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President Donald Trump talks to the crowd at the Wilmington International Airport in Wilmington, N.C., Wednesday, Sept. 2, 2020. Trump was visiting Wilmington to declare it the first World War II Heritage City and to meet with World War II veterans in a private, invitation only event at the Battleship North Carolina. (Matt Born/The Star-News via AP)

Donald Trump empfiehlt seinen Anhängern, zwei Mal zu wählen. Bild: keystone

Twitter verpasst Trump-Tweet Warnhinweis



Twitter hat eine Botschaft von US-Präsident Donald Trump, die als Ermunterung zur doppelten Stimmabgabe bei der Wahl im November verstanden werden könnte, mit einem Warnhinweis versehen. Der Tweet verstosse gegen Richtlinien zur Wahrung der Integrität der Wahl, erklärte das Unternehmen am Donnerstag. «Unser Ziel ist es, Menschen daran zu hindern, Ratschläge zur doppelten Stimmabgabe zu teilen, die illegal sein könnten», hiess es.

Der Tweet konnte daher nur noch eingeschränkt weiterverbreitet werden. Ein Klick auf den Warnhinweis führte aber zum Original. Es sei im öffentlichen Interesse, dass der Tweet weiter zugängig sei, hiess es. Twitter hatte erst vor etwa zehn Tagen einen Tweet Trumps zu angeblich bevorstehendem Wahlbetrug mit einem Warnhinweis versehen.

In seinen Tweets vom Donnerstag hatte Trump Briefwähler ermuntert, sich am Tag der Abstimmung trotzdem ins Wahllokal zu begegnen, um sich der korrekten Zählung der eigenen Stimme zu versichern. Im Problemfall sollten die Bürger dann vor Ort nochmals abstimmen, damit keine Stimme verloren gehe, schrieb er. Die Wahlbehörden mehrere Bundesstaaten haben die Bürger allerdings ermahnt, Trumps Appell nicht Folge zu leisten, weil dies zu längeren Schlangen und einem grösseren Risiko der Übertragung des Coronavirus führen würde.

Trump kritisiert Briefwahl immer wieder ohne Angabe von Gründen als besonders betrugsanfällig. Am Mittwoch hatte er Bürger in einem TV-Interview explizit ermuntert, doppelt abzustimmen, um die Widerstandsfähigkeit des Wahlsystems zu testen. Das ist allerdings gesetzeswidrig und kann mit Geld- und Gefängnisstrafe geahnt werden.

Facebook erklärte zu Trumps Interview, es verstosse gegen «Richtlinien, die Wahlbetrug verbieten und wir werden es löschen, es sei denn, es wird verbreitet, um die Aussagen zu korrigieren». (cma/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • rock-n-roll 04.09.2020 12:34
    Highlight Highlight Trump hat die Lüge zum Kult gemacht. Heute darf er sich dabei erwischen lassen, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Anstand, Sitte, Respekt, sind ihm egal. Er erzählt einfach, dass dies zum Wohle des Landes sei und schon applaudiert der Mob.
    Trump - ein Lügner, Manipulant und Ehebrecher- ist zum Idol derer geworden, die sich auf ihre Moral was zugutehalten.
    Der politische Gegner ist zum Feind geworden, die Feinde des Landes aber werden zu Freunden stilisiert. Früher kämpften die Opponenten darum, was das Beste für alle sei. Nun werden die Andersdenkenden als Feinde des Landes angeprangert.
  • Lafayet johnson 04.09.2020 08:40
    Highlight Highlight Nur noch 3 Monate, dann funktionieren Twitter, cnn und co. wieder. Wir können es kaum erwarten!
  • Wiedergabe 04.09.2020 07:59
    Highlight Highlight Jeder andere Troll wäre schon lange gesperrt worden. Aber leider bringt dieser Troll-in-Chief massivst Klicks und somit Cash. Dann argumentiert Twitter mit 'Öffentlichem Interessen', es ist ja wahnsinnig spannend, dass ein US-Präsi derart niveaulos twitterte, absolut wert für die Nachwelt erhalten zu werden...
  • swisskiss 04.09.2020 00:48
    Highlight Highlight Passt schon. Auf jeder Giftflasche prangt ein Warnhinweis.
  • Andre Buchheim 04.09.2020 00:42
    Highlight Highlight Hallo liebes Twitter-Team, macht es Euch doch leicht, heftet diese Warnung an jeden Trump-Tweet dran. Die Arbeit, bei den wenigen wahren Tweets die Hinweise zu entfernen fällt bestimmt geringer aus.
  • plaga versus 03.09.2020 22:59
    Highlight Highlight Trump soll sich endlich verpissen!

    Der musste sein...

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