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Schotte reitet in Thailand mit Tochter auf Elefanten – dann trampelt ihn das Tier zu Tode



Ein schottischer Tourist ist in Thailand von einem Elefanten zu Tode getrampelt worden. Das Tier habe den 36-Jährigen und dessen 16-jährige Tochter bei einem Ausritt am Montag auf der Insel Koh Samui plötzlich zu Boden geworfen, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

Tourists walk past an elephant at the ruins of the ancient capital of Ayutthaya, Thailand, December 25, 2015. International tourist arrivals in Thailand are expected to reach a record high in 2016, the tourism minister said on January 6, 2016, after nearly 30 million foreigners came to its temples, beaches and bars in 2015. Picture taken December 25, 2015. REUTERS/Jorge Silva

Touristen passieren einen Elefanten in Thailand.
Bild: JORGE SILVA/REUTERS

«Wir vermuten, dass das heisse Wetter den Elefanten wütend machte und dass er nicht an seinen Mahout (Führer) gewöhnt war.» Der Schotte trug demnach eine Beinprothese und konnte sich deswegen nicht in Sicherheit bringen. Seine Tochter und der Elefantenführer wurden verletzt. Der Elefant wurde schliesslich ruhig gestellt.

Tourist hat das Tier nicht gereizt

Berichte, wonach der Mann das Tier gereizt habe, seien falsch, sagte der Gründer der Wildlife Friends-Stiftung in Thailand, Edwin Wiek. «Der Elefant war in der Musht» – so bezeichnet man bei Elefanten einen Testosteronschub, der die Tiere einmal im Jahr besonders aggressiv macht.

In Thailand leben etwa 4000 domestizierte Elefanten, viele von ihnen werden als Touristenattraktion eingesetzt. Tierschützer halten dies für unvertretbar. «Männliche Elefanten gehören nicht in die Tourismusindustrie, ihr Verhalten ist einfach zu unvorhersehbar», sagte Wiek.

Nach seinen Angaben gab es in den vergangenen fünf Monaten sechs tödliche Zwischenfälle mit Elefanten in Thailand. Mehrere Organisationen wollen sich am Mittwoch mit der Regierung treffen, um über einen besseren Umgang mit Tieren in der Tourismusbranche zu verhandeln.

(sda/afp/dpa)

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