International
Türkei

Türkischer Bürgermeister Niyazi Nefi Kara wegen Korruption verurteilt

Korruption und Geldwäsche: Oppositioneller Bürgermeister in der Türkei verurteilt

15.05.2026, 18:5415.05.2026, 18:54

Ein ehemaliger oppositioneller Bezirksbürgermeister im türkischen Antalya ist zu mehr als 46 Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht verurteilte den ehemaligen Bürgermeister der grössten Oppositionspartei CHP des Bezirks Manavgat, Niyazi Nefi Kara, mitunter wegen Korruption, Geldwäsche und der Leitung einer kriminellen Organisation, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Wenige Monate nach seiner Absetzung als Bürgermeister trat Kara aus der CHP aus.

Auch der ehemalige stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Manavgat wurde zu einer Haftstrafe von 40 Jahren und einer Geldstrafe verurteilt. Mehr als 40 Angeklagte standen laut Anadolu bei diesem Verfahren vor Gericht.

Viele oppositionelle Bürgermeister in U-Haft

Zahlreiche CHP-Bürgermeister verschiedener Gemeinden und Städte in der Türkei sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft. Der prominenteste ist der ehemalige Bürgermeister der Millionenmetropole Istanbul, Ekrem Imamoglu. Seine Verhaftung und folgende Absetzung als Bürgermeister im vergangenen Jahr löste landesweite Proteste aus. Der Hauptprozess gegen Imamoglu ist im März gestartet – ihm drohen Anadolu zufolge mehr als 2'000 Jahre Haft.

Die CHP sieht sich als Opfer einer politischen Kampagne der Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan. Dieser hatte bei den Kommunalwahlen die Kontrolle über mehrere wichtige Grossstadtgemeinden verloren. Erdogan hingegen weist Einflussnahme auf die Justiz vehement zurück. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Erdogans wahnsinniger Präsidentschaftspalast
1 / 16
Erdogans wahnsinniger Präsidentschaftspalast
Das ist er – oder sagen wir einmal, ein Teil davon: Der Präsidentschaftspalast der Türkei in Ankara. Sein Preisschild: 500 Millionen Euro.
quelle: epa / ozge elif kizil / anadolu agency
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Bei Anruf Erdogan - Bizarres Vorgehen in der Türkei
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4
Sauerstoff-Leck auf der ISS: Nasa bereitet Evakuierung vor
Alarm auf der Internationalen Raumstation: Die Besatzung ist laut der US-Raumfahrtbehörde Nasa aufgefordert worden, sich aus Sicherheitsgründen in die Raumkapsel Crew Dragon zu begeben.
Auf der Internationalen Raumstation (ISS) hat es einen Zwischenfall mit Folgen für die Besatzung gegeben. Wegen Lecks an einem Modul wurden fünf Raumfahrer angewiesen, sich in das Dragon-Raumschiff zu begeben.
Zur Story