DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

99 Menschen vermisst: Diese Vorher-nachher-Bilder zeigen den Hochhaus-Einsturz in Miami

25.06.2021, 09:2626.06.2021, 07:36

Nach dem Teileinsturz eines zwölfstöckigen Wohnhauses im US-Bundesstaat Florida wächst die Befürchtung, dass die Zahl der Opfer deutlich steigen könnte. Am Freitag galten weiter 99 Menschen als vermisst.

first image
second image
twister icon

Rettungsteams waren mit Spürhunden, Spezialkameras und Horchgeräten im Einsatz, wie US-Medien berichteten. Hin und wieder seien Klopfgeräusche aus den meterhohen Trümmerbergen zu hören. Bei dem Unglück in Surfside nahe Miami Beach wurde nach offiziellen Angaben ein Mensch getötet und 11 verletzt. 37 Menschen seien aus dem Gebäude befreit worden, teilte die Feuerwehr mit.

Hier stürzt das Gebäude ein:

«Nichts anderes zählt. Wir geben nicht auf», sagte Surfsides Bürgermeister Charles Burkett. Die Retter seien rund um die Uhr im Einsatz. Allerdings habe Regen die Suche erschwert. «Wie ein Pfannkuchen» sei der Wohnkomplex in sich zusammengestürzt. «Das ist herzzerreissend, denn für mich bedeutet das, dass wir bei der Suche nach Überlebenden nicht so erfolgreich sein werden, wie wir es gerne wären.»

first image
second image
twister icon

Stadtrat Charles Kesl sagte dem Sender CNN, er hoffe auf weitere Überlebende. «Realistisch gesehen bin ich aber nicht sicher, wie viele oder ob überhaupt jemand lebend geborgen und gefunden wird.» Die Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levine Cava, sagte mit Blick auf die Suche: «Jede Minute zählt.»

Die Behörden betonten zwar, dass die 99 Vermissten nicht unbedingt auch alle in dem Gebäude gewesen sein müssen. Für eine etwaige Identifizierung von Opfern seien aber von Angehörigen DNA-Proben genommen worden, berichteten örtliche Medien.

first image
second image
twister icon

Um zusätzliche Mittel und Material nach dem Unglück freizugeben, rief Floridas Gouverneur Ron DeSantis den Notstand aus. Dieser wurde von Präsident Joe Biden am Freitag bestätigt, um so auch Bundesmittel zur Verfügung stellen zu können. Auch die Katastrophenschutzbehörde FEMA ist eingeschaltet. Bereits am Donnerstag hatte Biden betont, wo immer der Bund helfen könne, werde er das tun. «Wir sind da.»

Das strandnahe Gebäude mit rund 130 Wohneinheiten war in der Nacht zu Donnerstag (Ortszeit) teilweise eingestürzt. Die Menschen wurden im Schlaf von dem Unglück überrascht. Die Zeitung «The Miami Herald» veröffentlichte ein Video einer Sicherheitskamera, das zeigt, wie erst einer und dann ein anderer Teil des L-förmigen Gebäudes kollabiert. Die Bilder erinnerten an die Szenen in New York bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001, schrieb das Blatt.

Die Ursache des Unglücks in Surfside ist weiter ein Rätsel. Der als Champlain Towers South bekannte Wohnkomplex aus den 1980er Jahren sei erst kürzlich im Rahmen einer routinemässigen Inspektion von Experten untersucht worden, sagte Stadtrat Kesl.

Professor Shimon Wdowinski von der Florida International University (FIU) sagte örtlichen Medien, er habe in einer Untersuchung im vergangenen Jahr festgestellt, dass das in einem Feuchtgebiet errichtete Gebäude in den 1990er Jahren mehrere Millimeter abgesunken sei. Das allein habe den Kollaps kaum ausgelöst, aber vielleicht dazu beigetragen. «Wenn sich ein Teil des Gebäudes gegenüber dem anderen bewegt, kann das eine gewisse Spannung und Risse verursachen», sagte er. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Ist Joe Bidens Regierung bereits gescheitert?

Der missglückte Abzug der Truppen hat dem Image des US-Präsidenten geschadet. Doch nun bläst er zur Offensive.

Die «New York Times» gilt zwar als linksliberale Zeitung. Sie lässt jedoch regelmässig auch konservative Kolumnisten zu Wort kommen. Einer von ihnen ist der vom «Wall Street Journal» zur «Times» gewechselte Bret Stephens. Unter dem Titel «Another Failed Presidency at Hand» (Eine weitere gescheiterte Präsidentschaft in Sicht) klagte Stephens kürzlich:

Die Hoffnung, dass der Gentleman Biden diese Wunden heilen kann, hat sich gemäss Stephens bereits zerschlagen:

Nichts ist bekanntlich älter als die …

Artikel lesen
Link zum Artikel