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Ehemaliges AKW Tschernobyl wieder am Stromnetz

KEYPIX - epa11895101 A handout photo made available by the International Atomic Energy Agency (IAEA) showing damage to the shelter preventing radiation leaking from the destroyed 4th power unit of the ...
Der Schutzbau war wegen eines Stromunterbruchs infolge russischer Angriffe mehrere Stunden ohne Strom.Bild: keystone

Ehemaliges AKW Tschernobyl wieder am Stromnetz

20.01.2026, 18:2020.01.2026, 18:20

In der Ukraine sind das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl und andere atomare Anlagen in der radioaktiv verseuchten Sperrzone um das AKW wieder am Stromnetz. «Das Kraftwerk ist mit den notwendigen Treibstoffvorräten und funktionierenden Reservestromquellen für den Fall neuer (russischer) Angriffe ausgestattet», versicherte das Energieministerium in Kiew in einer Mitteilung. Die Strahlungswerte um die Industrieanlagen und im Sperrgebiet seien innerhalb der Normen.

Am Morgen war die Stromversorgung infolge russischer Raketen- und Drohnenangriffe auf ukrainische Umspannwerke unterbrochen worden. Vom Stromausfall betroffen war nicht nur der Schutzbau über dem 1986 havarierten Atomreaktor, sondern auch mehrere in dem Gebiet vorhandene Zwischenlager für radioaktive Abfälle. Die Internationale Atomenergiebehörde teilte mit, mehrere für die nukleare Sicherheit wichtige Umspannwerke seien von grossflächigen Militäraktionen betroffen gewesen. Dies habe nicht nur Auswirkungen auf Tschernobyl, sondern auch auf die Stromversorgung anderer Kernkraftwerke.

Die Reaktorkatastrophe in dem damals sowjetischen Kernkraftwerk in der Nordukraine gilt als die schwerste atomare Katastrophe in der Geschichte. Wegen der radioaktiven Strahlung wurde eine Zone im Umkreis von etwa 30 Kilometern um den Unglücksort komplett gesperrt. Zehntausende Menschen wurden umgesiedelt. Bei ihrem Einmarsch vom Februar 2022 besetzte die russische Armee auf ihrem Weg in Richtung der etwa 100 Kilometer entfernten Hauptstadt Kiew für mehrere Wochen die Kraftwerksanlagen und das Sperrgebiet. (sda/dpa)

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