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International
Ukraine

Fotos zeigen Asowstal-Kämpfer vor und nach der russischen Gefangenschaft

In this photo provided by Azov Special Forces Regiment of the Ukrainian National Guard Press Office, Ukrainian soldiers live inside the ruined Azovstal steel plant in Mariupol, Ukraine, May 7, 2022. F ...
Dieses Foto wurde vom Pressedienst des Asow-Spezialregiments der ukrainischen Nationalgarde zur Verfügung gestellt: Es zeigt ukrainische Soldaten im Inneren des zerstörten Stahlwerks Asowstal in Mariupol, bevor sie in russische Gefangenschaft gerieten.Bild: keystone

Diese Fotos zeigen Asowstal-Kämpfer vor und nach der russischen Gefangenschaft

Bilder eines ukrainischen Soldaten illustrieren die gravierenden gesundheitlichen Folgen von russischer Kriegsgefangenschaft. Mykhailo Dianow war einer der Kämpfer im Asowtal-Stahlwerk.
24.09.2022, 20:0724.09.2022, 21:08
Ein Artikel von
t-online

Das Bild des ukrainischen Soldaten, der mit einem notdürftig verbundenen und geschienten Arm im Asowstal-Stahlwerk in Mariupol ausharrte, ging um die Welt.

In this photo provided by Azov Special Forces Regiment of the Ukrainian National Guard Press Office, an Azov Special Forces Regiment's serviceman, injured during fighting against Russian forces, poses ...
Mykhailo Dianow im Stahlwerk Asowtal, das wochenlang belagert wurde. Jetzt ist der ukrainische Soldat aus der Gefangenschaft zurückgekehrt.Bild: AP Azov Special Forces Regiment

Trotz seiner Verletzung zeigte er das Siegeszeichen und versuchte zu lächeln. Jetzt ist Mykhailo Dianow aus der Gefangenschaft zurückgekehrt – und ist kaum wiederzuerkennen.

Bild
screenshot: twitter

Fotos auf Twitter zeigen einen ausgemergelten Mann, dessen rechter Arm offenbar stark verformt ist. Andere Bilder zeigen Dianow im Kreise seiner Familie. Der lange Bart, den der Soldat im Stahlwerk trug, ist mittlerweile abgeschnitten. Nur ein paar Stoppeln sind noch vorhanden.

Ukraine: Einer der Glücklichen

Das ukrainische Verteidigungsministerium teilte ebenfalls Bilder des Soldaten, vor dem Einsatz im Stahlwerk und nach seiner Freilassung. «Der ukrainische Soldat Mykhailo Dianow gehört zu den Glücklichen: Im Gegensatz zu einigen seiner Kriegsgefangenen überlebte er die russische Gefangenschaft. So hält sich Russland an die Genfer Konventionen. So setzt Russland das schändliche Erbe des Nationalsozialismus fort», schrieb das Ministerium auf Twitter.

Der ehemalige Kämpfer sieht auf den Fotos in sozialen Medien deutlich abgemagert aus, versucht aber freundlich in die Kamera zu lächeln. Auf einem Bild macht er erneut das Siegeszeichen mit dem Zeige- und Mittelfinger.

Dianow soll Ende September aus der Gefangenschaft entlassen worden sein – offenbar im Rahmen des jüngsten Gefangenenaustausches mit Russland. Laut Berichten wurde er zunächst in ein Krankenhaus in Kiew gebracht.

Seine Schwester Olena hat nach Berichten auf Twitter eine Spendenkampagne ins Leben gerufen. Mit dem Geld soll eine Operation seines Arms bezahlt werden.

Dianow war übrigens nicht immer bei den Streitkräften. Er ist Musiker, spielte vor dem Krieg professionell Piano und Gitarre.

Grösster Austausch seit Kriegsbeginn

Vor wenigen Tagen hatte es den bislang grössten Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine gegeben. Nach ukrainischen Angaben kamen 205 Soldaten zurück, viele davon waren Kämpfer in Mariupol.

Im Gegenzug wurde 55 Personen Russland überstellt, darunter der prominente Putinvertraute und Geschäftsmann Viktor Medwedtschuk. Auch zehn Ausländer wurden auf Vermittlung von Saudi-Arabien freigelassen, darunter Amerikaner und Briten.

Das Asowstal-Stahlwerk in Mariupol wurde im Mai lange von prorussischen Separatisten und russischen Truppen belagert. Neben ukrainischen Soldaten harrten dort auch viele Zivilisten aus. Nachdem diese freikamen, stürmten die Angreifer das verwinkelte und schwer zugängliche Gelände.

Am 20. Mai gaben dann die ukrainischen Kämpfer auf und wurden in Bussen abtransportiert – vermutlich in russische Lager für Kriegsgefangene.

Quellen

(dsc/t-online)

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46 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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mrmikech
24.09.2022 20:34registriert Juni 2016
Ich habe von Russland nichts anders erwartet. Hier gibts aber immer noch menschen die die sanktionen stoppen wollen, und das regime die hände schütteln, anstatt sie zu verhaften.
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Franz v.A.
24.09.2022 21:01registriert August 2019
Anderen «Nazi» vorwerfen, selber aber genau das gleiche tun wie damals die Nazies taten in den KZ. Ich habe nur noch grösste Verachtung für Putin und den Kreml und Co. übrig.
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Butschina
24.09.2022 20:43registriert August 2015
Ich hoffe man kann seinen Arm soweit wieder herstellen, dass er seine Musik zumindest privat wieder spielen kann. Das wir aber leider wohl schwierig. Zuerst muss sein Körper wieder zu Kräften kommen. Er wird einen Mangel an vielen Nährstoffen haben, die zur Genesung des Armes nötig sind. Ich hoffe, dass er die OPs nicht selber berappen muss. Wäre dies nicht ein Part den die Schweiz mehr unterstützen könnte?
Der Körper ist aber nur ein Teil. Die Psyche der gefangeben ukrainischen Soldaten wird deutlich mehr Wunden haben als die sichtbaren. Folter, Hunger,... quälen lebenslang...
Stop War!
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