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Schreitet zur Tat: Stephen Bannon mit Attacke gegen die Medien. 
Schreitet zur Tat: Stephen Bannon mit Attacke gegen die Medien. Bild: Andrew Harnik/AP/KEYSTONE

Trumps Chefstratege empfiehlt den Medien «einfach den Mund zu halten»

27.01.2017, 02:5627.01.2017, 08:41

Der Chefstratege im Weissen Haus, Stephen Bannon, hat eine wütende Frontalattacke gegen einen Grossteil der US-Medien geritten. Im Interview mit der «New York Times», empfahl er den Medien, sie sollten «den Mund halten und eine Weile einfach nur zuhören».

Der frühere Chef des rechtsgerichteten und auf Verschwörungstheorien spezialisierten Internetportals Breitbart beschrieb die von ihm so bezeichneten «Mainstream-Medien» als die wahre «Oppositionspartei» im Land. Er warf ihnen vor, «dieses Land nicht zu verstehen». Sie begriffen bis heute nicht, «warum Donald Trump der Präsident der Vereinigten Staaten ist».

«In Verlegenheit und gedemütigt»

Wegen dieser Fehleinschätzungen sollten die Medien «in Verlegenheit und gedemütigt sein», wetterte Bannon der Zeitung zufolge in dem Telefoninterview, das am Donnerstag veröffentlicht wurde. Der Präsidentenberater verschärfte damit Trumps Medienschelte der vergangenen Tage.

Der US-Präsident wie auch sein Pressesprecher Sean Spicer hatten mehrere Medien beschuldigt, die während Trumps Vereidigung anwesende Zuschauermenge absichtlich heruntergespielt zu haben. Dieser Vorwurf entbehrte allerdings einer faktischen Grundlage.

Japan statt TPP
US-Präsident Donald Trump strebt nach dem Rückzug aus dem Pazifik-Freihandelsabkommen TPP rasche bilaterale Vereinbarungen mit Japan an. Eine Ersatzregelung will er laut US-Regierungskreisen schon im Februar mit Japans Regierungschef Shinzo Abe besprechen. Wie am Donnerstag aus Washingtoner Regierungskreisen verlautete, soll das Thema mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe bei dessen USA-Besuch im kommenden Monat diskutiert werden. Es gehe um eine Ersatzregelung für TPP. Deren Umrisse seien bereits klar. Details wurden allerdings nicht genannt. (sda/reu)

Ebenso haltlos war Trumps Anschuldigung, sein Streit mit den US-Geheimdiensten sei eine blosse Erfindung der Medien. Trump hatte vor seinem Amtsantritt den Geheimdiensten sowohl per Twitter als auch in einer Pressekonferenz Nazi-Methoden vorgeworfen, weil das Dossier eines früheren britischen Geheimdienstagenten über ihn an die Öffentlichkeit gelangt war. (kad/sda/afp)

So tickt Stephen Bannon: Krasse Zitate von Trumps neuem Chefstrategen

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lösch mich
quelle: x90181 / carlo allegri
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59 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Knut Knallmann
27.01.2017 04:57registriert Oktober 2015
Einfach mal das Maul halten wäre eigentlich ein guter Tipp für das Trump Team selber. Wenn man mit Falschaussagen und einer allgemein aggressiven Grundhaltung den Medien ständig neue Munition gibt, muss man sich nicht wundern...
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ricardo
27.01.2017 03:19registriert Februar 2014
"Mister Breitbart" Stephen Bannon wäre es wohl ganz recht, auf breiter Front eine Medienzensur nach russischem oder türkischem Vorbild einzuführen.
Umso besser, dass die (noch) einigermassen unabhängigen Medien die Kampfansage Trumps verstanden haben und diese mittlerweilen als Chance für den Journalismus verstehen. Die vierte Macht ist heute wichtiger denn je. Ezra Klein von Vox Media hat es treffend auf den Punkt gebracht: Trump führt nicht einen Krieg gegen die Medien, sondern gegen die Wahrheit!
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zombie woof
27.01.2017 06:01registriert März 2015
Und plötzlich werden die ganzen Befürchtungen, die man vor der Wahl von Trump hatte, wahr bzw. noch schlimmer! Man kann nur hoffen dass die Medien begriffen haben, um was es geht, und nun ihrerseits aktiv werden. Trump und seine Kumpane müssen gestoppt werden, bevor es zu spät ist.
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