International
USA

Trump und Merkel am G7: Die anderen Bilder

Eine Szene – viele Wahrheiten 

10.06.2018, 13:2910.06.2018, 14:13

Ein Bild geht um die Welt: Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt sich beim G7-Gipfel in Kanada weit über den Tisch. Vor ihr, defensiv und sitzend mit verschränkten Armen, US-Präsident Donald Trump. Die Botschaft: Merkel gibt den Ton vor, dominiert die Männerriege der mächtigsten Nationen der Welt.

Das Problem: Das Bild wurde – schön mit Filtern bearbeitet – vom deutschen Pressesprecher verbreitet.

Natürlich haben auch die anderen Teilnehmer der Sitzung einen Pressesprecher (wenn auch nicht einen so guten). 

Der französische Präsident Emmanuel Macron etwa liess folgendes Bild verbreiten. Es ist dieselbe Szene, aber diesmal wirkt es, als wäre Macron der grosse Macher. Er steht im Zentrum des Bildes, alles richtet sich auf ihn aus. Merkel ist halb verdeckt, von Donald Trump ist nur die Frisur zu sehen.

Donald Trumps Pressesprecherin Sarah Sanders verbreitete nach dem Treffen folgende Bilder:

Die Schwarz-Weiss-Fotografien zeigen Donald Trump, wie er sich die Mächtigen zur Brust nimmt, wie er der gefragteste Mensch der Runde ist.

Und natürlich hat auch der frischgebackene italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte seine PR-Leute mitgenommen. Er (mit dem Rücken zur Kamera) inszeniert sich als Mann der Inhalte, auf den Text fokussiert und alle anderen ihm zugewandt.

Ironischerweise wurden alle Twitter-Offensiven der europäischen Staatschefs wenig später von Donald Trump auch via Twitter zunichtegemacht.

Aber das ist wieder eine andere Geschichte, die du hier nachlesen kannst:

(aeg)

Handelskrieg zwischen den USA und China abgewendet

Video: srf
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Unwetter in Spanien: Menschen warten auf Dächern auf Rettung
Heftige Regenfälle haben in der Mittelmeerregion Spaniens zu schweren Überschwemmungen geführt.
Zur Story