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Thailand

Grossdemo in Bangkok – Forderungen nach mehr Demokratie und Reformen

Grossdemo in Bangkok – Forderungen nach mehr Demokratie und Reformen

19.09.2020, 11:0819.09.2020, 15:46
epa08680249 Pro-democracy protesters flash three-finger salute during an anti-government protest at the Royal Ground of Sanam Luang in Bangkok, Thailand, 19 September 2020. Tens of thousands of anti-g ...
Bild: keystone

Tausende regierungskritische Demonstranten haben sich am Samstag an der Thammasat-Universität in Bangkok versammelt, um ihren Forderungen nach Neuwahlen und Gesetzesänderungen Gehör zu verschaffen. Die Proteste richten sich aber auch gegen die Rolle des thailändischen Königshauses, das nach Meinung vieler einen zu grossen Einfluss in dem südostasiatischen Land habe. Bisher war Kritik an der Monarchie ein Tabu.

Nach Ansicht der Organisatoren könnte die Kundgebung, die bis Sonntag dauern soll, die grösste der vergangenen Jahre werden. Sie gilt als vorläufiger Höhepunkt der seit Monaten andauernden Proteste in vielen Landesteilen. Tausende Polizisten sollten für Ordnung sorgen.

Die Demonstranten, die von Studenten angeführt werden, forderten Einlass auf das Gelände der Universität. Diese hatte erklärt, sie werde die Kundgebung dort nicht gestatten, öffnete aber schliesslich die Tore. Die Studentenführer fuhren mit einem Lastwagen samt Lautsprechern vor. «Heute verkünden wir den Beginn des Sieges für das Volk und die Demokratie», sagte einer der Hauptorganisatoren, Panupong Jadnok, den Reportern.

Die Regierung von Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha hatte zuvor gewarnt, dass die Demonstration zur Ausbreitung des Coronavirus beitragen könne – und dann wieder schärfere Einschränkungen in Kraft treten würden. Der General ist seit einem Putsch des Militärs 2014 an der Macht. Die Demonstranten fordern nicht nur den Entwurf einer neuen Verfassung und Neuwahlen, sondern auch ein Ende der Einschüchterung von Bürgern und politischen Gegnern.

Es geht aber auch um die Rolle von König Maha Vajiralongkorn und ein umstrittenes Gesetz zum Schutz der Monarchie. Wer den Regenten oder seinen Hof beleidigt, riskiert in Thailand bis zu 15 Jahren Haft. (aeg/sda/dpa)

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