DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild: keystone

5 Punkte, die du jetzt zur US-Wahl wissen musst

04.11.2020, 06:5104.11.2020, 09:22

Es wäre voreilig zu sagen, dass die Umfrageinstitute erneut danebenlagen

Bild: keystone

Die meisten Umfrageinstitute prognostizierten Siege des Demokraten Joe Biden in den Bundesstaaten Florida, North Carolina, Georgia und Arizona – wenn auch nur mit geringem Vorsprung. So wie es momentan aussieht (Stand: 05.50 Uhr), trafen sie damit nur im Fall von Arizona ins Schwarze. In Florida liegt Trump nach 96 Prozent gezählten Stimmen mit über 3,5 Prozent in Führung (die Nachrichtenagentur AP hat Trump mittlerweile zum Sieger erklärt), in Georgia beträgt der Vorsprung über sieben Prozent (81 Prozent ausgezählt) und in North Carolina (95 Prozent ausgezählt) liegt der Amtsinhaber mit 1,4 Prozent vorn.

Doch noch ist nicht aller Tage Abend.

In Georgia fehlen die Zahlen aus der grössten Stadt Atlanta – und die Briefstimmen. Die «New York Times» prognostiziert, dass Biden damit den Staat noch an sich reissen kann.

Bis jetzt ist 2020 eine Kopie von 2016. Ausser ...

Bild: keystone

Bist jetzt (Stand 05.50 Uhr) gingen sämtliche ausgezählten Staaten an dieselbe Partei wie im Jahr 2016. Mit einer Ausnahme: Joe Biden wird laut Fox News Arizona und damit 11 zusätzliche Wahlpersonen für sich erobern.

Der «Rust Belt» wird entscheiden

Bild: keystone

Alle Augen richten sich nun auf den «Rust Belt» und die Staaten Wisconsin (10 Wahlleute), Michigan (16) und Pennsylvania (20). In allen drei Bundesstaaten führt im Moment Trump mit zum Teil beträchtlichem Vorsprung.

Doch wie in Georgia werden in diesen drei Staaten die Briefwahlstimmen erst am Ende gezählt. Die bisherige Erfahrung zeigt: Demokraten haben ungleich öfter per Brief gewählt als Republikaner. In der Stadt Philadelphia etwa (im Bundesstaat Pennsylvania) beträgt das Verhältnis laut Wahlhelfern 16:1. Auf jeden Brief eines Republikaners kommen 16 von Demokraten.

Biden wird aller Voraussicht Trumps Vorsprung in den drei Staaten verkleinern – ob es dem Herausforderer allerdings gelingt, Trump noch abzufangen, wird sich erst im Verlauf der nächsten Tage zeigen.

Das Resultat wird erst in ein paar Tagen erwartet

Bild: keystone

Viele Experten gehen mittlerweile davon aus, dass ein Sieger erst in ein paar Tagen ausgerufen werden kann. Einerseits dauert die Auszählung mehrere Tage, andererseits werden ein juristischer Hickhack, Nachzählungen und andere Verzögerungen erwartet.

Die Briefwahl wird noch zu reden geben

Bild: keystone

Es zeichnet sich ein immer deutlicheres Bild ab: Demokraten wählen per Brief, Republikaner gehen an die Urne. In diversen Bundesstaaten lag Biden nach der Auszählung der Briefstimmen voraus – Trump hat die Nase bei den Urnengängern vorn.

Weil Trump im Vorfeld immer wieder die Legalität der Briefwahl anzweifelte, kann davon ausgegangen werden, dass uns interessante nächste Tage bevorstehen.

Dieser Fondue-Plausch ging hinten raus

Video: watson/leb
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das sind die «Swing-States»

1 / 17
Das sind die «Swing-States»
quelle: www.imago-images.de / giorgio viera
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

«Amerika ist fucked»: was Schweizer zum US-Wahlkampf sagen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

6 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Milhouse
04.11.2020 07:56registriert Oktober 2017
Stell dir vor es gäbe ein Land, das nach vier Jahren Donald Trump Donald Trump wählt.
502
Melden
Zum Kommentar
avatar
chrissy_dieb
04.11.2020 06:58registriert Januar 2020
Merci für den Artikel, der zu Geduld mahnt.

Ich tippe auf einen Trendwechsel durch die Auszählung der Briefwahl.
346
Melden
Zum Kommentar
6
Nestlé wehrt sich gegen Warnungen auf Junk-Food – mit offizieller Schweizer Hilfe
Über drei Viertel der Menschen in Mexiko sind übergewichtig. Trotzdem wehrt sich Nestlé gegen Warnhinweise auf ungesundem Essen. Wie interne Dokumente zeigen, unterstützt das Seco sie dabei.

Laut einer Gesundheitsstudie aus dem Jahr 2020 grassiert in Mexiko das Übergewicht: 38 Prozent aller Kinder zwischen fünf bis elf Jahren und mehr als drei Viertel der Erwachsenen sind zu dick. Die Hälfte der Todesfälle und Erkrankungen sind auf die schlechte Ernährung zurückzuführen. Der stellvertretende Gesundheitsminister Hugo Lopez-Gatell hält sich gegenüber SRF nicht zurück: «Nationale und globale Wirtschaftsakteure sollten nicht die öffentliche Politik bestimmen.»

Zur Story