Berichte: USA bereiten härtere Gangart gegen Kuba vor
Die US-Regierung treibt ihre aggressive Politik gegen das sozialistische Kuba voran: Nun prüft eine Arbeitsgruppe Strafverfahren gegen kubanische Regierungsvertreter, wie die «Washington Post» und der Sender NBC News unter Verweis auf vertrauliche Quellen berichteten. Der Schritt erinnert an das Vorgehen der USA gegen Venezuelas festgenommenen Staatschef Nicolás Maduro, der Jahre vor seiner Festnahme von der US-Justiz angeklagt worden war. US-Präsident Donald Trump hatte Ende Februar bereits eine «friedliche Übernahme» Kubas ins Spiel gebracht.
Laut «Washington Post» bildete das Justizministerium die Arbeitsgruppe eigens dafür, um mögliche Anklagen gegen Beamte oder Einrichtungen der kubanischen Regierung zu prüfen. Dass auch das Finanzministerium beteiligt ist, könnte demnach darauf hindeuten, dass die Trump-Regierung weitere Sanktionen gegen Kuba in Betracht zieht. Laut NBC könnten mögliche Strafverfahren etwa in den Bereichen Rauschmittel oder Gewaltverbrechen angestrengt werden. Kurz zuvor hatte US-Präsident Trump seine Annahme bekräftigt, dass das sozialistische Kuba kurz vor dem Zusammenbruch steht.
Bericht: Vorgehen erinnert an den Sturz Maduros
Laut «Washington Post» könnte der Schritt zur Strafverfolgung teilweise dem Modell folgen, das die Regierung bei Nicolás Maduro in Venezuela anwandte. Maduro wurde bereits 2020 unter anderem wegen Drogenhandels angeklagt und im Januar festgenommen und nach New York gebracht, wo er sich vor Gericht verantworten muss.
Die Beziehungen zwischen Havanna und Washington sind seit Jahrzehnten angespannt. Aktuell steckt die autoritär regierte Karibikinsel in ihrer schwersten Wirtschaftskrise seit der Revolution von Fidel Castro 1959. Unter anderem mangelt es an Treibstoff. Sollten die USA die Lieferungen von Öl aus Venezuela dauerhaft unterbinden, könnte die kubanische Wirtschaft vollends zusammenbrechen. (hkl/sda/dpa)
