinen Unsinn.

      Siehe Beispiel Australien. Die Verfügbarkeit von Schusswaffen korreliert direkt mit Schusswaffentoten! Das ist einfach Fakt!
    • Mugendai 20.06.2019 15:18
      Highlight Highlight @Snowy
      In der Schweiz ist keine Korrelation feststellbar. Ohne Schmuggelwaffen aus den Philippinen und Mexiko würde die US-Statistik auch ganz anders aussehen.
    • just sayin' 20.06.2019 16:26
      Highlight Highlight nein snowy. sie korreliert eben nicht.
      sonst hätten wir in der schweiz täglich dutzende schusswaffentote - und das haben wir nicht

      und hier noch eine statistik zu australien, in welcher man wunderbar sehen könnte (wenn man denn gerne fakten hat), dass die zahlen durchschnittlich im gleichen masse sinken, wie vor der massiven verschärfung des waffengesetzes und den breiten waffen-rückkauf 1997

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  • Count Suduku 20.06.2019 09:29
    Highlight Highlight Der Attentäter von Strassburg benutzte einen Modèle 1892 Revolver, völlig "veraltetes" Teil, könnte sogar noch sein, dass die Patronen mit Schwarzpulver gefüllt waren. Die 8mm Patrone hat nur wenig mehr Energie als eine Kleinkaliberpatrone.
    Worauf ich hinaus will: Es geht nicht um die Art der Waffe. Auf Waffen konzentrieren sich nur die, welche sich einen politischen Erfolg davon versprechen, ob pro oder kontra. Wer denkt nach dieser Enteignung mit Teilentschädigung wäre Neuseeland sicherer der irrt.
    • Snowy 20.06.2019 12:01
      Highlight Highlight Hätte der Täter nicht diesen veralteten Revolver verwendet, sondern ein halbautomatisches Sturmgewehr, hätte er noch viel mehr Menschen verletzen und töten können.

      Natürlich kann man auch mit antiken Waffen und mit Messern töten. Mit modernen, halbautomatische Schusswaffen geht es aber viel einfacher und schneller.
      Der Zeitfaktor ist in solchen Situationen absolut entscheidend.

      Gruss!

      Grenadier Snowy AD.
  • Mugendai 20.06.2019 09:25
    Highlight Highlight 208 Millionen? Das wird hinten und vorne nicht reichen. Der ganze Administrationsaufwand muss ja auch noch dazu gerechnet werden. Man kann sich Kanada anschauen, wie das dann rauskommt.
  • Zyniker haben es leichter 20.06.2019 09:22
    Highlight Highlight Und bei uns Lügen sie noch und sagen es ginge nicht um eine Entwaffnung...

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