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Trump hält Wahlkampf-Rede in Nevada – und riskiert Corona-Debakel (und eine dicke Lippe)



President Donald Trump arrives to speak at a rally at Xtreme Manufacturing, Sunday, Sept. 13, 2020, in Henderson, Nev. (AP Photo/Andrew Harnik)
Donald Trump

Trump-Fans und ihr Anführer Bild: keystone

Im Juni hielt US-Präsident Donald Trump gegen den Rat von Gesundheitsexperten eine Wahlveranstaltung vor Tausenden Anhängern in einer geschlossenen Halle ab. Danach stiegen die Fallzahlen in dieser Region markant an. Lokale Gesundheitsbehörden in Tulsa im US-Bundesstaat Oklahoma führten den Anstieg der Coronavirus-Infektionen im Bezirk auch auf diesen Wahlkampfauftritt zurück.

Und hat das Trump-Team etwas daraus gelernt? Nein. Über eine Stunde lang sprach Trump in einer Produktionsstätte eines Baumaschinenherstellers in der Stadt Henderson, Nevada, vor zu grossen Teilen unmaskierten Anhängern. Entgegen Corona-Auflagen des US-Bundesstaats Nevada.

Supporters wait for President Donald Trump to speak at a rally at Xtreme Manufacturing, Sunday, Sept. 13, 2020, in Henderson, Nev. (AP Photo/Andrew Harnik)

Corona-Vorschriften? Sind ihnen egal. Bild: keystone

«Sagen Sie Ihrem Gouverneur, er soll Ihren Staat öffnen», sagte Trump unter Verweis auf den Regierungschef des Bundesstaats, den Demokraten Steve Sisolak.

Behörden sauer

Eine Sprecherin der Stadt Henderson sagte dem Sender CNN, die Veranstaltung verstosse gegen die Corona-Bestimmungen des Bundesstaats. Derzeit seien Versammlungen von mehr als 50 Personen in einem privaten oder öffentlichen Rahmen verboten. Der Hersteller könne als Gastgeber der Veranstaltung zudem seine Geschäftslizenz verlieren. Kurz vor Beginn der Veranstaltung kritisierte Gouverneur Sisolak Trump scharf. Der Präsident handle «rücksichtslos und egoistisch» und bringe «zahllose Menschenleben» in Nevada in Gefahr, twitterte Sisolak.

Trumps Wahlkampfteam erklärte, man messe bei der Veranstaltung Körpertemperaturen und stelle Masken und Handdesinfektionsmittel bereit. Bei Trumps Kundgebungen tragen Teilnehmer jedoch oft keine Masken und wahren häufig keinen grösseren körperlichen Abstand.

In den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern infizierten sich bislang rund 6.5 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2, rund 194 000 Menschen starben.

8 more years?

Trump liess sich von den Corona-Regeln den Abend nicht verderben. Gewohnt grossmaulig trat er vor seine Fans. Diese skandierten lauthals für vier weitere Jahre Trump im Weissen Haus. Trump selber aber denkt schon weiter. Er denkt erneut laut darüber nach, seine Amtszeit über die Beschränkung von acht Jahren hinaus zu verlängern.

Bevor er diese Drohung aber wahr machen kann, muss er erst einmal Joe Biden schlagen. Die Umfragen zeichnen immer noch ein düsteres Bild für eine zweite Trump-Amtszeit.

(aeg/sda/dpa)

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17
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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Prometheuspur 14.09.2020 17:29
    Highlight Highlight ...denn er weiss nichtmal was er sagt!

    Erst letzte Woche erzählte er in einem Telefoninterview auf Fox News, wie gefährlich das Virus sei etc. Und jetzt das da, inklusive eine dicke Lippe machen da da 🙄
  • südfüessler 14.09.2020 12:44
    Highlight Highlight Zumindest einer trägt ne maske,irgendwie.
    Benutzer Bild
    • Pana 14.09.2020 15:53
      Highlight Highlight Was um Himmels Willen will uns die gute Frau da mitteilen?
    • qolume 14.09.2020 16:00
      Highlight Highlight @Pana: Vendetta, Vendetta, Vendetta! 😂
    • iss mal ein snickers... 14.09.2020 18:02
      Highlight Highlight Mach Amerika wieder gross mit einer Rache?🤷🏼‍♀️🙈🤔
  • TanookiStormtrooper 14.09.2020 12:33
    Highlight Highlight Es muss allen klar sein, dass Trump das mit den noch 4 Jahren absolut ernst meint. Wird er tatsächlich wiedergewählt hat er absolut nichts mehr zu verlieren und kann in die Vollen gehen.
  • Bert der Geologe 14.09.2020 11:48
    Highlight Highlight Entweder führte die Veranstaltung nicht zu nachweisbaren Infektionen, dann wird Trump behaupten, alles richtig gemacht zu haben. Oder aber es gibt nachweisbare Ansteckungen, dann sind die Demokraten Schuld, warum auch immer.
  • Hoodoo 14.09.2020 11:12
    Highlight Highlight Putin und Erdogan haben es mit ihren Amtszeitverlängerungen vorgemacht... Trump zeigt einmal mehr, was er von Beschränkungen durch die Verfassung hält.

    Hoffentlich können die demokratisch gesinnten US-Bürger die Wahl im November gewinnen!
    • Thoemmeli 14.09.2020 11:24
      Highlight Highlight Ich habe schon vor 6 Monaten prophezeit, dass er eine Verfassungsänderung anstreben wird, die ihm weitere Jahre im Oval Office ermöglicht. Aber mit etwas Glück und der zu erhoffenden Vernunft der Amerikaner wird er „four more years, or so“ im Gefängnis verbringen.
    • Prometheuspur 14.09.2020 11:29
      Highlight Highlight Und wenn nicht, schafft er es womöglich die USA komplett zugrunde zu richten. Das wäre dann immerhin ein Rückschritt der ganz besonderen Art.
    • Emil Eugster 14.09.2020 13:24
      Highlight Highlight Die demokratisch gesinnten US-Bürger werden die Wahl im November definitiv gewinnen.
      Die Frage, die zu beantworten ist heisst: "Können die Republikaner nochmals dermassen betrügen, dass die Wahlmännerstimmen an Trump gehen."
  • Herman Munster 14.09.2020 11:10
    Highlight Highlight Sorry, Trump wird vermutlich Gewinnen. Nicht weil er Trump ist, sondern da die GOP höllische Angst hat, das der Demographische Wandel die GOP für Jahrzehnte von der Macht vertreibt.
    Die sehen Wahlmanipulationen als Verzweiflungstaten an der Macht zu bleiben.
    Statistik Amt der USA sagt: 22% der Briefwahl Stimmen werden Annulliert! Dazu die Millionen die aus den Listen Gestrichen werden!
    2016 hatte Clinton Vermutlich fast 15 Mio. Stimmen mehr als Trump. Aber 12 Mio. sind Stimmen von Minderheiten sind einfach Verschwunden!
    Quelle: ZDFinfo und Gregpalast.com!
    • Basti Spiesser 14.09.2020 19:22
      Highlight Highlight Warum änderst eigentlich dauernd deinen Namen?
    • swisskiss 14.09.2020 20:06
      Highlight Highlight Herman Munster: 12 Millionen Stimmen sind knapp 10 % aller Wählerstimmen (rund 128Millionen) Die Wahlbeteiligung mit rund 55% liegt ziemlich in der Mitte der Wahlbeteiligungen der letzen 40% mit 49 bis 58%. Da ist die These der "verschwundenen" Stimmen ziemlich wild. Es gibt genügend Mittel wie Gerrymandering, Registrierungshürden und Einschränkung von Wahlloikalen und Oeffnungszeiten, um Mnderheiten zu benachteiligen.
  • Phüdlibürger 14.09.2020 10:39
    Highlight Highlight Die Menschen sind nur dazu da, Trumps Namen auf dem Wahlzettel anzukreuzen. Alles andere ist ihm schnurz. Dass er nebst dieser Rücksichtslosigkeit auch noch den Gouverneur angreift ist schlicht der Gipfel der Arroganz.
  • Prometheuspur 14.09.2020 10:14
    Highlight Highlight Hahaha - das alles ist einfach nur noch grenzenlos bescheuert, dass es sowas überhaupt gibt!
    Und "Man messe die Körpertemperaturen"?  ..bei jedem Besucher einzeln oder wie?
  • Ursus der Rächer 14.09.2020 09:54
    Highlight Highlight Trump nach 8 Jahren, für unbeschränkte Zeit Präsident? Da bleibt den Amis ja nur noch, ihn zu beseitigen.

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