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Uber muss französischen Fahrern 17 Millionen Euro zahlen

Uber muss französischen Fahrern 17 Millionen Euro zahlen

20.01.2023, 23:1020.01.2023, 23:10

Der US-amerikanische Fahrdienst Uber ist verurteilt worden, 139 Fahrern in der französischen Stadt Lyon rund 17 Millionen Franken zu bezahlen. Das gab am Freitag der Anwalt der Fahrer der französischen Nachrichtenagentur AFP bekannt.

Uber sei verpflichtet worden, die Verträge der 139 Chauffeure neu einzuschätzen, sagte Anwalt Stéphane Teyssier und bestätigte damit eine Meldung einer Regionalzeitung. Den Entscheid fällte ein Arbeitsgericht, vor das die Uber-Fahrer von Lyon gezogen waren.

FILE - The logo for Uber appears above a trading post on the floor of the New York Stock Exchange, Friday, Aug. 9, 2019. Shares of Uber are surging before the market open Tuesday, Nov. 1, 2022, after  ...
Nach einem Gerichtsentscheid muss Uber zahlreiche Chauffeure entschädigen.Bild: keystone

Teyssier sagte weiter, dieses Gericht habe sich auf ein Urteil eines Kassationshofs gestützt, das 2020 zum Schluss gekommen sei, Uber-Fahrer müssten als Angestellte des Unternehmens betrachtet werden.

Auf Anfrage sagte Uber der Nachrichtenagentur AFP, das Unternehmen werde gegen den Entscheid rekurrieren. Im Allgemeinen kämen Arbeitsgerichte und Appellationshöfe zum Schluss, Fahrer, welche ihre Personentransporte mit der Uber-App ausführten, seien selbständig.

In der Schweiz entschied das Bundesgericht im Mai des vergangenen Jahres, dass Uber in Genf unter das Gesetz über Taxis und Transportfahrzeuge fällt und deshalb seine Fahrer wie Angestellte und nicht wie Selbstständige behandeln muss. (sda/afp)

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