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Ungarn

Nach Putin und Selenskyj: Orbán besucht überraschend auch China

epa11459980 Hungarian Prime Minister Viktor Orban attends a joint press-conference with Russian President Vladimir Putin after their negotiation at the Kremlin, in Moscow, Russia, 05 July 2024. Viktor ...
Auf Weltreise: Viktor Orbán besuchte Kiew und Moskau, nun ist er in Peking.Bild: keystone

Nach Putin und Selenskyj: Orbán besucht überraschend auch Xi Jinping in China

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán ist überraschend zu einem Besuch in China eingetroffen. Das berichteten chinesische Staatsmedien am Morgen (Ortszeit).
08.07.2024, 04:0108.07.2024, 06:05
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«Friedensmission 3.0 #Beijing», schrieb Orban nach seiner Ankunft in Peking im sozialen Netzwerk X. Dort veröffentlichte er auch ein Foto, das ihn bei der Begrüssung durch die chinesische Vize-Aussenministerin Hua Chunying am Flughafen zeigt.

Chinas amtlicher Nachrichtenagentur Xinhua zufolge will Orban Staats- und Parteichef Xi Jinping zu einem Gespräch treffen.

Zuvor Besuch in Russland

Orban war erst am Freitag zu einem umstrittenen Besuch nach Moskau gereist, wo er vom russischen Präsidenten Wladimir Putin empfangen wurde. Orban hatte das Treffen mit Putin, dessen Land seit mehr als zwei Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, als «Friedensmission» inszeniert. Die Reise war auch deshalb auf Kritik gestossen, weil Ungarn gerade erst die halbjährlich wechselnde EU-Ratspräsidentschaft übernommen hatte. Zuvor hatte Orban die Ukraine besucht.

Xi war im Mai auf einer Europa-Reise auch in Ungarn. Budapest und Peking haben schon länger gute Beziehungen. Orban war im Oktober einer von wenigen europäischen Vertretern und einziger EU-Regierungschef, der bei Chinas Forum zur «Neuen Seidenstrasse» teilgenommen hatte. Ungarn ist ausserdem Teil jenes chinesischen Investitionsprojekts, mit dem die Volksrepublik weltweit Infrastruktur-Projekte umsetzt und damit auch ihren Einfluss ausbaut. (sda/dpa)

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147 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Kenshiro
08.07.2024 07:04registriert Dezember 2017
Dann fliegt er nach Nord Korea, und als Endstation ins Iran. Somit hätte er praktisch mit allen Aggressoren ein Selfie geschossen, mehr als das , kriegt der nicht hin.
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Hood68
08.07.2024 06:06registriert Dezember 2023
So überraschend ja auch nicht, wenn man bedenkt das er einen Frieden in der Ukraine durchsetzen will. Die Frage bleibt zu welchem Preis für die Ukraine und für Europa.
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Fischra
08.07.2024 06:55registriert Juli 2016
Dafür das er kein offizielles Amt dafür hat spielt er sich gerade ziemlich auf. Ratspräsiden= Sitzungsleiter. Mehr wirklich nicht. Und die Parteien an einen Tisch bringen? Wohl eher einen Deal zu seinen Gunsten auf kosten der Ukraine und Europa. Auch er wird fallen. Fragt sich nur wann.
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