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epa07800454 Myanmar murder defendants Zaw Lin (C) and Wai Phyo (R) are escorted by police officers as they arrive for their murder case verdict at a provincial court in Nonthaburi province, Thailand, 29 August 2019. The two Myanmar defendants, Zaw Lin and Wai Phyo were arrested for the rape and murder of British holidaymaker Hannah Witheridge, and the murder of David Miller on Koh Tao resort island in September 2014.  EPA/RUNGROJ YONGRIT

Die beiden Wanderarbeiter aus Myanmar wurden zur Todesstrafe verurteilt. Bild: EPA

Todesstrafe wegen Mordes an Rucksack-Touristen in Thailand



Wegen der Ermordung von zwei britischen Rucksack-Touristen in Thailand sind zwei Wanderarbeiter aus Myanmar zum Tode verurteilt worden. Der oberste Gerichtshof des südostasiatischen Landes in Bangkok bestätigte am Donnerstag einen Schuldspruch aus erster Instanz.

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die Männer im September 2014 auf der beliebten Ferieninsel Koh Tao die 23-jährige Frau und den 24-jährigen Mann töteten. Beide bestreiten nach zwischenzeitlichen Geständnissen die Tat.

Die zwei Myanmarer – heute 26 Jahre alt – hatten auf der Insel als Servicekräfte gearbeitet. Auf ihre Spur kam die Polizei durch Überwachungskameras, die sie in der Nähe des Tatorts zeigen. Ihre Verteidiger behaupten, dass sie gefoltert wurden, um die Geständnisse zu erzwingen.

Zudem sollen Beweise manipuliert worden sein. Die Behörden weisen dies zurück. Beim ersten Prozess 2015 wurde jedoch deutlich, dass von den Ermittlern versäumt wurde, DNA-Spuren am Tatort zu sichern. In Myanmar löste das Urteil damals Proteste aus.

Der Fall hatte international Schlagzeilen gemacht. Die Polizei stand unter Druck, das Verbrechen möglichst schnell aufzuklären, um den Ruf Thailands als Ferienziel nicht zu gefährden.

Die Insel Koh Tao im Golf von Thailand ist seit vielen Jahren Ziel von Rucksack-Touristen aus aller Welt. Wegen einer Serie von Todesfällen bekam sie mittlerweile auch den Namen «Insel des Todes» verpasst. (mim/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Swen Goldpreis 30.08.2019 17:30
    Highlight Highlight Wenn man die Geschichte ein bisschen verfolgt hat und auch schon mit Leuten vor Ort geredet hat, die einem bestätigen, wie stark dort die Thai-Mafia und die lokale Polizei zusammenarbeiten, dann kommt man nicht umhin, diese offizielle Version anzuzweifeln.

    Hinzukommt ja, dass es zuvor schon andere Todesfälle gab, bei denen die Polizei ebenfalls wenig an einer Aufklärung interessiert schien.

    Persönlich würde ich Koh Tao heute nicht mehr besuchen. Nur wenn die Tourismuszahlen wirklich einbrechen, wird die Regierung den Anreiz haben, da mal nach dem Rechten zu sehen.
  • Sinah76 29.08.2019 14:19
    Highlight Highlight Sooo schlimm!!! es ist ganz klar, dass die beiden es nicht gewesen waren. Es gab genug andere Beweise, Videomaterial von der Strasse in der Nähe des Tatorts :-( ich finde es einfach nur himmeltraurig, die müssen als Sündenböcke hinhalten... Britischer Tourist wurde bedroht ja nicht die Wahrheit zu sagen, er ist untergetaucht... ich sage nur Koh Tao ist gefährlich geworden, ist alles in der Hand der Thai Mafia, auch die Polizei wird von denen bezahlt... die zwei Jungs tun mir echt leid.

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