DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Epstein soll bis kurz vor Tod kleine Mädchen missbraucht haben

16.01.2020, 03:5416.01.2020, 08:16

Der US-Millionär Jeffrey Epstein soll noch bis wenige Monate vor seinem Tod minderjährige Mädchen missbraucht haben. Diesen Vorwurf erhebt die Generalstaatsanwaltschaft der Amerikanischen Jungferninseln in einer am Mittwoch (Ortszeit) eingereichten Zivilklage.

Epstein war im August in einer New Yorker Gefängniszelle ums Leben gekommen. Nach Angaben der Gerichtsmedizin beging der 66-Jährige Suizid.

Jeffrey Epstein soll bis kurz vor seinem Tod Mädchen missbraucht haben.
Jeffrey Epstein soll bis kurz vor seinem Tod Mädchen missbraucht haben.
Bild: AP

Die Generalstaatsanwältin der Amerikanischen Jungferninseln, Denise George, verlangt Entschädigungen aus dem Epstein-Erbe für mutmasslich von dem Millionär in dem US-Aussenterritorium begangene Verbrechen in den Jahren 2001 bis 2019. Epstein besass in dem Karibikgebiet zwei Privatinseln. Die vor dem Tod Epsteins von der US-Justiz gegen ihn erhobene Anklage hatte sich dagegen nur auf den Zeitraum 2002 bis 2005 bezogen.

Der Millionär habe auf seiner Insel Little Saint James dutzende minderjährige Mädchen vergewaltigt und gefangen gehalten, heisst es in der Klage. Darin wird unter anderem der Fall einer 15-Jährigen beschrieben, die von Epstein missbraucht worden sei und anschliessend vergeblich versucht habe, schwimmend von der Insel zu fliehen. Sie sei aber wieder aufgegriffen worden.

Das Anwesen von Epstein auf Little Saint James.
Das Anwesen von Epstein auf Little Saint James.
Bild: AP

Kriminalität im Luxusleben

Epstein habe in den Amerikanischen Jungferninseln ein «umfassendes System des Menschenhandels und des sexuellen Missbrauchs junger Frauen» betrieben, sagte George weiter. Nach ihren Angaben wurden Mädchen im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren mit dem Schiff, Helikopter und Flugzeug zu Epsteins Luxusanwesen in den Jungferninseln gebracht.

Epstein hätte bei einer Verurteilung eine Haftstrafe von bis zu 45 Jahren gedroht. Eine Reihe von Frauen in den USA erhebt Vorwürfe, wonach der Millionär sie auch als «Sexsklavinnen» an Freunde und Bekannte weitervermittelt habe. Epstein unterhielt gute Kontakte zu zahlreichen Politikern und Prominenten, unter anderen zu US-Präsident Donald Trump und dem britischen Prinzen Andrew. (mim/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

People-News

Kanye heisst jetzt «Ye» – und schuld ist die Bibel

Kanye heisst jetzt Ye. Der Grund könnte in der Bibel zu finden sein.

Kanye West ist ein Hiphop-Schwergewicht: Als Rapper, Musikproduzent, Künstler und Modeunternehmer hat er Akzente gesetzt – und Millionen verdient.

Nun hat eine Richterin in Los Angeles einem Antrag des 44-jährigen Grammy-Gewinners und Ex-Mannes von Kim Kardashian auf Namensänderung stattgegeben: Kanye Omari West heisst jetzt offiziell nur noch «Ye». Er hat also auch keinen Nachnamen mehr, wie das «Rolling Stone» schreibt.

Völlig …

Artikel lesen
Link zum Artikel