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USA

Mexiko: Die Regierung sperrt Konten mutmasslicher Schleuser

Mexiko inhaftiert über 400 Flüchtlinge und geht gegen Schleuser vor

06.06.2019, 22:4906.06.2019, 22:49

Vier Tage vor dem möglichen Inkrafttreten von US-Strafzöllen hat die mexikanische Regierung die Blockade von Bankkonten einer mutmasslichen Schleuserbande bekanntgegeben.

Die Gruppe sei an der Organisation von Flüchtlingstrecks in Richtung Norden beteiligt gewesen, teilte das Finanzministerium in Mexiko-Stadt am Donnerstag mit. Ermittler des Ministeriums identifizierten den Angaben zufolge 26 mutmassliche Schleuser.

Die mexikanischen Behörden hatten am Mittwoch zudem einen neuen Treck von hunderten zentralamerikanischen Migranten zumindest teilweise gestoppt. Die Karawane hatte illegal die Grenze zwischen Guatemala und Mexiko überquert. Zwölf Kilometern hinter der Grenze wurden nach Behördenangaben rund 420 Migranten aufgehalten und in eine Hafteinrichtung gebracht.

Viele der Teilnehmer der Karawane konnten jedoch offensichtlich entkommen. Der Treck soll nach Polizeiangaben ursprünglich aus 1200 Menschen bestanden haben.

US-Präsident Donald Trump wirft der mexikanischen Regierung vor, nicht energisch genug gegen die illegale Migration aus Zentralamerika in Richtung Vereinigte Staaten vorzugehen.

Er hat deshalb angedroht, ab Montag Strafzölle auf mexikanische Importe zu verhängen. Diese sollen zunächst bei fünf Prozent liegen und bis Oktober auf 25 Prozent steigen - wenn die mexikanischen Behörden nicht doch noch Massnahmen ergreifen, die aus Sicht der US-Regierung ausreichend sind. (sda/afp)

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