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A boy returns home carrying a 20-liter container of fresh water, which cost 5 Kenyan shillings (5.5 U.S. cents) to fill from a private tap in the street, in the Kibera slum of Nairobi, Kenya, on March 14, 2015. (AP Photo/Sayyid Azim)

Ein Junge schleppt Trinkwasser in Kenia. Bild: Sayyid Azim/AP/KEYSTONE

UNO alarmiert: Der Welt geht das Trinkwasser aus



Die Verschwendung von Trinkwasser nimmt nach Angaben der UNO bedrohliche Ausmasse an. Es gebe zwar genügend Wasser, um die Bedürfnisse der Weltbevölkerung zu befriedigen, erklärten die Vereinten Nationen in ihrem am Freitag veröffentlichten Wasserbericht.

Es seien aber «einschneidende Änderungen bei der Nutzung, Verwaltung und Aufteilung» der Ressource nötig. Sollten Reformen ausbleiben, drohe eine Trinkwasser-Knappheit, die vor allem Länder mit heissem und trockenem Klima hart treffen werde.

Bis zum Jahr 2030 könne die Lücke zwischen dem Bedarf und der natürlichen Neubildung von Grundwasser auf 40 Prozent anwachsen, schrieben die Experten der UNO-Wetterorganisation WMO.

Anstieg der Weltbevölkerung auf 9,1 Milliarden Menschen

Der Anstieg der Weltbevölkerung von derzeit 7,3 Milliarden Menschen auf voraussichtlich 9,1 Milliarden im Jahr 2050 sei eines der drängendsten Probleme, heisst es in dem Bericht. Der weltweite Bedarf an Wasser werde dadurch um 55 Prozent ansteigen, unter anderem durch die landwirtschaftliche Produktion, die bereits heute für 70 Prozent des Wasserverbrauchs verantwortlich ist. Hinzu kommen der Klimawandel und die Verstädterung.

In ihrem Jahresbericht listen die UNO-Experten zahlreiche Missstände auf, etwa die Wasserverschmutzung durch Pestizide, industrielle Produktion oder die Einleitung ungeklärter Abwässer. Zudem kritisieren sie die übermässige Ausbeutung der Wasservorräte für die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen.

Trinkwasser aus dem Grundwasser

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung entnimmt ihr Trinkwasser dem Bericht zufolge dem Grundwasser. Etwa 20 Prozent dieser kostbaren Vorräte seien durch eine übermässige Nutzung bedroht. In Teilen Chinas, Indiens und der USA sowie Regionen im Nahen Osten seien die Grundwasservorräte auf nicht nachhaltige Weise angezapft worden, um die Bedürfnisse der Bevölkerung zu decken, bemängelte der Hauptautor des UNO-Berichts, Richard Connor. Angesichts der schwindenden Grundwasserressourcen sei dies ein «kurzsichtiges Vorgehen».

This picture released by the AU shows women filling jerry cans with water from the river on April 29, 2014 in the town of Qoryooley, Somalia, just over one month after the town was liberated from al Shabab militants by African Union forces. 
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Frauen schöpfen Wasser aus einem Fluss in Somalia. Bild: AU UN IST PHOTO

Laut dem UNO-Bericht haben 748 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, 2,5 Milliarden Menschen leben demnach ohne Kanalisation. Die UNO-Experten riefen die Politik auf, härter gegen die Verschwendung und Verschmutzung von Wasser vorzugehen sowie Anreize für innovative Lösungen zu geben.

«Die derzeitigen Wasserkosten sind im Allgemeinen viel zu niedrig, um eine Verschwendung durch reiche Haushalte oder die Industrie zu verhindern», heisst es in dem Bericht. Ein verantwortungsvoller Umgang könne aber auch erreicht werden, indem das Problembewusstsein geschärft werde. (egg/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Markus Noach Meister 20.03.2015 11:33
    Highlight Highlight Wenn die Welt nur die Hälfte der Gelder die sie für Waffen aus gibt,in die neuen Innovationen für Wasser und intelligenter Nutzung ausgeben würde,hätten wir das Problem gar nicht!,Aber wir arbeiten lieber an unserer eigenen Zerstörung.Wie dumm von uns!,,,,

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