International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Joko und Klaas erhalten 15 Minuten Sendezeit auf ProSieben und machen auf die Zustände in Moria aufmerksam

Joko und Klaas bekamen 15 Minuten Sendezeit von ProSieben und nutzten diese für ein ernstes Thema. Bild: screenshot prosieben

Joko und Klaas zeigen in 15 Minuten, wie dramatisch die Situation in Moria wirklich ist

Janna Eiserbeck / watson.de



Nachdem sie in der ersten Show der neuen Staffel eine Niederlage im Kampf gegen ihren Haus- und Hofsender eingefahren hatten, hatten Joko und Klaas am Dienstagabend Glück. Sie erspielten gegen ProSieben die heissbegehrten 15 Minuten Live-Sendezeit und gingen am Mittwochabend um 20.15 Uhr auf Sendung – wie immer, ohne vorher zu verraten, was die Zuschauer erwartet. Wie schon in der Vergangenheit nutzten sie ihre 15 Minuten wohlüberlegt. Doch das Hinschauen fiel einem nicht leicht, denn es waren flüchtende Menschen, weinende Kinder und brennende Zelte, die der Zuschauer zu sehen bekam.

Joko und Klaas nutzten ihre Zeit nämlich, um auf Moria aufmerksam zu machen. Etwas, was ihnen schon lange ein Anliegen ist, wie sie direkt zu Beginn berichten. Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf berichten, dass die am Dienstag ausgestrahlte Show bereits vor einem Monat aufgezeichnet worden sei und sie anschliessend beschlossen hätten, in ihrer Sendezeit auf die vergessenen Schicksale im Camp Moria einzugehen. Dafür hätten sie mit dem afghanischen Flüchtling Milad gesprochen.

Nur mittlerweile sei nicht mehr die fehlende Aufmerksamkeit das eigentliche Problem, sondern die dramatische Situation der Menschen, die seit dem grossen Feuer in Moria erneut nicht wissen, wohin sie sollen, die teils mit Tränengas beschossen und nicht versorgt werden.

Ihr Anliegen jetzt, wie Joko erklärt: «Wir wollen, dass künftig jeder weiss, welche Zustände mitten in Europa herrschen.» Und Klaas warnt, die kommenden Bilder seien nicht für Kinder geeignet. Und dann beginnt sie, die «Short-Story of Moria».

Joko und Klaas gegen ProSieben: Sie zeigen, wie schlimm die Situation in Moria wirklich ist

Milad flüchtete aus Afghanistan. Bild: screenshot prosieben

Joko und Klaas zeigen «Short-Story of Moria»

In dem Film schildert der Flüchtling Milad, wie er aus Afghanistan nach Moria kam. Sein, wie er es nannte, «grösster Fehler». Es brauchte drei Fluchtversuche, bis er es auf die griechische Insel schaffte. Bei seinem zweiten Versuch kam er mit einem Boot und zahlreichen anderen Flüchtlingen – Frauen, Kinder und Männer – bis in griechisches Gewässer, doch dort habe die Küstenwache den Motor des Bootes zerstört und sie zurück aufs Meer, zurück in türkisches Gewässer gezogen. Von dort gelangte er erst in die Türkei, dann auf die Insel Lesbos.

15 Minuten «A Short Story of Moria»:

abspielen

Video: YouTube/Joko & Klaas

Es sind schreckliche Szenen. Szenen der Flucht, vom Boot. Weinende Kinder, flehende, appellierende Männer. Sie hätten seit drei Tagen nicht gegessen und getrunken, berichtet Milad. Bilder, die nur schwer zu ertragen sind.

Als Milad bei seinem dritten Versuch, nach Europa zu kommen, endlich in Moria angekommen war, machte sich schnell Enttäuschung breit. Das Camp, das für 3000 Menschen ausgelegt war, war mit bis zu 19'000 Menschen gefüllt. Es folgen Aufnahmen der heruntergekommenen Zelte, der schmutzigen Sanitäranlagen, von Müll und Unrat.

Flüchtling schildert die Flucht aus Moria

Und dann das Feuer. Milad schildert, dass er wach war, als es ausbrach. Er habe alles mitbekommen. Es sind Handyaufnahmen zu sehen, die zeigen, wie sich das Feuer ausbreitet und wie die Menschen flüchten. «Wir mussten schnell weg, um unser Leben zu retten», sagt er. Doch sie kamen nicht weit, die Armee riegelte die Strassen ab, wie Milad weiter berichtet. «Frauen und Kinder haben geweint und geschrien», beschreibt er die Situation und appelliert:

«Ändert die Zustände! Ändert unsere Situation!»

Er sei geschockt gewesen, wie die Polizei gegen die Menschen vorgegangen sei. Es werden Videos eingespielt, in denen zu sehen ist, wie Tränengas versprüht und geschossen wird. Kinder weinen und schreien vor Schmerzen und Angst. «Wir waren von Europa enttäuscht. Wir waren vom Leben enttäuscht», fasst Milad zusammen. Er dachte, in Europa herrsche Gleichberechtigung und Frieden, dass man sich gegenseitig respektiere. Doch er wurde enttäuscht. Er ruft auf:

«Lasst uns sie unterstützen und helfen und kümmert euch um dieses Chaos!»

Zuschauer reagieren bestürzt

Die Reaktionen der TV-Zuschauer? Erschüttert.

Zum Schluss des bewegenden Beitrags ist übrigens der Hashtag #leavenoonebehind zu lesen und der Link zu www.leavenoonebehind2020.org. Dann wird es schwarz.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Brand im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos

300 Menschen fordern in Bern Evakuierung von Flüchtlingslagern

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

88
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
88Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dragonlord 17.09.2020 23:18
    Highlight Highlight Ihr solltet mal ein paar Schicksale von diesen Flüchtlingen hören. Viele dieser Menschen lebten in einem hübschen Zuhause, arbeiteten und hatten ein normales Leben. Sie haben keinen Plan geschmiedet, wie sie nach Europa kommen und reich werden können. Sie wollten nicht weg.
    Es sind nicht alles Terroristen, Islamisten, Vergewaltiger, Diebe und Mörder.
    Es sind Menschen, die vor Unterdrückung, Krieg oder dadurch entstandene Armut fliehen.
    Wir sollten ihnen helfen, allen voran den Kindern und ihren Eltern, ohne noch mehr Zeit zu verlieren!
    Sie brauchen jetzt ein sicheres Zuhause und Erholung!
  • JackMeMore 17.09.2020 17:19
    Highlight Highlight Europa bringe eine Lösung! Dem Grundbedürfnis nach Witterungsschutz, Essen und Sanitärer Anlagen muss Rechnung getragen werden. Den Menschen soll die Option gegeben werden, dass sie mit Hilfe in ihre Länder zurück gebracht werden, wenn Sie sich dazu entschliessen. Der Rest soll in der Zeltstadt untergerbacht werden. Es ist kein Wunschkonzert (sorry für diesen Ausdruck). Danach sollen sie einen faire Möglichkeit bekommen, einen Antrag zu stellen (konnten sie bis dato nicht). Dies soll zeitlich kommuniziert werden. Es ist hart diese Härte zu zeigen. Mein Herz weint, sie werden Europa hassen.
  • Vollkornzwieback 17.09.2020 16:40
    Highlight Highlight Also, ich habe die Sendung ja nicht gesehen. Aber haben sie auch gezeigt, was mit gewissen 207'000.-- Euro passiert ist? Gibt's da schon viel Neues?
  • Nicosinho 17.09.2020 14:03
    Highlight Highlight Absolut schreckliche und bedenkliche Szenen, die sich in Lesbos und auch vielen anderen Flüchtlingscamps abspielen!

    ABER wie soll die Lösung genau aussehen?
    Macht es Sinn, wenn man tausende von Flüchtlinge einfach durchwinkt nach Deutschland, Frankreich in die Schweiz etc? Wie sind die Perspektiven der ganzen Migranten in Westeuropa? Früher oder später lungern sie in den Städten rum und langweilen sich zu Tode....

    Die Chance ist gross, dass sich dadurch Sub-Gesellschaften bilden und die Migranten unter sich leben. Die Kluft zwischen arm und reicht wird immer grösser...
    • Nino F. 17.09.2020 15:01
      Highlight Highlight Der Grund für die Kluft zwischen arm und reich ist der Kapitalismus. Und der Grund für die Bildung von "Subgesellschaften" sind ausgrenzende Einstellungen wie du sie an den Tag legst.
    • idontevencaretbh 17.09.2020 16:41
      Highlight Highlight Sollen sie lieber woanders arm sein, oder? Damit du ihnen nicht dabei zusehen musst, wenn sie "i nden Städten rumlungern"?
    • Nicosinho 17.09.2020 17:12
      Highlight Highlight @Nino F. @ idontevencaretbh

      Danke für eure sehr konstruktiven Feedbacks....

      Ich bin alles andere als rassistisch, sehe jedoch denn Sinn nicht, wenn abertausende von Migranten nach Westeuropa pilgern.

      Haben wir freie Arbeitsplätze bis zum abwinken?
      Sind die Migranten gewillt unsere Sprache zu lernen und sich zu integrieren?

      Arme und reiche Länder wird es immer geben aber wohin führt das mit den Flüchtlingswellen?

      Ein Verbund von mächtigen Nationen sollten rigoros eingreifen und etwas gegen diese korrupten und volksunterdrückenden Diktatoren im Nahen Osten und Afrika unternehmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Froggr 17.09.2020 13:04
    Highlight Highlight Das ist eben das Problem. Europa (die EU) hat lauter Flüchtlinge aufgenommen welche möglicherweise gar nicht alle das Recht dazu gehabt hätten (Leib und Leben nicht gefährdet, nicht verfolgt usw.). Es gibt auf dieser Erde schlicht Menschen welche definitiv noch mehr Recht auf die Asylplätze in Europa gehabt hätten. Bei der Aufnahme von Flüchtlingen welche tatsächlich in extremer Gefahr wäre die Stimmung in Europa bestimmt nicht so gekippt wie sie es jetzt ist. Deshalb: Europa du hasts völlig versaut. Wegen deiner leichtsinnigen Politik werden JETZT Menschen sterben.
    • Nino F. 17.09.2020 15:04
      Highlight Highlight Nein, umgekehrt. Wegen Leuten wie dir wird das Recht auf Asyl eingeschränkt. Du tust so, als ob du eigentlich schon für die Aufnahme von Geflüchteten wärst, einfach "unter anderen Umständen". Ich glaube dir kein Wort.
  • idontevencaretbh 17.09.2020 12:15
    Highlight Highlight Es ist grausam, wie die Staaten sich jetzt gegenseitig die Verantwortung in die Schuhe schieben - es wird um Menschenleben gefeilscht, während tausende Kinder zutiefst für immer traumatisiert werden. Die Schweiz könnte so viele Menschen aufnehmen und es würde uns immer noch besser gehen als 90% der restlichen Welt. Diese Menschen wären eine Bereicherung für uns.

    Es gibt keinen Pull-Faktor und Flüchtlinge sind auch kein neues Problem, welches erst seit Seenotrettungen existiert.
    Wir haben Platz!
    • Froggr 17.09.2020 12:57
      Highlight Highlight Ja wir haben Platz. Haben wir aber die Nerven? Haben wir das Geld? Ihr denkt immer wir haben so viel Geld. Das stimmt nicht. Sobald man beginnt zu denken man hat von allem genug und kanns aus dem Fenster raushauen, dann wird der Wind verrammt schnell drehen.
    • MaximaPoena 17.09.2020 13:28
      Highlight Highlight Es ist Ihnen unbenommen:
      1. Geld an eine Familie in einem armen Land Ihrer Wahl zu überweisen, damit sie keinen wirtschaftlichen Migrationsgrund mehr hat oder
      2. sich um ein Visum für eine oder mehrere migrationswillige Personen zu bemühen, um anschliessend in der Schweiz persönlich für ihre Unterbringung aufzukommen.
    • Turbokapitalist 17.09.2020 14:48
      Highlight Highlight @Idontevencaretbh Was, wenn ich will, dass es mir besser als 99,9% der Menschen geht und nicht nur 90%?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Buchstabe I 17.09.2020 11:17
    Highlight Highlight Nicht dass Merkel alleinschuldig ist, aber im Nachhinein hätte sie sich den Spruch damals echr sparen können.

    Ich könnte kotzen.
    Benutzer Bild
    • Froggr 17.09.2020 12:57
      Highlight Highlight Das zeigt eben dass Merkel nicht weit vorausdenkt.
  • Dory. 17.09.2020 10:55
    Highlight Highlight Kinder mit Hilfe von Tränengas quasi zurück ins Feuer treiben... -->
    Schau her, die hässliche Fratze des vekappten Neo-Faschismus.
  • chnobli1896 17.09.2020 10:43
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Quo Vadis 17.09.2020 10:26
    Highlight Highlight Natürlich verstehe ich, dass sich Menschen aus Afghanistan auf den Weg zu uns machen um ein besseres Leben zu haben. Ein kurzer Blick auf den Atlas zeigt jedoch auf, dass Afghanistan selbst gemäss Risk Map von lauter 'sicheren' Ländern umgeben ist.

    Selbst ein UN Bericht besagt, dass 65% der 'Flüchtlinge' nicht mehr Grund haben in Europa zu sein, als der ganze Rest der Welt... Mir tun die Menschen echt leid, sind sie Opfer einer inkompetenten und VÖLLIG verfehlten Migrationspolitik seitens der EU, welche es selbst seit 09/15 NICHT fertig gebracht hat eine Lösung zu finden 😡
    Benutzer Bild
    • Lami23 17.09.2020 15:15
      Highlight Highlight Die wenigsten geflüchteten Menschen kommen oder wollen bis nach Europa. Wo denkst du, sind z.B all die Syrer?
  • Milf Lover 17.09.2020 10:25
    Highlight Highlight Man will also mit solchen Mitteln die EU auf die Knien zwingen. Mit solchen Mitteln meine ich das Legen eines Feuers.
    Die beiden Moderatoren können noch stundenlang über die Bedeutung des kategorischen Imperativ in Bezug auf das Verhalten der Weltpolitik berichten. Meine Einstellung bleibt trotzdem gleich- nicht nachgeben EU.
    • Bits_and_More 17.09.2020 12:02
      Highlight Highlight Du weisst aber schon, dass nicht 13'000 Flüchtlinge mit der Fackel ihr Zelt niedergebrannt haben? Das waren ein paar wenige, die auch wegen Gefährdung unzähliger Leben vor Gericht gestellt werden sollen.
      Aber die 12'950 Flüchtlinge, welche mit dem Brand nichts zu tun haben, dürfen dafür nicht auch noch bestraft werden. Sippenhaft ist out.
    • Maria Cardinale Lopez 17.09.2020 12:48
      Highlight Highlight Das seit Jahren mit viel zu viel Leuten besetzte Lager mit Menschen auf der Flucht, hätte gar nie so entstehen dürfen.

      Motor wurde durch Küstenwache zerschliessen. Sie zogen uns aufs offene Meer hinaus.
      Niemand half uns.

      Kinder wurden beschossen mit Tränengas

      Wenn du sowas billigst, dann ist deine Courage sowas von im Arsch.
  • Basti Spiesser 17.09.2020 10:14
    Highlight Highlight Das ist Mina, 8km von Mekka in Saudi-Arabien entfernt. 3 Mio vollklimatisierte, leere Pilgerzelte auf 20km².
    Benutzer Bild
    • Varanasi 17.09.2020 10:46
      Highlight Highlight Saudi Arabien, da fühlen sich Verfolgte, vor allem Frauen, sehr wohl.
      Da geht man gerne hin, ab und zu wird halt jemand zerstückelt oder gesteinigt, aber was solls....

      Manchmal finde ich deine Provokanten richtig eklig.
    • Pachyderm 17.09.2020 11:05
      Highlight Highlight Und dann?

      Die Menschen einfach woanders zu internieren löst das Problem auch nicht.
    • Enzasa 17.09.2020 11:06
      Highlight Highlight Super!
      Das ist weder Europa, noch europäischer Verantwortungsbereich.

      Aber wenn die nicht helfen, brauchen wir auch nicht helfen???
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lululuichmagäpfelmehralsdu 17.09.2020 09:13
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • w'ever 17.09.2020 08:55
    Highlight Highlight die zwei machen auch nichts anderes, als andere personen des öffentlichen lebens... anprangern und selber nichts tun.
    • Gipfeligeist 17.09.2020 09:17
      Highlight Highlight @w'ever
      Warum müssen sie denn etwas tun? Es gibt Politikwissenschaftler, Experten für Globale Entwicklung, Studien über Flucht-Ursachen. Und die EU & CH die ein Milliarden Budget haben.

      Nein, handeln muss das gesamte Europa
    • Frank Eugster 17.09.2020 09:34
      Highlight Highlight @w'ever abgesehen davon, dass anprangern als Tätigkeit per se etwas tun ist, stellt sich mir die Frage, worin Ihr sich Ihr Beitrag von Ihrer Unterstellung abgrenzt. Was tun Sie für die Menschen in Moria, abgesehen vom Anprangern der beiden Spasskönige?
    • Varanasi 17.09.2020 09:45
      Highlight Highlight Ja, ist das so?

      Über eine Million Euro sammeln, finde ich jetzt nicht nichts tun.

      https://www.spiegel.de/politik/deutschland/jan-boehmermann-und-klaas-heufer-umlauf-eine-million-euro-fuer-sea-watch-a-1280079.html
    Weitere Antworten anzeigen
  • demian 17.09.2020 08:31
    Highlight Highlight Wenn ich das sehe, dann frage ich mich wo sich Europa von Lukaschenko unterscheidet.
  • l.roggli 17.09.2020 08:25
    Highlight Highlight Die Zustände sind fraglos menschenunwürdig und erschreckend. Das Verhalten der griechischen Armee/Polizei ist skandalös und erschreckend.

    Aber was soll Europa denn tun? Wir können nicht jeden Menschen der zu uns möchte mit offenen Armen empfangen und ihm Freiheit und ein neues Leben schenken.

    Wir müssen das Problem bei der Wurzel packen, Entwicklungshilfe leisten und klar kommunizieren, was die Flüchtlinge in Europa erwartet bzw. dass wir Ihnen (leider) nicht ihr Traumleben ermöglichen können.
    • Ritalina 17.09.2020 10:32
      Highlight Highlight Angenommen, es wird jemand in der Türe eines abfahrenden Zuges eingeklemmt. Was tust du zuerst? Den technischen Fehler lösen oder versuchen, den Zug anzuhalten, um ein Leben zu retten?
      Ich verstehe das Argument, dass man nicht einfach alle mit offenen Armen empfangen will, aber man will doch auch nicht einfach zuschauen, wie die Menschen im Elend versinken? Diese Thematik ist so vielschichtig und keine zufriedenstellende Lösung in Sicht.
      Habe ich denn mehr Recht auf Wohlstand, nur weil ich bei meinem Geburtsort ein besseres Los gezogen habe? Wieviel Wohlstand würde ich abgeben, um zu helfen?
    • dä seppetoni 17.09.2020 10:48
      Highlight Highlight " Wir können nicht jeden Menschen der zu uns möchte mit offenen Armen empfangen und ihm Freiheit und ein neues Leben schenken."

      Einverstanden. Aber zumindest muss die EU und die Schweiz Griechenland dabei unterstützen, ein menschenwürdiges Auffanglager aufzubauen. Sicherheit, Verpflegung, Gesundheit, Schulbildung und dann vor allem auch ein viel schnellerer Entscheid, wie es für die einzelnen Personen weitergeht. Ist, finde ich, das mindeste, was wir Menschen auf der Flucht schulden.
    • AdiB 17.09.2020 11:01
      Highlight Highlight Das problem bei der wurzel anpacken. Ja du hast recht. Aber auch hier ist das problem bei uns. Dies würde für uns bedeuten kürzer zu tretten. Keine kriege wegen rohstoffen mehr führen da unten. Fairen handel mit diesen staaten führen. Doch unsere grosskonzerne und politik will nicht mit armen schwachen länder fairen handel betreiben, wenn es für den westen rentitabler ist eine armee zur rohstoff sicherung zu senden. Damit fördert man ja auch gleich die waffenindustrie u.s.w.

      Was denkst du wie der aufschrei der westlichen wirtschaft wöre, wenn wir diese länder auf augenhöhe begenen würden?
    Weitere Antworten anzeigen
  • nine 17.09.2020 08:22
    Highlight Highlight Einmal mehr haben Joko und Klaas ihre Reichweite für eine wichtige, ethische Aufgabe genutzt. Dafür gebührt ihnen ein grosser Dank.

    Es gilt zu hoffen, dass mit diesem Video einmal mehr die Situation auf den griechischen Inseln ins Bewusstsein von uns Europäer*innen dringt und wir endlich unsere Regierungen zum Handeln bringen.

    Es ist eine Schande, in Europa solche zustände zu haben UND diese zu dulden. Schliesst endlich diese menschenunwürdigen Camps!
  • Maria Cardinale Lopez 17.09.2020 08:14
    Highlight Highlight Danke Joko und Klaas
    Ich habe mich in Grund und Boden geschämt, für unser versagen in Europa.
    Tränen sind mir gekommen. Ich bin auch eine Nacht später immer noch fassungslos.
    Was sind wir nur für Menschen geworden?
    • Hugobert 17.09.2020 09:59
      Highlight Highlight Es zeigt auch hier wieder wie viele Dislikes dein Kommentar bekommt, wie wenig Empathie bei gewissen vorhanden ist. Das Problem ist komplex klar, aber solche Zustände sind ein absolutes Armutszeugnis für Europa.
    • Xonic 17.09.2020 10:35
      Highlight Highlight Wieso genau versagt hier Europa und nicht die verantwortlichen Staaten?
    • Ueli_DeSchwert 17.09.2020 10:54
      Highlight Highlight Hugobert: Es gibt viele, die auf nichts verzichten möchten (Stichwort "Das Boot ist voll")
      Ich kann die Angst auch verstehen. Wie könnte es auch anders sein, wenn man Politiker und Parteien hat, die genau diese Story vertreten?
      Jedoch stellen sich die meisten nie die Frage, inwiefern sie selber tatsächlich betroffen sind oder wären. Das Märchen von den "kriminellen Ausländern" oder den "Ausländern die Jobs wegnehmen" und "auf der faulen Haut liegen und nur profitieren wollen" wurde schon des längen und breiten wiederlegt.
      Trotzdem behaupten das noch viele, und verhindern damit eine Diskussion
    Weitere Antworten anzeigen
  • du_bist_du 17.09.2020 08:12
    Highlight Highlight Es ist Joko und Klaas sicher gelungen einige Deutsche wachzurütteln. Deutschland fühlt sich moralisch verpflichtet und propagiert dies auch... unter diesen Gesichtspunnkten ist mehr möglich als das, was sie jetzt machen.
    Die Deutschen vergessen allerdings, dass ihre Auslegung der Moral keine Gesetze sind. Das Klagen über die unwilligen EU-Länder können sie sich sparen.
    • AllknowingP 17.09.2020 09:09
      Highlight Highlight Und die Schweiz?
    • BigDaddy 17.09.2020 09:17
      Highlight Highlight Wir sollten uns alle moralisch verpflichtet fühlen.
      Egal ob du "etwas dafür kannst oder nicht". Als Mensch hat man Mitgefühl... Wenn das bei dir oder jemanden tot ist, hetz doch nicht noch andere Menschen auf oder verurteile sie.
    • du_bist_du 17.09.2020 10:43
      Highlight Highlight @BigDaddy
      Ich hetze niemanden auf und habe eine persönliche Meinung, die die unwürdigen Zudtände in diesen Lagern durchaus erkennt.

      Nur gibt es auch politische Komponenten usw.

      Sehen sie, Deutschland hat mit "Wir schaffen das, alle sind willkommen" einen Pull-Effekt ohne Absprache mit den Partnern verursacht. Dann bezahlt man Erdogan für die Schmutzarbeit usw. Deutschland liefert Waffen an die Türkei und will gleichzeitig mit den Griechen diskutieren usw...

      Definierrn sie Moral und Menschlichkeit nun?
      Deutschland kann nicht die EU-Spielregelen immer ändern... sagt man den Briten ja auch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Yann Wermuth 17.09.2020 07:55
    Highlight Highlight Keine Worte, nur Tränen
  • Sharkdiver 17.09.2020 07:52
    Highlight Highlight Zwei totale (oberflächliche) unterhalter, aber ihre 15 min haben im mega Tiefgang 👍🏻
  • schoscho 17.09.2020 07:39
    Highlight Highlight Und, wer will hier nach dieser Sendung/Bericht grad wieder kritisch über Flüchtlinge schreiben?
    • Enzasa 17.09.2020 11:12
      Highlight Highlight Warum soll man kritisch über Flüchtlinge schreiben. Es geht um das Verhalten Europas, die diese Menschen leiden lassen und abschreckend auf nachziehende Flüchtlinge zu wirken.

Kannst du diese 19 Bilder anschauen, ohne durchzudrehen?

Dein Morgen ist gleich gelaufen. Sorry gell.

Es gibt sie, die kleinen Dinge des Alltags, die uns auf die Palme bringen können.

Gelassene Typen werden beim Anblick der folgenden Bilder vielleicht nicht einmal mit der Wimper zucken. Sollte aber nur ein Fitzelchen Perfektionist (oder Bünzli) in dir strecken, werden dir diese Szenen wie ein Horrorfilm vorkommen ... 

Unten geht's weiter.

(sim)

Artikel lesen
Link zum Artikel